Wackelzahn

Der kleine Zauberer Wackelzahn und die verlorene Königskrone (Ralf Leuther / Santiago Ziesmer)

Titel: Der kleine Zauberer Wackelzahn und die verlorene Königskrone / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 80 min / Buch: Ralf Leuthe / gelesen von: Santiago Ziesmer

zaubererInhalt: Oh nein! König Schläfchen hat seine Krone verloren und ohne die kann kein Fest gefeiert werden. Dabei hatte sich Prinzessin Pustilla schon so darauf gefreut. Zum Glück ist der kleine Zauberer Wackelzahn zur Stelle und versucht, die Krone wiederherzuzaubern. Doch leider geht bis zu dem Zeitpunkt, an dem er seinen ersten Wackelzahn verliert, beim Zaubern häufig etwas schief. Also machen sich der kleine Zauberer und die Prinzessin auf den Weg, um die Krone zu finden. Schaffen sie es rechtzeitig?


Vielleicht ahnt es der eine oder andere bereits: dieses Hörbuch war Pflicht wegen des niedlichen Drachen auf dem Cover, der mich an “Elliot, das Schmunzelmoster” erinnert.
Die Geschichte wird für Kinder ab 4 Jahren empfohlen, war ich so unterschreiben würde. Ältere Hörer dürfen sich daher nicht allzu viel Spannung erwarten, denn die gibt die Story schlicht nicht her. Für kleine Kinder ist das Maß an Spannung aber sicher prima, denn der kleine Zauberer und die Prinzessin erleben auf ihrer Suche nach der Köngkrone schon so einiges. Mir hat dabei der Ideenreichtum prima gefallen. Sei es der Flugdrache namens Faltterich oder der Fisch namens Aurelius oder Borstel, der Bär. Sie alle sind wirklich liebenswert und goldig. Und mit jedem Kapitel lernt man jemand Neues kennen. Somit dürfte sich das Hörbuch auch gut dazu eignen, es Abend für Abend kapitelweise zu hören. Bei gut 80 Minuten Spielzeit ist das bei einem Hörbuch für kleine Kinder ohnehin empfehlenswert so.
Und natürlich bleibt man auf diese Weise durchweg neugierig, wie und ob die Freunde die Krone wiederfinden. Und so sehr sich der kleine Ritter Rübe seinen ersten Kampf wünscht, selbst am Ende bekommt er ihn nicht. Das darf man wohl verraten. Das Ende gäbe es zwar her, aber die Handlung bleibt friedlich. Ganz so, wie es sich für ein Hörbuch mit dieser Altersempfehlung gehört. Und auf gewisse Weise kann man dabei sogar noch etwas lernen. Nämlich, wie man Konflikte lösen kann.

Santiago Ziesmers Stimme ist so markant, dass man ihn -egal, wie er sie verstellt- überall heraushören würde. Somit klingen die Figuren hier durchweg sehr ähnlich. Dafür kann man die Charaktere gut am Ton unterscheiden. Santiago Ziesmer liest locker und fröhlich, sodass man ihm leicht zuhören kann. Und Spass macht es auch noch.

Wie schon geschrieben, gefällt mir das Cover wegem dem goldigen Drachen so gut. Doch auch die Prinzessin und der kleine Zauberer sind gut getroffen und liebenswert dargestellt. Der Ritter hinten am Drachenschwanz natürlich ebenfalls. Und wenn ich das sage, dann muss das so sein. Denn sonst kann man mich mit Drachen, Zauberern, Prinzesinnen usw meilenweit jagen 😉

Fazit:  Ein schönes, abwechslungsreiches und lustiges Hörspiel für Kinder ab etwa 4 Jahren. Mit seinen stattlichen 80 Minuten Spielzeit eignet es sich prima dazu, es Abend für Abend kapitelweise zu hören.

Mein Freund Max (10) – Max im Winter / Max und der Wackelzahn

Titel: Mein Freund Max (10) – Max im Winter / Max und der Wackelzahn / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 26 min / Sprecher: Anton Wilms, Feline Günther, Philipp Draeger, Lennardt Krüger ua.

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Inhalt: Juhu, es hat geschneit. Max freut sich riesig. Jetzt kann er endlich seinen neuen Schlitten ausprobieren, eine Schneeballschlacht mit Papa machen und mit Pauline und Felix sogar ein Iglu bauen.

Um ein richtiges Obermonster zu sein, braucht man eine Zahnlücke. Schade, dass Max nur einen Wackelzahn hat, der einfach nicht rausfallen will. Da helfen weder die Ratschläge von Felix noch der Besuch beim Zahnarzt. Also wartet Max einfach ab, bis der Zahn plötzlich von ganz alleine herausfällt.


Wie bei den Geschichten um Max im Kindergartenalter üblich finden sich auf dieser CD gleich zwei Geschichte. Beide kaum eine Viertelstunde lang, was der Aufmerksamkeitsspanne der jungen Hörerschaft entgegenkommen dürfte.
Noch ist es zwar -zum Glück- noch nicht soweit, doch bei Max ist bereits Winter. Und zwar so richtig mit ganz viel Schnee! Selbst ich als bekennender Schnee- und Winterhasser hatte beim Hören ganz viel Spass! Wie mag es dabei den Kindern gehen? Die werden das Iglubauen und Schlittenfahren gar nicht mehr abwarten können, denke ich.
Die zweite Geschichte um den Wackelzahn ist eher lustig und man kann dabei sogar ein wenig rund um’s Thema Zähne lernen. In welcher Reihenfolge die festen Zähne durchkommen, wusste ich beispielsweise noch nicht. Und ich habe sehr darüber gelacht, wie Max seinen Vater mitten in der Nacht weckt und darauf drängt, sofort zum Zahnarzt zu fahren. Ich kann mich an meinen ersten Wackelzahn nicht mehr erinnert, geschweige denn ob er so viel Spannung und Freude bereitet hat. Da sind Kinder eindeutig näher dran und werden sich gut wiederfinden. Außerdem kann ich mir vorstellen, dass sie auch eventuelle Ängste vor dem ersten Wackelzahn nehmen kann.

Der Löwenanteil der beiden Geschichten wird von den jungen Sprechern Philipp Draeger, Feline Günther und Anton Wilms bestritten. Sie zaubern einem ein lebendiges und pfiffiges Bild der Kinder vor Augen. Und wie immer dürfen sich Hörer dieses Alters gerne ein Beispiel an Max’ und Co.s Vernunft nehmen. Jenny Böttcher und Lennardt Krüger sind als Mama und Papa zu hören, und speziell in der Wackelzahn-Geschichte sozusagen die “Stimme der Vernunft”.

Das Titellied kann man schon nach wenigen Malen gut mitsingen. Es stellt den kleinen Max musikalisch vor. Wenn auch ein wenig arg heldenhaft für meine Begriffe. Aber natürlich macht einen das neugierig auf seine Abenteuer. Fröhliche Stücke begleiten die Handlung und lockern auf.

Klar, dass es die Winter-Geschichte auf das Cover geschafft hat. Das Iglu macht halt mehr her als ein Wackelzahn oder ein Mund mit Zahnlücke. Ja, da kommt Freude auf den Schnee auf. Ich finde ja den Plüschhasen mit seinem Schal zum Niederknien süß 😉

Fazit:  “Max im Winter” stimmt auf die kalte Jahreszeit an und macht Kindern Lust auf Iglubauen und Schlittenfahren. “Max und der Wackelzahn” ist ein wenig lehrreicht, macht aber auf jeden Fall auch Spass und kann so eventuelle Angst vor dem ersten Wackelzahn nehmen.

Filly (10) – Elves – Madelines Zahnfee-Geschichte / Felix und die Blume der Erinnerung

Titel: Filly (10) – Elves – Madelines Zahnfee-Geschichte / Felix und die Blume der Erinnerung / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Isabella Grothe, Linda Fölster, Tanja Dohse, Sabrina Heuer ua

filly10Inhalt: Im Zentrum des Filly Königreiches findet man umgeben von grünen Hügeln ein weites, grünes Tal. Hier, wo die Vögel den ganzen Tag singen und die Flüsse voller schöner Seerosen sind, liegt Emocia – die Heimat der Filly Elfen.

Die junge Elfe Madeline hat plötzlich zwei Wackelzähne und befürchtet, nicht mehr hübsch zu sein, wenn sie die Zähne verliert. Tante Sibyl kann sie beruhigen und erzählt ihr von der Zahnfee. Am Abend legt Madeline ihren ersten ausgefallenen Zahn neben das Bett und hofft, dass die Zahnfee ihr eine kleine Überraschung bringt. Doch auch die Elfe Trixie weiß Bescheid. Und die hat meistens nur Streiche im Kopf…

+ eine weitere Geschichte: Felix und die Blume der Erinnerung


Die Artenvielfalt im Filly-Land ist scheinbar unerschöpflich. Dieses Mal sind wir bei den Elfen zu Gast. In der ersten Geschichte geht es um Madeline, die eines Tages zwei Wackelzähne entdeckt. Wie hässlich sähe sie nur aus, wenn sie ihr ausfielen! Den Gedanken kann sie kaum ertragen. Mir hat dieses Geschichte von den beiden etwa halbstündigen Erzählungen auf der CD prima gefallen. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie jungen Hörerinnen, die auch gerade den einen oder anderen Wackelzahn oder gar eine Lücke haben, Mut macht. Dafür ist die Legende von der Zahnfee wirklich gut geeignet. Und die Mädels, die längst wissen, dass weder ein Wackelzahn, noch eine Lücke ein Drama ist, dürften ihren Spass an der Madelines Abenteuer haben, in dem es später auch um so etwas Wichtiges wie Freundschaft geht.
In der zweiten Geschichte dreht sich alles um Felix und seine Freundin Sally, die wie durch Zauberei plötzlich vergesslich wird. Diese Geschichte macht einfach nur Spass. Sallys Kichern ist niedlich geraten, und es ist spannend zu verfolgen, ob und wie Felix ihr helfen kann. Nicht ganz so stark wie “Madelines Zahnfee-Geschichte”, aber doch ein leichtes Hörvergnügen für Filly-Fans.

Isabella Grothe gefällt mir noch immer prima für diese Reihe. Sie hat so eine warme Stimme und erzählt in märchenhaftem Ton, was gut zu den Filly-Geschichten passt. Linda Fölster gibt eine niedliche Madeline. Arlette Stanschus klingt als Freundin Trixie eine Spur burschikoser, aber ebenso liebenswert. Ingo Meß und Sabrina Heuer haben mir ebenfalls gefallen. Sie geben ein tolles Filly-Paar ab. Er als der fröhliche und nette Felix, sie als die quirlige Sally.

Die Untermalung fällt eher leise aus. Es sind mal ruhige, mal fröhliche Stücke zu hören, bei denen man sich gut zu den Fillys träumen kann. Geräusche wurden sparsam eingesetzt, sind aber zu hören, wo sie hingehören. Vornehmlich Hufgetrappel, aber auch ein paar andere Effekte sind dabei. Ich mag es, wenn Kinderhörspiele nicht zu überladen sind. So wie hier.

Auf dem Cover blinkt und glitzert es, dass es eine Freude ist. Das wird den kleinen Mädels sicher gefallen. Und das Baumhaus sieht doch mal erst recht einladend aus. Zwei gewitzt dreinschauende Fillys runden den rosaroten und glitzernden Look schließlich ab.

Fazit:  Eine Geschichte, die ein Seelentröster beim ersten eigenen Wackelzahn sein kann. Sie erzählt die Legende von der Zahnfee richtig schön. Geschichte Nummer 2 ist eher spaßig und ein kleines bisschen spannend. Eine prima Kombination.

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