Wasser

Professor van Dusen (13) – van Dusen spielt Theater

Titel: Professor van Dusen (13) – van Dusen spielt Theater / Verlag: Allscore / Spielzeit: ca. 49 min / Sprecher: Nicolai Tegeler, Udo Schenk, Christian Rode, Lutz Harder ua

Inhalt: Im New Yorker Stadtteil Harlem sterben Menschen, und niemand weiß, woran. Rechtsmediziner Calvert obduziert die Leichen, ohne auch nur den geringsten Hinweis auf die Todesursache zu finden. Hat vielleicht das Wasser aus dem Washington-Brunnen mit den eigentümlichen Todesfällen zu tun? Zumindest scheinen alle Verstorbenen in ihren letzten Stunden aus dem Brunnen getrunken zu haben. Als Reverend Harding an der rätselhaften Erkrankung stirbt, nachdem er mit Professor van Dusen und Hutchinson Hatch gesprochen hat, wähnen sich die beiden auf der richtigen Spur.


Beim Hören dieser Folge habe ich mich schnell gefragt, wann das Theater aus dem Titel beginnt, denn davon ist bis zur Überführung des Täters nichts zu erahnen. Da muss man sich also etwas gedulden.
Bis dahin wird man aber mit einem ganz abwechslungsreichen Fall bei Laune gehalten. Dabei ist es erstaunlicherweise recht fix klar, wohin der Hase eigentlich läuft. Genauso ist man sich auch über den Täter ziemlich bald im Klaren, Unterhaltsam ist der Weg zu all diesen Erkenntnissen auf jeden Fall, denn einmal mehr brilliert der Professor mit seiner Cleverness. Manche Gedankengänge und die Dialoge, in denen er sie darlegt, lassen einen dabei auch mal schmunzeln.
Zuletzt will natürlich der Täter auch noch überführt werden und dabei wird die Geschichte dann auch ihrem Titel gerecht. Gleichzeitig wird es dabei noch einmal spannend, denn die Darbietung des Professors ist so glaubhaft, dass man tatsächlich um ihn bangt.

Udo Schenk quasi in die Rolle eines Patholgen zu stecken, hat bei seiner Stimme seinen ganz eigenen Reiz. Er klingt wunderbar böse und zwielichtig, was einen genialen Kontrast zu van Dusens munterer Redeweise bildet. In einer kleineren Rolle ist der unlängst verstorbene Christian Rode zu hören und gibt mit ruhiger Stimme und überheblichen Ton einen Reverend, dem man ebenfalls nicht so recht trauen möchte.

Aufwendige und stimmungsvolle Musikstücke begleiten das Geschehen ebenso wie eine Vielzahl an verschiedenen Geräuschen. So ist alles wie immer sehr anschaulich und voll der typischen Atmosphäre der Reihe.

Das Cover gewährt dieses Mal einen Einblick in die Pathologie, was per se schon für eine spannende Handlung und Neugierde sorgt. Das passt gut zur Geschichte. Lachen musste ich über den armen Hatch rechts in der Ecke, der sich an diesem Ort nicht ganz so wohl fühlt.

Fazit: Anfangs sieht es aus als sei der Fall etwas zu einfach gestrickt. Das ändert sich aber schlagartig als es an die Enttarnung des Täters geht. Bis dahin wird man aber mit einer unterhaltsamen Erzählung bei Laune gehalten, bei der man dieses Mal sogar ein bisschen Mitknobeln kann.

Die kleine Schnecke Monika Häuschen (44) – Warum bauen Biber Dämme?

Titel: Die kleine Schnecke Monika Häuschen (44) – Warum bauen Biber Dämme? / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 42 min / Sprecher: Olli Dittrich, Tom Deininger, Tobias Künzel ua

moni44Inhalt: Hilfe, Überschwemmung! Der Garten, in dem die kleine Schnecke Monika Häuschen wohnt, steht unter Wasser! Monika klammert sich an der Gartenbank fest und der gelehrte Graugänserich Günter muss tauchen, um Schorsch aus dem Schlamm heraufzuholen. Und dann kommt auch noch ein seltsames Tier angepaddelt.
Es ist Biber Birne, der ständig großartige Sachen erfindet, die ein Wackelgelenk haben und nicht immer funktionieren. Ganter Günter vermutet, dass Birne etwas mit der Überschwemmung zu tun haben könnte! Ob Biber Birne auch etwas erfinden kann, das den Garten wieder trockenlegt?


Nach der eher weniger niedlichen Hornisse, haben Monika und ihre Freunde dieses Mal einen Biber im Garten zu Gast. Und der Erzähler natürlich auch, der ebenfalls eines Morgens einen überschwemmten Garten vorfindet. Ich mag Biber super gerne, daher habe ich mich über dieses Gasttier wirklich gefreut.
Biber Birne bringt auch mächtig Schwung in den Garten. Nicht nur durch die Überflutung, der natürlich auf sein Koto geht, sondern auch dadurch, dass er sich selbst für äußerst klug und begabt hält. Und mit wem kommt er sich da selbstverständlich schnell ins Gehege? Mit dem gelehrten Gänserich natürlich. Die beiden sind in ihrem Wettstreit wirklich sehr lustig.
Bei allem Witz und aller Komik gibt es selbstverständlich auch in dieser Folge wieder einiges zu lernen. Über Biber, ihre Lebensweise und die Frage, wieso sie eigentlich solche Dämme bauen. Einiges davon wusste ich selbst noch nicht und ich bin aus dem Alter der anvisierten Hörerschaft deutlich heraus. Auf solch spaßige Weise lerne ich gerne (etwas dazu) und ich denke, da geht es den Kindern kaum anders.

Comedian Olli Dittrich leiht Biber Birne seine Stimme und den ausgesprägten nordischen Dialekt. Ich musste dabei ständig an Konny Reimann denken, weil es auch so gut zu Birnes Begeisterung für’s Handwerkliche passt. Irgendwie kam ich gegen diesen Vergleich nicht an. Die drei Hauptsprecher sind in bewährt guter Form und Erzähler Tom Deininger hat hier -jedenfalls hatte ich den Eindruck- mal mehr zu sagen als in anderen Folgen. Da ich seine Stimme und die ruhige Erzählweise inzwischen wirklich gerne mag, hat mich das gefreut.

Neben dem Titellied bekommt man wieder einige Geräusche zu hören, die gewisse Ereignisse und Momente veranschaulichen. Das ist übersichtlich, aber es ist alles Notwendige vorhanden.

Auf dem Cover steht Biber Birne im Mittlepunkt, umringt von Monika und Schorsch. Der mollige, flauschige Biber ist sehr goldig geraten. In den Pfoten hält er sein Lieblingswerkzeug. Günter steht im Hintergrund, was selten ist. Für mich drückt das seine Skepsis gegenüber dem schlauen Biber aus. Das passt zur Geschichte.

Fazit:  Eine witzige und lehrreiche Folge mal wieder. Genau das, weshalb ich die Reihe so mag. Man lernt etwas und merkt es vor lauter Spass kaum. Ich musste bei Biber Birne immer an Konny Reimann denken, was es für mich noch lustiger gemacht hat.

Hydrophobia

Titel: Hydrophobia / Verlag: Ohrenkneifer / Spielzeit: ca. 100 min / Sprecher: Christopher Albrodt, Martin Sabel, Vanida Karun, Dirk Hardegen ua

hydrophobiaInhalt: Die Profi-Taucher der Klabauter GmbH haben einen neuen Auftrag an Land gezogen. Sie sollen die Bergung einer stillgelegten Forschungsstation im Meer vor der Küste Italiens vorbereiten. Doch in 700 Metern Tauchtiefe erwartet die vier Freunde kein Routine-Job… sondern der blanke Horror.


Als ich von diesem Hörspiel hörte, war ich sofort neugerig darauf und mir bereits ziemlich sicher, dass es meinen Geschmack treffen könnte. Als bekennender Angsthase was Wasser angeht, könnte es für mich kaum eine reizvollere Szenerie geben als eine Unterwasser-Forschungsstation. Der Anfang mit dem Auftrag lässt sich noch ruhig an. Doch wer sich in den Genres Thriller und Horror ein wenig auskennt, dem schwant schnell, dass hinter dem Auftrag wesenlich mehr steckt. Beispielsweise etwas herrlich Schauriges.
Meine Erwartungen hat „Hydrophobia“ auf ganzer Linie erfüllt. Eine äußerst spannende Geschichte, die an einem menschenfeindlichen Ort spielt und eine durchgängig beklemmende Atmosphäre mitbringt. Der Mix aus Thriller, Horror und einem Schuss Science-Fiction geht hier absolut auf und man kann gar nicht anders als dem Geschehen gebannt zu lauschen. Langeweile kommt hier zu keinem Augenblick auf, und auch wenn solche oder ähnliche Versuche an Menschen hier nicht zum ersten Mal in einer Geschichte auf den Tisch kommen, so sind sie und das Grauen drumherum doch so gut in Szene gesetzt, dass sie zu unterhalten wissen. Ein kleines Faible sollte man für derlei Geschichten zwar mitbringen, doch ich bin mir sicher, dass alleine nach dem Klappentext niemand die CD in den Player schiebt, der nichts damit anfangen kann

Im Mittelpunkt der Geschichte steht das Team der Klabauter GmbH. Ihre Sprecher bestreiten den Löwenanteil des Hörspiels, wobei -für mein Empfinden- Vanida Karun und Julia Fölster-Riegel den Rest der Truppe prkatisch an die Wand spielen. Obwohl ich meist nicht unebdingt ein Fan von Sprecherinnen bin, sind mir diese beiden hier am stärksten in Erinnerung geblieben. Vanida Karun mit ihrer rauen, markanten Stimme und im Gegensatz dazu Julia Fölster-Riegel, die sehr jung und mädchenhaft klingt, durchaus aber auf energisch umschalten kann, wenn es notwendig ist. Gegen sie wirken Martin Sabel und Christopher Albrodt fast ein wenig blass. Dennoch ist es auch ihnen gelungen, mir ein Bild vom Wesen von Chris und Jörg vor Augen zu zaubern, sodass ich schnell warm mit ihnen wurde und um sie gebangt habe. Als Erzählerin ist Alexandra Lange-Baehr zu hören, den tiefe und eindringliche Stimme mir sehr gut gefallen hat.

Die Untermalung präsentiert sich zu weiten Teile eher ruhig und zurückhaltend, aber doch eindringlich. Das wirkt prima und sorgt dafür, dass man -kaum sind die Klaubauter abegtaucht- voll böser Vorahnungen auf den weiteren Verlauf der Handlung wartet. Später tragen die Stücke maßgeblich dazu bei, dass die beklemmende Atmosphäre auf der Station bis zum Hörer durchdringt.

Das Covermotiv vermittelt dem Betrachter schnell, dass einen auf diesen beiden CDs ein spannendes und gruseliges Hörspiel erwartet. Dafür bürgen die panischen Gesichter der Taucher und der düster-schwarze Look.

Fazit:  Mir hat „Hydrophobia“ rundum sehr gut gefallen! Eine durchweg spannende und gruselige Geschichte, die an einem mehr als menschenfeindlichen Schauplatz spielt. Speziell für Wasser-Angsthasen wie mich eine ideale Chance auf eine wohlige Gänsehaut.

H2O – Plötzlich Meerjungfrau (14) – Stürmische Zeiten / Superkräfte

Titel: H2O – Plötzlich Meerjungfrau (14) – Stürmische Zeiten / Superkräfte / Verlag: Emi Happy Kids / Spielzeit: ca. 44 min / Sprecher: Sonja Stein, Linda Fölster, Jannik Endemann, Joshua Augustin ua.

Inhalt „Stürmische Zeiten“: Der Vollmond und seine seltsame Wirkung auf Meerjungfrauen ist eine ständige Bedrohung für sie. Dieses Mal ist sich Lewis ganz sicher, dass er ihnen helfen kann, aber etwas geht schrecklich schief. Unter dem Einfluss des Vollmondes, der ihre Kräfte ins Unermessliche steigert, stellen sie etwas Furchtbares mit Lewis auf dessen Boot an. Am nächsten Tag stellen sie zwar fest, dass sie ihre Kräfte nicht mehr unter Kontrolle haben, können sich aber nicht an die nächtlichen Ereignisse erinnern. Lewis wird vermisst, und die Mädchen befürchten das Schlimmste. Sie finden ihn völlig verängstigt auf Mako Island. Alle stellen fest, dass sich die Dinge drastisch verändert haben.

Inhalt: „Superkräfte“: Cleo nutzt ihre Kräfte als Meerjungfrau, um nicht nassgespritzt zu werden, aber der Strahl  trifft aus Versehen die Neue an der Schule, Charlotte. Lewis und Charlotte treffen sich, und schnell ist klar, dass sie ihn mag. Lewis gibt sein Bestes, um den Freundinnen zu helfen, mit ihren neuen Superkräften zurecht zu kommen, aber durch seine Versuche fühlt Cleo sich zu sehr bedrängt. Frustriert und genervt von Lewis‘ Fürsorge gibt sie ihm, wenn auch ungern, den Laufpass. Lewis ist am Boden zerstört, aber er verabredet sich noch einmal mit Charlotte – und es funkt auch bei ihm. Währenddessen setzt Emma ihre neuen Kräfte dazu ein, Elliott zu helfen, einen Motorroller zu gewinnen.


So unterhaltsam die Reihe sicher für die Fans ist, aber die Geschichten unterscheiden sich nicht gerade wesentlich von einander. Zum Start der zweiten Staffel musste nun also schon etwas Neues her. Da es dafür aber nicht viele Möglichkeiten gibt, hat man sich auf das Naheliegende  konzentriert: man verschärft die Fähigkeiten der Mädchen. Mal wieder ist der Vollmond Schuld und die Ereignisse wegen deren die Mädchen neue Kräfte bekommen sind seriengemäß spannend. Und damit das nicht zu easy für sie wirkt, richten sie in der ersten Episode speziell mit Lewis einiges Unheil an. Das ist zumindest ganz unterhaltsam.
In der zweiten Geschichte haben die Mädchen nun ihre Superkräfte und müssen lernen, sie zu kontrollieren. Natürlich auf wenig ernsthafte Weise. Jede gelangt in gewisse Situationen, wo sie ihre neuen Kräfte einsetzt und macht sie sich so nach und nach zu eigen. Zentrales Thema ist allerdings Cleos Verhältnis zu Lewis, das hier eine Wende erlebt. Das geht schon in Richtung Lovestory mit allem, was dazu gehört, und dürfte den jungen Hörerinnen gefallen.

Ein neues Mädchen kommt an die Schule der drei Mädchen. Charlotte, und sie stiftet schnell Unruhe. Gesprochen wird sie von Kristina von Weltzien, die ich als Sprecherin bisher nicht kannte. Aber ich mag es, wie es ihr gelingt so sympathisch zu klingen, dass man sie sofort mag. Und das obwohl sich Charlotte an Lewis heranmacht und man sie deshalb eigentlich nicht mögen dürfte. Bei den übrigen Sprechern ist alles beim Alten, hier tanzt niemand aus der Reihe.

Ich würde mir wünschen, dass speziell die Szenen am und im Mondsee etwas stimmungsvoller, geheimnisvoller untermalt würden. Dazu passen die sonst fröhlichen und sommerlichen Klänge nicht so recht. Den übrigen Teilen der Geschichten stehen sie aber gut und so ist man auch bei Staffel zwei dem vertrauten Stil treu geblieben.

Zwei der Mädchen im Mondsee, den Blick leicht ängstlich zum Himmel und damit wohl zum Vollmond gewandt. Das gibt nicht viel her und könnte das Motiv so ziemlich jeder zweiten Folge sein. Dem Start der zweiten Staffel hätte man da ruhig eine interessantere Szene spendieren können.

Fazit:  Neue Kräfte für die Mädels, die erst mal gehandelt werden wollen. Außerdem ein neues Mädchen, das Cleos Konkurrenz zu werden scheint. Ansonsten bleibt alles so wie man es von Staffel eins kennt. Für Fans sicher eine schöne Sache.

 

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