Volker Niederfahrenhorst

Die Krone des Schäfers – Ein Märchen von der Scheibenwelt (Terry Pratchett / Volker Niederfahrenhorst)

Titel: Die Krone des Schäfers – Ein Märchen von der Scheibenwelt / Verlag: derHörverlag / Spielzeit: ca. 647 min, 1 mp3-CD / Buch: Terry Pratchett / gelesen von: Volker Niederfahrenhorst

schaefer

Inhalt: Tiffany Weh, die junge Hexe aus dem Kreideland, musste viele Prüfungen bestehen, bevor die anderen, erwachsenen Hexen sie als eine der Ihren akzeptierten. Nun ist sie die offizielle Hexe ihrer Heimat, stolz und glücklich – und steht doch vor ihrer bisher größten Herausforderung. Denn tief im Kreideland rührt sich etwas: Ein alter Feind sammelt neue Kraft. Und nicht nur hier, auf der ganzen Scheibenwelt hat eine Zeit der Umbrüche begonnen, in der Grenzen verschwimmen und sich Allianzen verschieben. Tiffany muss wählen zwischen Licht und Dunkel, Gut und Böse. Als sich eine gewaltige Invasion ankündigt, ruft Tiffany die Hexengemeinde auf, ihr beizustehen. Denn der Tag der Abrechnung rückt näher.


Rückblickend weiß ich nicht so genau, was mich bei diesm Hörbuch eigentlich geritten hat. Denn die vorigen Geschichten um Tiffany Weh und Oma Wetterwachs habe ich gelesen. Aber plötzlich kam mir halt die Idee, ich könnte einen Band eben auch mal als Hörbuch hören. Bei über zehn Stunden Spielzeit durchaus ein gewagtes Unternehmen. Doch dann war es plötzlich gar nicht mehr diese Mammutaufgabe, die mir die Story ziemlich verleidet hat.
Es war auch nicht die Geschichte an sich. Die hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Tiffany ist erwachsener geworden mit allem, was so dazu gehört. Es tauchen vertraute Figuren auf, einige rafft es dahin, was mich ehrlich traurig gemacht hat und die neuen Herausforderungen an Tiffany sorgen für viel Trubel, Aufregung und Spannung. Trotz der langen Spielzeit hat Langeweile nicht eine Minute lang auch nur die kleinste Chance.
Ich bin aber nun mal in gewissen Dingen sehr kleinlich. Zum Beispiel, wenn sich gewisse Dinge, Namen, Bezeichnungen ändern, die einem in den Vorgängerbänden so lieb geworden sind. Ich habe dann mal nachgeforscht und allgemein schiebt man das auf die Übersetzung. Da frage ich mich dann halt, wer bitte diesen neuen Übersetzer ans Werk gelassen und wer  das später auch so durchgewunken hat nach besagten Vorgängerbänden? Und sowas kann mich dermaßen ärgern, dass meine Begeisterung für eine Geschichte ordentlich darunter leidet. Genau das ist hier dann auch prompt passiert. Und wenn man mir dann noch meine Lieblinsgfigur -den TOD- verdirbt, ihm seinen Humor nimmt und ihn stattdessen zur Quatschtüte macht, dann ist es ganz vorbei. Namen haben sich hier tatsächlich auch geändert und die pentrante Siezerei nervt kolossal.

Volker Niederfahrenhorst habe ich keinen Vorwurf zu machen. Solch ein langes Hörbuch braucht einen Sprecher, der es einem nicht noch anstrengender macht. Für mich ist ihm das wirklich gut gelungen. Er hat mir zwei lange Autofahrten schön unterhaltsam gestaltet, wofür ich ehrlich dankbar bin. Und was mich beiendruckt hat. Ich war nicht davon ausgegangen, das Hörbuch komplett durchzuhalten.

Das Cover gefällt mir mit seiner Schlichtheit und den schönen Farben. Es wirkt schön magisch, das passt zu der Geschichte.

Fazit: Es wäre falsch, die Handlung zu verreißen. Der ist an sich nichts vorzuwerfen. Es geht spannend zu und die stattliche Spielzeit wird nie langweilig, was bei über 10 Stunden schon eine reife Leistung ist. Mir hat die Übersetzung jedoch vieles verdorben, worüber ich mich sehr geärgert habe. Warum macht man sowas?

Cowboy Klaus und Otto der Ochsenfrosch (Eva Muszynski & Karsten Teich / Volker Niederfahrenhorst)

Titel: Cowboy Klaus und Otto der Ochsenfrosch / Verlag: Sauerländer Audio / Spielzeit: ca. 59 min / Buch: Eva Muszynski & Karsten Teich / gelesen von: Volker Niederfahrenhorst

cowboyklausInhalt: Jeder kennt Cowboy Klaus. Wenn er mit seinem Schwein Lisa und der Schweizer Kuh Rosi durch die skurrilsten Wild West-Abenteuer tapert, bleibt kein Auge trocken. Und jetzt geht es auch endlich wieder akustisch in die Prärie, in der Cowboy Klaus unter anderem auf Otto den Ochsenfrosch und wahre Rodeo-Rüpel trifft. Außerdem erfahren wir, wie auf der Farm “Kleines Glück” ein etwas anderes Weihnachten gefeiert wird.


“Jeder kennt Cowboy Klaus!”
Nein, ich kannte ihn bis zu diesem Hörbuch nicht. Was ich im Nachhinein wirklich bedauere. Als Buch wären die Geschichten für mich wohl nichts, aber als Hörbuch hatte ich richtig Spass daran. Auf der CD sind gleich vier Abenteuer von Cowboy Klaus und seinen beiden Freunden der Kuh Rosi und dem Schwein Lisa zu hören.
Wie der Titel schon erkennen lässt, leben die drei Freunde im Wilden Westen, und für Cowboygeschichten bin ich immer zu haben. Vor allem, wenn sie so spaßig daherkommen wie die vier Geschichten hier. Als Erwachsener muss man zwar etwas Toleranz mitbringen, zumal der Wilde Westen für die Geschichten ziemlich zurechtgestutzt wurde, aber Kindern dürfte das kaum auffallen. Und an eine Kuh mit Schweizer Dialekt kann man sich ebenso gewöhnen wie an die Vorstellung eines Zirkus im Wilden Westen. Erst recht, wenn man es mit Humor nimmt. So sind die drei Freunde höchstens etwas seltsam, aber auf jeden Fall so liebenswert, dass man sie im Nu ins Herz schließt.
Keine Geschichte ist länger als 15 Minuten, also genau richtig für die Aufmerksamkeitsspanne der jungen Hörer. Sie machen Spass, sind auch ein wenig spannend und beim Rodeo kommt sogar ordentlich Schwung in die Sache.

Volker Niederfahrenhorst habe ich hier zum ersten Mal gehört. Er hat eine angenehme Stimme, in dem stets ein gewitztes Augenzwinkern mitschwingt. Den Schweizer Dialekt hat er ebenso gut auf Lager wie den knirschigen Lautsprecherton mit den Aussetzern beim Rodeo oder das Quaken des Ochsenfroschs. Das macht das Gehörte schön lebendig.

Musik spielt bei diesem Hörbuch eine große Rolle. Zu Beginn, am Schluss und auch zwischen den Geschichten sind verschiedene Lieder zu hören, bei denen man ganz automatisch mitwippt und schnell mitsingen kann. Die Westermmelodien sind eingängig und bleiben im Ohr. Mein Favorit ist “Der Cowboy Jim aus Texas”. Ich sage nur *jippie-jei*.

Sind sie nicht süß? Cowboy Klaus, sein Schwein und der Ochsenfrosch aus der ersten Geschichte? Und sogar einen Geier gibt es. Der gehört natürlich in eine Westerngeschichte! Mir gefällt dieses bunte Motiv sehr gut. Und im Booklet trifft man dann auch die Kuh Rosa an.

Fazit:  Ein rundum gelungenes Hörvergnügen für junge und ältere Western-Fans. Die Geschichten machen Spass und die vielen Lieder laden zum Mitsingen und Mittanzen ein.

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