Wasser

Die kleine Schnecke Monika Häuschen (44) – Warum bauen Biber Dämme?

Titel: Die kleine Schnecke Monika Häuschen (44) – Warum bauen Biber Dämme? / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 42 min / Sprecher: Olli Dittrich, Tom Deininger, Tobias Künzel ua

moni44Inhalt: Hilfe, Überschwemmung! Der Garten, in dem die kleine Schnecke Monika Häuschen wohnt, steht unter Wasser! Monika klammert sich an der Gartenbank fest und der gelehrte Graugänserich Günter muss tauchen, um Schorsch aus dem Schlamm heraufzuholen. Und dann kommt auch noch ein seltsames Tier angepaddelt.
Es ist Biber Birne, der ständig großartige Sachen erfindet, die ein Wackelgelenk haben und nicht immer funktionieren. Ganter Günter vermutet, dass Birne etwas mit der Überschwemmung zu tun haben könnte! Ob Biber Birne auch etwas erfinden kann, das den Garten wieder trockenlegt?


Nach der eher weniger niedlichen Hornisse, haben Monika und ihre Freunde dieses Mal einen Biber im Garten zu Gast. Und der Erzähler natürlich auch, der ebenfalls eines Morgens einen überschwemmten Garten vorfindet. Ich mag Biber super gerne, daher habe ich mich über dieses Gasttier wirklich gefreut.
Biber Birne bringt auch mächtig Schwung in den Garten. Nicht nur durch die Überflutung, der natürlich auf sein Koto geht, sondern auch dadurch, dass er sich selbst für äußerst klug und begabt hält. Und mit wem kommt er sich da selbstverständlich schnell ins Gehege? Mit dem gelehrten Gänserich natürlich. Die beiden sind in ihrem Wettstreit wirklich sehr lustig.
Bei allem Witz und aller Komik gibt es selbstverständlich auch in dieser Folge wieder einiges zu lernen. Über Biber, ihre Lebensweise und die Frage, wieso sie eigentlich solche Dämme bauen. Einiges davon wusste ich selbst noch nicht und ich bin aus dem Alter der anvisierten Hörerschaft deutlich heraus. Auf solch spaßige Weise lerne ich gerne (etwas dazu) und ich denke, da geht es den Kindern kaum anders.

Comedian Olli Dittrich leiht Biber Birne seine Stimme und den ausgesprägten nordischen Dialekt. Ich musste dabei ständig an Konny Reimann denken, weil es auch so gut zu Birnes Begeisterung für’s Handwerkliche passt. Irgendwie kam ich gegen diesen Vergleich nicht an. Die drei Hauptsprecher sind in bewährt guter Form und Erzähler Tom Deininger hat hier -jedenfalls hatte ich den Eindruck- mal mehr zu sagen als in anderen Folgen. Da ich seine Stimme und die ruhige Erzählweise inzwischen wirklich gerne mag, hat mich das gefreut.

Neben dem Titellied bekommt man wieder einige Geräusche zu hören, die gewisse Ereignisse und Momente veranschaulichen. Das ist übersichtlich, aber es ist alles Notwendige vorhanden.

Auf dem Cover steht Biber Birne im Mittlepunkt, umringt von Monika und Schorsch. Der mollige, flauschige Biber ist sehr goldig geraten. In den Pfoten hält er sein Lieblingswerkzeug. Günter steht im Hintergrund, was selten ist. Für mich drückt das seine Skepsis gegenüber dem schlauen Biber aus. Das passt zur Geschichte.

Fazit:  Eine witzige und lehrreiche Folge mal wieder. Genau das, weshalb ich die Reihe so mag. Man lernt etwas und merkt es vor lauter Spass kaum. Ich musste bei Biber Birne immer an Konny Reimann denken, was es für mich noch lustiger gemacht hat.

Hydrophobia

Titel: Hydrophobia / Verlag: Ohrenkneifer / Spielzeit: ca. 100 min / Sprecher: Christopher Albrodt, Martin Sabel, Vanida Karun, Dirk Hardegen ua

hydrophobiaInhalt: Die Profi-Taucher der Klabauter GmbH haben einen neuen Auftrag an Land gezogen. Sie sollen die Bergung einer stillgelegten Forschungsstation im Meer vor der Küste Italiens vorbereiten. Doch in 700 Metern Tauchtiefe erwartet die vier Freunde kein Routine-Job… sondern der blanke Horror.


Als ich von diesem Hörspiel hörte, war ich sofort neugerig darauf und mir bereits ziemlich sicher, dass es meinen Geschmack treffen könnte. Als bekennender Angsthase was Wasser angeht, könnte es für mich kaum eine reizvollere Szenerie geben als eine Unterwasser-Forschungsstation. Der Anfang mit dem Auftrag lässt sich noch ruhig an. Doch wer sich in den Genres Thriller und Horror ein wenig auskennt, dem schwant schnell, dass hinter dem Auftrag wesenlich mehr steckt. Beispielsweise etwas herrlich Schauriges.
Meine Erwartungen hat „Hydrophobia“ auf ganzer Linie erfüllt. Eine äußerst spannende Geschichte, die an einem menschenfeindlichen Ort spielt und eine durchgängig beklemmende Atmosphäre mitbringt. Der Mix aus Thriller, Horror und einem Schuss Science-Fiction geht hier absolut auf und man kann gar nicht anders als dem Geschehen gebannt zu lauschen. Langeweile kommt hier zu keinem Augenblick auf, und auch wenn solche oder ähnliche Versuche an Menschen hier nicht zum ersten Mal in einer Geschichte auf den Tisch kommen, so sind sie und das Grauen drumherum doch so gut in Szene gesetzt, dass sie zu unterhalten wissen. Ein kleines Faible sollte man für derlei Geschichten zwar mitbringen, doch ich bin mir sicher, dass alleine nach dem Klappentext niemand die CD in den Player schiebt, der nichts damit anfangen kann

Im Mittelpunkt der Geschichte steht das Team der Klabauter GmbH. Ihre Sprecher bestreiten den Löwenanteil des Hörspiels, wobei -für mein Empfinden- Vanida Karun und Julia Fölster-Riegel den Rest der Truppe prkatisch an die Wand spielen. Obwohl ich meist nicht unebdingt ein Fan von Sprecherinnen bin, sind mir diese beiden hier am stärksten in Erinnerung geblieben. Vanida Karun mit ihrer rauen, markanten Stimme und im Gegensatz dazu Julia Fölster-Riegel, die sehr jung und mädchenhaft klingt, durchaus aber auf energisch umschalten kann, wenn es notwendig ist. Gegen sie wirken Martin Sabel und Christopher Albrodt fast ein wenig blass. Dennoch ist es auch ihnen gelungen, mir ein Bild vom Wesen von Chris und Jörg vor Augen zu zaubern, sodass ich schnell warm mit ihnen wurde und um sie gebangt habe. Als Erzählerin ist Alexandra Lange-Baehr zu hören, den tiefe und eindringliche Stimme mir sehr gut gefallen hat.

Die Untermalung präsentiert sich zu weiten Teile eher ruhig und zurückhaltend, aber doch eindringlich. Das wirkt prima und sorgt dafür, dass man -kaum sind die Klaubauter abegtaucht- voll böser Vorahnungen auf den weiteren Verlauf der Handlung wartet. Später tragen die Stücke maßgeblich dazu bei, dass die beklemmende Atmosphäre auf der Station bis zum Hörer durchdringt.

Das Covermotiv vermittelt dem Betrachter schnell, dass einen auf diesen beiden CDs ein spannendes und gruseliges Hörspiel erwartet. Dafür bürgen die panischen Gesichter der Taucher und der düster-schwarze Look.

Fazit:  Mir hat „Hydrophobia“ rundum sehr gut gefallen! Eine durchweg spannende und gruselige Geschichte, die an einem mehr als menschenfeindlichen Schauplatz spielt. Speziell für Wasser-Angsthasen wie mich eine ideale Chance auf eine wohlige Gänsehaut.

Drowning – Tödliches Element (Rachel Ward)

drowningEr kommt zu sich. Ein Tropfen trifft sein linkes Auge. Dann schießt Regen aus dem grauen Himmel. Er dreht den Kopf zur Seite, spuckt Schlamm und Kies aus, entdeckt ein Gesicht, wenige Meter entfernt. Haare kleben wie dünne Schlangen auf der Stirn. Aus dem Mundwinkel rinnt Wasser. Bleiche Haut, dreckverschmiert, geschlossene Augen. Es ist sein eigenes Gesicht! Als Carl aufwacht, ist Rob tot. Doch Carl kann sich an nichts erinnern. Nicht, wie sein Bruder ertrunken ist, oder warum sie an dem See waren und auch nicht, weshalb Neisha, die offensichtlich bei ihnen war, Todesangst vor ihm hat. Er weiß nur, dass er herausfinden muss, was passiert ist. Bevor vollendet wird, was an jenem Tag begann.

Ich hatte damals Band 1 von Rachel Wards „Number“-Reihe gelesen und der hatte mir leider nicht so gut gefallen. Es war also eine gewisse Skepsis im Spiel als ich „Drowning“ entdeckte. Weil ich selber ein ziemlicher Angsthase bin was Wasser angeht, klang es aber andererseits wirklich interessant und auch ein wenig gruselig, und sowas mag ich. Also zog „Drowning“ doch ins Regal ein.
Mit langen Vorreden hält die Geschichte sich nicht auf. Man ist sofort am See mit dabei nachdem sich der Unfall ereignet hat, und im Gegensatz zu Carl ist einem gleich klar, was mit seinem Bruder Rob geschehen ist.
Ein sehr ordentlicher Auftakt für eine Geschichte und ganz nach meinem Geschmack. Anschließend wurde mir dann etwas klar, das weniger nach meinem Geschmack ist. Scheinbar hat Rachel Ward eine Vorliebe für Charaktere, die aus sozial schwächeren Familien stammen. Damit habe ich oft meine Schwierigkeiten. Nicht, weil ich so dumm wäre zu glauben, solche Leute gäbe es nicht. Und auch nicht, weil ich es weiß, aber lieber nicht auch noch drüber lesen möchte. Sondern weil es -zum Glück- ziemlich weit weg von meinem Leben ist. Und dann fällt es mir einfach schwer, mich  darin einzufinden und Zugang zu den Figuren zu finden.
Aber wahrscheinlich wäre eine liebende und heile Familie in dieser Geschichte völlig fehl am Platze gewesen. Denn dann hätte Carl wohl Unterstützung bekommen und das Geschehen um ihn herum hätte längst nicht so seltsam, gruselig und bedrohlich gewirkt. Seltsam, weil ich beim Lesen einerseits nicht an Spuk glauben wollte, es aber genau danach aussieht. Gruselig, weil es die Szenen, in denen Carl seinem verstorbenen Bruder begegnet, wirklich in sich haben und für eine Gänsehaut gut sind. Das hat mir an der Geschichte am besten gefallen: dass sie wirklich richtig gruselige Momente auf Lager hat. Und bedrohlich, weil Wasser dabei eine immer größere Rolle spielt und bald Carls Leben bedroht. Beispielsweise Regen, der immer heftiger wird, ein Feuchtigkeitsfleck an der Wand, der größer wird und ein ansteigender Fluss. Man kann bei diesem Buch quasi am Wasserstand ablesen, wie schlimm es um Carl und seine Freundin Neisha steht. Wenn man wie ich ohenhin kein Fan dieses Elements ist, dann lässt einen das durchaus schaudern. Und spannend ist es natürlich auch!
Ebenso spannend fand ich die Frage, wie diese Geschichte wohl enden würde. Denn einerseits war ich mir schon früh sehr sicher, worüber ich hier lese. Andererseits wird diese Ungewissheit wirklich bis zuletzt ausgereizt, und da kann man dann doch schon mal ins Zweifeln über die eigenen Theorien kommen. Beim dramatischen Ende habe ich sie dann vorübergehend komplett vergessen und mit Grausen gelesen, was Carl da mitmacht. Mein persönliches Albtraum-Szenario.
Das ändert aber nichts daran, dass ich mit meiner Vermutung völlig richtig lag. Ich denke, wer bereits den einen oder anderen (Psycho)thriller gelesen hat, für den ist es einfach ein naheliegender Gedanke.

Ich hatte das Buch nach zwei (längeren) Leseabenden ausgelesen. Ich musste mich am ersten Abend wirklich zwingen, es nicht in einem Rutsch zu lesen. Carl erzählt schön anschaulich von seinen Erlebnissen und Beobachtungen und mit der nötigen Ernsthaftigkeit, wodurch Spannung und Grusel umso besser wirken. Aber natürlich ist er ein Teenager und so ist sein Ton oft auch ziemlich locker, was sich leicht lesen lässt. Die Kapitel sind appetitlich kurz, da kann man gut mal eines mehr lesen als geplant. Oder zwei, oder drei… 😉

Der Look des Buchs gefällt mir außerordentlich gut. Dunkles Wasser, das ist mir automatisch nicht geheuer und flößt mir sofort Unbehagen ein. Passend zum Titel versinken seine Buchstaben in den dunklen Fluten. Das wirkt!

Fazit:   Ich habe mit „Drowning“ zwei spannende und echt gruselige Leseabende verbracht. Auch wenn ich früh eine Idee hatte, was da vor sich gehen könnte, konnte ich diese Idee doch immer wieder gut vergessen und mich auf das unheimliche Geschehen einlassen. Besonders gefallen hat mir, dass man praktisch an der Masse an Wasser in der Geschichte ablesen konnte, wie dramatisch es um Carl un Neisha steht. Das ist mal eine andere Art, Dramatik zu messen.


Titel: Drowning – Tödliches Element
Autor: Rachel Ward
Seiten: 329
Verlag: Chicken House
ISBN: 978-3551520524
Preis: € 14,99

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Am Anfang war das Ende (Stefan Casta)

amanfangdasendeAn einem Dienstag im November geht die Welt unter. Ein sintflutartiger Regen reißt alles mit sich. Auch Judit und ihre Freunde werden fortgespült. Tagelang treiben sie im schier endlosen Wasser umher, bis sie erschöpft an ein Ufer gelangen. Aber das neue Land ist verwüstet und vergiftet. Verzweifelt versuchen die vier Freunde alles, um zu überleben. Doch dann entdecken sie etwas, womit sie nicht gerechnet haben: Sie sind nicht allein.

Auf dieses Buch hatte ich mich sehr gefreut. Mir gefiel das Cover richtig gut und auch der Klappentext ließ auf eine tolle Geschichte hoffen.
Vom Weltuntergang und sintflutartigem Regen ist anfangs weit und breit nichts in Sicht. Die ersten Kapitel nehmen sich die Zeit, die vier wichtigsten Charaktere vorzustellen: Judit, ihren Freund David, ihre Freundin Dinah und Mitschüler Gabriel.
Allzu sehr in die Tiefe wird dabei nicht gegangen. Insgesamt ist es sehr dürftig, was man über die Charaktere an die Hand bekommt. Es reicht gerade mal um sich ein grobes Bild von ihnen zu machen.
Am meisten erfährt man noch über Judit, denn sie ist die Erzählerin. Das fand ich zwar nachvollziehbar, hatte aber zu Beginn große Zweifel, Judit ein Buch lang auszuhalten. Mit ihrer Art bin ich überhaupt nicht klargekommen. Ich finde es schlicht seltsam, wenn jemand den Montag als „Tag des Mars“ oder den Donnerstag als „Tag des Jupiters“ bezeichnet (um zwei Beispiele zu nennen). Und es geht auch meilenweit an meinem Sinn für Humor vorbei, wenn jemand aus Chili con Carne einfach so „Chile con Carne“ macht, nur weil es angeblich witziger klingt. Sehe ich nicht so, das finde ich eher albern. Und das sollte das ganze Buch über so gehen? Bitte nicht!
Ich hatte Glück, denn als das Unheil hereinbricht, sind Judits seltsame Gedanken und ihr eigentümlicher Humor so gut wie vergessen. Da war ich der Sintflut geradezu dankbar als sie über Judits Ort kommt. Auf einer abgerissenen Terrasse als Floß treiben die vier Freunde lange Zeit auf den Fluten. Diese Zeit ist hart, das wird schon hier deutlich. So ahnt man schnell, dass die Zukunft kaum Besseres für die Vier bereithalten wird.
Das stimmt dann auch so. Nach einiger Zeit ist Land in Sicht und sie legen mit ihrem Floß dort an. Die Insel wirkt verlassen, geradezu trostlos. Darüber wölbt sich ein ewig verhangener, grauer Himmel. Das wird alles so detailverliebt und eindringlich beschrieben, dass es auf mich unheimlich gut gewirkt hat. Über dem gesamten Geschehen liegt eine trostlose und bedrückende Atmosphäre. So wird auch gleich sämtliche Hoffnung untergraben, die man beim Lesen eigentlich hätte haben sollen. Ich habe von vorneherein nicht mehr daran geglaubt, dass es für Judit und ihre Freunde nochmal besser werden würde. Schon verrückt, wie leicht das funktioniert hat.
Bei den Freunden herrscht dagegen die Hoffnung zunächst noch vor. Sie unternehmen einiges um eventuell vorbeischippernde Boote oder über die Insel fliegendende Flugzeuge auf sich zu nehmen. Mir hat bei allem, was die Jugendlichen unternehmen, besonders gefallen, dass sie immer zusammenhalten.
Am besten hat mir der Mittelteil der Geschichte gefallen. Als die Freunde einen mehr oder weniger verlassenen Hof finden. Da fand ich manche Entdeckungen richtiggehend gruselig. Denn bald ist es unverkennbar, dass sie wohl doch nicht ganz alleine auf dieser Insel sind. Doch wer ist noch dort? Das wird lange nicht aufgelöst. So hat man reichlich Gelegenheit zum Spekulieren, und das Meiste, was mir dabei in den Kopf kam, das hatte Gänsehautqualität. Das hätte gerne noch länger so gehen dürfen.
Allerdings ahnte ich bereits, dass die Geschichte für mich sofort wieder leiden würde, sobald die Freunde nicht mehr alleine sein würden. So war es dann auch. Im Nullkommanix hatte sich die schaurige Atmosphäre aufgelöst. Schade! Man erlebt zwar weiterhin gefährliche Situationen, die einigermaßen spannend sind, aber das war es dann auch. Mir war das mit den Kämpfen, dem Waffenbau und der Entdeckung in der Stadt schon wieder viel zu viel typisches Endzeit-Elend.
Es war also ein deutliches Auf und Ab mit der Geschichte und mir. Meist leider ein Ab. Vor allem, weil sich mir einfach keine Botschaft, kein Sinn erschlossen hat. Was will Stefan Casta dem Leser mit der Story sagen? Ich weiß es beim besten Willen nicht. Wer es mir sagen kann, gerne, nur zu! Und da auch die wichtigesten Fragen bis zum Schluss nicht beantwortet werden, habe ich das Buch zeimlich enttäuscht und frustriert zugeschlagen

Nachdem ich über den sonderbaren Anfang hinweg war, ließ sich das Buch ganz gut lesen. Judit erzählt flüssig und durch meist kurze Sätze und kurze Kapitel kommt schnell Tempo in den Lesefluss. Später lockern die Passagen mit den Filmaufnahmen noch zusätzlich auf, weil sie drehbuchartig geschrieben sind. sie sind erst recht kurz und knackig gehalten.

Der Look des Buchs gefällt mir nachwievor sehr gut! Ich mag einfach Darstellungen von Wasser. Am liebsten so schön wild wie hier. Natürlich gefallen mir auch die verschiedenen Grün- und Blautöne.

Fazit:  Der Mittelteil der Geschichte hat mir gut gefallen, zumal er richtiggehend gruselig ist. Davon abgesehen konnte mich die Geschichte leider nicht begeistern. Der Anfang wurde mir durch Judits seltsame Ansichten und ihren eigenartigen Humor verleidet. Das Ende dadurch, dass die schaurige Atmosphäre vom Mittelteil dahin war sobald die Freunde heraugefunden hatten, mit wem sie „ihr Land“ teilen. Am meisten hat es mich aber frustriert, dass ich beim besten Willen keinen Sinn oder eine Botschaft in der Geschichte entdecken konnte.


Titel: Am Anfang war das Ende
Autor: Stefan Casta
Seiten: 432
Verlag: Fischer Sauerländer Verlag
ISBN: 978-3737350808
Preis: € 16,99 (Broschiert)

H2O – Plötzlich Meerjungfrau (14) – Stürmische Zeiten / Superkräfte

Titel: H2O – Plötzlich Meerjungfrau (14) – Stürmische Zeiten / Superkräfte / Verlag: Emi Happy Kids / Spielzeit: ca. 44 min / Sprecher: Sonja Stein, Linda Fölster, Jannik Endemann, Joshua Augustin ua.

Inhalt „Stürmische Zeiten“: Der Vollmond und seine seltsame Wirkung auf Meerjungfrauen ist eine ständige Bedrohung für sie. Dieses Mal ist sich Lewis ganz sicher, dass er ihnen helfen kann, aber etwas geht schrecklich schief. Unter dem Einfluss des Vollmondes, der ihre Kräfte ins Unermessliche steigert, stellen sie etwas Furchtbares mit Lewis auf dessen Boot an. Am nächsten Tag stellen sie zwar fest, dass sie ihre Kräfte nicht mehr unter Kontrolle haben, können sich aber nicht an die nächtlichen Ereignisse erinnern. Lewis wird vermisst, und die Mädchen befürchten das Schlimmste. Sie finden ihn völlig verängstigt auf Mako Island. Alle stellen fest, dass sich die Dinge drastisch verändert haben.

Inhalt: „Superkräfte“: Cleo nutzt ihre Kräfte als Meerjungfrau, um nicht nassgespritzt zu werden, aber der Strahl  trifft aus Versehen die Neue an der Schule, Charlotte. Lewis und Charlotte treffen sich, und schnell ist klar, dass sie ihn mag. Lewis gibt sein Bestes, um den Freundinnen zu helfen, mit ihren neuen Superkräften zurecht zu kommen, aber durch seine Versuche fühlt Cleo sich zu sehr bedrängt. Frustriert und genervt von Lewis‘ Fürsorge gibt sie ihm, wenn auch ungern, den Laufpass. Lewis ist am Boden zerstört, aber er verabredet sich noch einmal mit Charlotte – und es funkt auch bei ihm. Währenddessen setzt Emma ihre neuen Kräfte dazu ein, Elliott zu helfen, einen Motorroller zu gewinnen.


So unterhaltsam die Reihe sicher für die Fans ist, aber die Geschichten unterscheiden sich nicht gerade wesentlich von einander. Zum Start der zweiten Staffel musste nun also schon etwas Neues her. Da es dafür aber nicht viele Möglichkeiten gibt, hat man sich auf das Naheliegende  konzentriert: man verschärft die Fähigkeiten der Mädchen. Mal wieder ist der Vollmond Schuld und die Ereignisse wegen deren die Mädchen neue Kräfte bekommen sind seriengemäß spannend. Und damit das nicht zu easy für sie wirkt, richten sie in der ersten Episode speziell mit Lewis einiges Unheil an. Das ist zumindest ganz unterhaltsam.
In der zweiten Geschichte haben die Mädchen nun ihre Superkräfte und müssen lernen, sie zu kontrollieren. Natürlich auf wenig ernsthafte Weise. Jede gelangt in gewisse Situationen, wo sie ihre neuen Kräfte einsetzt und macht sie sich so nach und nach zu eigen. Zentrales Thema ist allerdings Cleos Verhältnis zu Lewis, das hier eine Wende erlebt. Das geht schon in Richtung Lovestory mit allem, was dazu gehört, und dürfte den jungen Hörerinnen gefallen.

Ein neues Mädchen kommt an die Schule der drei Mädchen. Charlotte, und sie stiftet schnell Unruhe. Gesprochen wird sie von Kristina von Weltzien, die ich als Sprecherin bisher nicht kannte. Aber ich mag es, wie es ihr gelingt so sympathisch zu klingen, dass man sie sofort mag. Und das obwohl sich Charlotte an Lewis heranmacht und man sie deshalb eigentlich nicht mögen dürfte. Bei den übrigen Sprechern ist alles beim Alten, hier tanzt niemand aus der Reihe.

Ich würde mir wünschen, dass speziell die Szenen am und im Mondsee etwas stimmungsvoller, geheimnisvoller untermalt würden. Dazu passen die sonst fröhlichen und sommerlichen Klänge nicht so recht. Den übrigen Teilen der Geschichten stehen sie aber gut und so ist man auch bei Staffel zwei dem vertrauten Stil treu geblieben.

Zwei der Mädchen im Mondsee, den Blick leicht ängstlich zum Himmel und damit wohl zum Vollmond gewandt. Das gibt nicht viel her und könnte das Motiv so ziemlich jeder zweiten Folge sein. Dem Start der zweiten Staffel hätte man da ruhig eine interessantere Szene spendieren können.

Fazit:  Neue Kräfte für die Mädels, die erst mal gehandelt werden wollen. Außerdem ein neues Mädchen, das Cleos Konkurrenz zu werden scheint. Ansonsten bleibt alles so wie man es von Staffel eins kennt. Für Fans sicher eine schöne Sache.

 

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