Weltall

Sternenritter (01) -Die Festung im All

Titel: Sternenritter (01) -Die Festung im All / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 40 min / Sprecher: Uve Teschner, Santiago Ziesmer, Cathlen Gawlich, Finja Ufer ua

sternenritter01Inhalt: Ihre Namen sind Ben, Sammy und Mia und sie sind Sternenritter!
Auf der Erde gehen sie noch zur Schule. Draußen im All aber kämpfen sie gegen den finsteren Grafen Atrox und seine Robotroxe. Für Wahrheit und Gerechtigkeit und für das Licht der Sterne! Als Ben, Sammy und Mia eines Nachts eine alte Villa erforschen, ahnen sie nicht, dass es dort einen Zugang zum All gibt. Plötzlich befinden sie sich auf einer Raumstation und erhalten Hilferufe. Die Kanoli sind in großer Not. Sie werden vom finsteren Grafen Atrox und seinen Robotroxen verfolgt. Was sollen die Drei tun? Helfen natürlich. Und auf einmal sind sie Sternenritter!


Mit dieser Folge startet eine neue Serie bei Karussell. Dieses Mal eine Reihe für junge (angehende) Science Fiction-Fans. Wie es sich für einen Anfang gehört, wird hier in einem Prolog erstmal der Grundstein gelegt für das, was weiterhin geschieht. Ehrlicherweise muss ich sagen, mich hat dieser Grundstein nicht vom Hocker gehauen, so unspannend wie er dargeboten wird.
Dafür kam dann in der Geschichte an sich schnell Spannung auf mit der Expedition der Kinder in die verlassene Villa des berühmt berüchtigten Wissenschaftlers. Es macht Spass sie zu begleiten, man wird schnell neugierig und ein bisschen schaurig geht es ebenfalls zu. Die dicke Überraschung sucht man zwar vergebens, alles ist relativ vorhersehbar, aber ich schätze, das werden die jungen Hörer anders sehen.
Mit einem Spiegel beginnt für Sammy, Ben und Mia dann erst das richtige Abenteuer. Das ist gespickt mit angenehm skurrilen Figuren, der einen oder anderen brenzligen Situation und letztlich einer großen Ehre. Das ist ganz unterhaltsam, aber man merkt hier eben auch, dass erstmal Vorarbeit für alles Weitere geleistet wird. Und ich finde einfach, da hätte sich die Story ruhig noch etwas mehr ins Zeug legen dürfen. Es ist nicht uninteressant, aber dass ich der zweiten Episode nun danach wie wild entgegenfiebere, kann ich auch nicht behaupten.
Außerdem habe ich ein kleines Problem mit Sammy. Nämlich seinen Namen, der für mich nach einger gewissen Schildkröte und einem über alles geliebten Familienhund klingt, aber sicher nicht nach einem klugen Jungen im Alter des Sammy aus der Geschichte. Ich hoffe irgendwie, dass man ihn bald mit “Sam” abkürzen wird.

Als Erzähler ist Uve Teschner zu hören, und er hat hier richtig viel zu tun. Und das sage ich, obwohl ich sonst einen Erzähler jederzeit und in jedem Hörspiel befürworte. Ich mag seine Stimme, aber seine langen Passagen bremsen die Geschichte eben leider oft aus.
Oliver Szerkus, Finja Ufer und Lenio Einbeck habe ich hier durchweg zum ersten Mal gehört. Sie haben alles einen wirklich guten Eindruck bei mir hinterlassen mit ihrem lockeren Ton. Es macht Spass ihnen zu lauschen und sie geben bereits in dieser ersten Folge ein tolles Gespann ab.

Musikalisch kommt die Folge schon schön scienfictionmäßig rüber. Natürlich gibt es hier nicht die pompösen Musiken aus den Erwachsenenhörspielen dieses Genres, aber sie bewegen sich unüberhörbar im selben Fahrwasser. Die Geräuschkulisse ist nicht sonderlich üppig, eben genau richtig -von meiner Warte aus- für ein Kinderhörspiel.

Das Cover zeigt sich in mit schönen, kräftigen Blautönen. Was mir einerseits sowieso gefällt, denn Blau ist meine Lieblingsfarbe. Andererseits ist es außerdem auch noch die ideale Farbe für Geschichten, die im Weltall spielen.
Das Motiv mit den drei Kindern ist eins zu eins von der Buchvorlage übernommen. Ich bin kein Fan solcher cartooniger Figuren, aber ich bin aus dem Alter der Hörerschaft halt deutlich heraus. Die Kids wird es sicher ansprechen.

Fazit:  Mich hat Folge 1 nicht so sehr überzeugen können, dass ich Folge 2 und 3 nun unbedingt hören muss. Dafür geht es anfangs viel zu träge zu und auch nach der durchaus spannenden Tour in der Villa, lassen Spannung und Tempo fix wieder nach. Aber ich gebe nicht auf, eine Reihe braucht ihren Anlauf. Wir werden hören…

Max Smart und die intergalaktische Müllabfuhr – Verschollen im All (Cas Lester / Oliver Rohrbeck)

Titel: Max Smart und die intergalaktische Müllabfuhr – Verschollen im All  / Verlag: derHörverlag / Spielzeit: ca. 163 min auf 2 CDs / Buch: Cas Lester / gelesen von: Oliver Rohrbeck

maxsmartInhalt: Max Smart ist eigentlich ein ganz normaler Elfjähriger, der vom Kontakt mit Außerirdischen träumt. Er hat allerdings keine Ahnung, was WIRKLICH im Weltall vor sich geht. Während er vor seinem Computer sitzt, durchstreift Zillionen Lichtjahre entfernt das intergalaktische Müllraumschiff, die Große Dreckschleuder, die Galaxie 43b. Irrtümlicherweise für den neuen Käpt’n gehalten, wird Max an Bord gebeamt und sieht sich plötzlich nicht nur mit der seltsam aussehenden Besatzung, sondern auch mit rosaroten Killermaden und Explo-Schaum konfrontiert.


Ein solch seltsamer Titel macht mich immer besonders schnell neugierig, und es ist umso schöner, wenn mir die Geschichte dahinter so viel Spass macht wie diese hier. Max träumt zwar davon, mal auf Außerirdische zu treffen, doch als dieser Wunsch wahr wird, sieht vieles -eigentlich alles- ganz anders aus als er es sich vorgestellt hat. Statt auf einem modernen Raumschiff, landet er auf dem Raumschiff der intergalaktischen Müllabfuhr und inmitten einer Mannschaft, die die Bezeichnung “Team” beim besten Willen nicht verdient. Da sind Turbulenzen vorprogrammiert. Eine lebensgefährliche Fracht sorgt für zusätzliche Dramatik.
Mir hat Max’ Abenteuer vor allem deshalb so gut gefallen, weil sie mit zahllosen schrägen und verrückten Ideen gespickt ist und es immer wieder etwas zum Lachen gibt. Mal sind es die Dialoge, dann der Bordcomputer, der bevorzugt das voraussichtliche Sterbedatum der Mannschaft prognostiziert, dann Max wie er angsichts einer schneckenähnlichen, schleimigen Gestalt mit Augen an Tentakeln in Ohnmacht fällt oder auch die todbringenden Maden von Giftikon 1. Ich könnte noch so viel mehr aufzählen, aber das dürfte in etwa widerspiegeln, was einen auf der Großen Dreckschleuder erwartet.
Die Besatzung wird wunderbar bunt beschrieben mit farbenfrohen Haaren und türkisfarbenen Augen. Ich hatte irgendwie immer Figuren wie Panki aus Pankanien vor Augen, nur menschlicher von der Gestalt her und erwachsener vom Wesen. Die Vorstellung gefiel mir und ich denke, auch die jungen Hörer dürften sich gut ein Bild machen können. Selbst Jargal, die mit ihren Tentakeln und der schneckenartigen Schleimigkeit alles andere als hübsch beschrieben wird, wächst einem schnell ans Herz. Ich mochte sie sogar am liebsten von allen. Zusammen mit dem Gefahrenspürhund Schnuffi, der eine Nase hat, die wie eine rohe Frikadelle aussieht.
Für Spannung sorgt einmal, dass Max aufgrund einer falsch übersetzten Weltraum-Mail plötzlich Kapitän des Schiffs ist und eine arg chaotische Truppe befehligen muss, und zum Zweiten die hochexplosive Fracht an Bord! Wer sich mit Exploschaum erwischen lässt, wird seines außeriridischen Lebens nicht mehr froh! Also muss das Zeug weg. Unbemerkt, versteht sich. Doch das ist selbst im Weltraum gar nicht so einfach…vor allem, wenn der Bordcomputer beharrlich die verbleibende Lebenszeit der Besatzung ausrechnet.
Wer allerdings vermeiden will, dass seinem Kind ein paar zünftige Flüche ( “Elende Kotze!”) oder Schimpfwörter (“Du bist ja total plemplem!”) zu Ohren kommen, sollte die Finger von dem Hörbuch lassen. Aber ich behaupte mal kühn, dass ihnen hier nichts begegnen wird, was sie nicht bereits in der Grundschule mal gehört haben dürften. Ich finde ja immer, da soll man nicht so kleinlich sein.

Oliver Rohrbeck scheint selber ebenfalls viel Spass an der Geschichte zu haben. Für jede Figur hat er eine eindeutige Stimme bzw einen markanten Ton auf Lager, bei dem man sofort weiß, wen er gerade spricht und aus dem man ableiten kann, wie die Figur so drauf ist. Krawall klingt auch ziemlich krawallig, Jargals sympathische Stimme leiert auf melodiöse Weise und der Bordcomputer klingt arg hochmütig. Dabei wird Oliver Rohrbecks Stimme mit einem Effekt unterlegt, der sodass sie sich wie eine Computerstimme anhört. Überrascht hat es mich, dass der Hörer hier so oft direkt angesprochen wird. Natürlich wurde das von der Buchvorlage übernommen, aber es ist schon ungewöhnlich. So fühlt man sich mal mittendrin, mal wieder wie ein Beobachter von der Erde, dem vieles erst erklärt werden muss. Ab und zu wird einem sogar erlaubt, mal eine Szene wegzuhören. Beispielsweise wenn man Listen nicht mag oder Navigation oder Technik…

Eine ganze Reihe Geräusche veranschaulichen das Geschehen. Sie sind meist wirklich witzig und ein weiterer Grund dafür, dass ich so oft gelacht habe. Alleine schon der hochmütig piepende Bordcomputer oder das *sssstttt* der beschleunigenden Raumschiffs oder…ach, hört es euch einfach an 😀

Max, das Müllraumschiff im Weltall und ganz viel Müll. Damit gibt das Cover den Großteil dessen wieder, um was sich die Geschichte dreht.

Fazit:  Ich hatte riesigen Spass mit Max, Krawall, Jargal und den anderen von der “Großen Dreckschleuder”. Ein spannendes, aber auch sehr lustiges Weltraumabenteuer voller schräger Figuren und Ideen. Übrigens ganz bestimmt nicht nur ein Hörbuch für Kinder 😉

Mark Brandis Raumkadett (02) – Verloren im All

Titel: Mark Brandis Raumkadett (02) – Verloren im All / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 57 min / Sprecher: Daniel Claus, Michael Lott, Leyla Rohrbeck, Sebastian Kluckert, ua

brandisjunior02Inhalt: Endlich ist es soweit: Der junge Mark Brandis ist in den ersten Jahrgang der neuen Astronautenschule aufgenommen worden! Er freut sich darauf, neue Freunde zu finden und Abenteuer zu erleben. Doch für die neuen Kadetten wird alles anders, als sie es sich vorgestellt hatten: statt erst einmal monatelang zu büffeln, sollen sie schon am ersten Tag in den Weltraum! Und das Abenteuer kommt schneller, als sie gedacht haben.


Nachdem mich Folge 1 nicht allzu sehr beeindrucken konnte, habe ich Folge 2 mit gemischten Gefühlen in den Player geschoben.
Was soll ich sagen? Kurz und gut: die Episode war für mich eine echt positive Überraschung!
Genauso habe ich mir den Start von Brandis Karriere vorgestellt. Mit einer echten Ausbildung, mit Lernen und gleichaltrigen “Schulkollegen”. Natürlich ist ales drum herum vor allem am Anfang ein wenig geheimnisvoll, aber in Maßen. Gerade genug um den Hörer neugierig zu machen. Und etwas Geheimnisvolles passt in solch eine Geschichte immer gut hinein.
Doch kaum an ihrem Ausbildungsort angekommen, überschlagen sich die Ereignisse. Mark und seine neuen Freunde stehen unvermittelt vor einer echten Herausforderung. Das ist spannend, da ist Tempo drin und es kommt gut rüber, wie die Jugendlichen im Team zusammenarbeiten. Erfreulicherweise lässt die Handlung niemanden als den großen Helden dastehen. Alle sind wissensmäßig so ziemlich auf dem gleichen Stand. So geht es fair zu. Ich hätte auch die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, wenn Mark nun bereits in dieser Folge als der strahlende Held der Geschichte dagestanden hätte. Bei einer Beurteilung wird er zwar gelobt, bekommt aber auch einen deutlichen Ratschlag an die Hand. So sollte es für mich sein. Immerhin ist er erst in der Ausbildung und Lehrjahre sind bekanntlich keine Herrenjahre.

Daniel Claus als junger Mark Brandis hat mir in dieser Folge besser gefallen als im Erstling. Er klingt eine ganze Spur lockerer, was gut zu einem Teenager seines Alters passt. Friedel Morgenstern und Leyla Rohrbeck habe ich ebenfalls gerne gelauscht. Schön, dass es auch Mädchen in der Ausbildung gibt. Noch dazu solche, mit denen man schnell Freund wird. Ich würde mich freuen, wenn Marks Freunde auch in den folgenden Geschichten mit dabei wären.

Auch in der zweiten Episode hält sich der Soundtrack eher zurück. Mit dem der Reihe um den erwachsenen Mark Brandis ist das nicht zu vergleichen. Ich bin aber immer noch der Meinung, dass eine solch imposante Untermalung hier fehl am Platze wäre. Die Kinderschuhe des späteren Soundtracks klingen aber dennoch klar nach Science Fiction. Und Tempo und Spannung helfen sie ebenfalls auf die Sprünge. Was will man also mehr?

Das Covermotiv präsentiert sich dieses Mal finsterer als beim Erstling der Reihe. Und mit den Lichtspielereien kommt auch etwas Geheimnisvolles mit dazu. Da fragt man sich leicht, was Mark in dieser Geschichte erlebt. Und welche Rolle das Mädchen im Vordergrund spielt.

Fazit:  Mir hat “Verloren im All” deutlich besser gefallen als der Vorgänger. Endlich ist Mark kein Held mehr, sondern schlichtweg in der Ausbildung zum Raumfahrer. Sein erstes Abenteuer ist spannend, temporeich und das Teamwork unter den Freunden kommt angenehm unaufdringlich rüber. Wenn es so weitergeht, dann könnte ich mich mit der Serie doch noch anfreunden.

Captain Future (06) – Kein Erdenmensch mehr

Titel: Captain Future (06) – Kein Erdenmensch mehr / Verlag: Highscore Music / Spielzeit: ca. 73 min / Sprecher: Helmut Krauss, Hans-Jürgen Dittberner, Engelbert von Nordhausen, Wolfgang Völz, Jochen Schröder ua

cf06InhaltJohn Carey hat es geschafft. Er hat die Explosion seines Raumschiffs überlebt und schwebte jahrelang durch das Weltall. Nun, da er wieder auf Menschen gestoßen ist, muss er feststellen, dass sich alles, wofür er einmal egstanden hat, für die jetzigen Generationen geändert hat und nicht mehr existiert. Er ist ein lebendes Fossil, das sich auf der Erde nicht mehr zurechtfindet. Da kommt ihm die Aussicht mit Captain Future auf Reisen zu gehen, gerade recht. Er wusste nur nicht, dass sich sein Schicksal, so viele Jahre nach der Explosion seines Raumschiffes, endlich erfüllen sollte.


Als ich diese CD in den Player legte, war ich etwas in Sorge. Denn eigentlich bin ich seit Folge 2 aus der Serie raus. Zum Glück scheint man die Episoden dieser Reihe auch hören und verstehen zu können, wenn man nicht jede einzelne kennt. Die wichtigsten Charaktere hat man schließlich ohnehin präsent, wenn man Kind der 80er ist 😉
Für mich lässt sich diese Folge gut in zwei Teile aufteilen. Zunächst lernt man John Carey kennen, einen Menschen, der seit 1991 als im All verschollen galt. Er wird im Weltraum treibend von der Future-Crew aufgegriffen und muss erkennen, wie lange er “geschlafen” hat. Mir hat dieser Teil der Geschichte gut gefallen. Careys Entgeisterung und Schrecken kommen gut rüber, so dass er mir irgendwie ziemlich leid tat. Auch wenn ich selber es schon cool finden würde, in CFs Zeit “aufzuwachen”, so kann ich mir doch vorstellen, dass es für Carey ein Schock sein muss. Die Sichtweise auf das folgende Geschehen bleibt dann auch bei Carey. Er begleitet Captain Future und seine Leute auf einer Mission, bei der ein gewisser Mr. Lowther gestellt werden soll, der die Treibstoffversorgung übernommen hat und so die Raumfahrer ausnehmen will. Das klang anfangs ganz spannend und ich hatte mich auf ein recht fulminantes Finale gefreut. Das fiel dann allerdings ziemlcih dürftig aus und kam mir doch arg einfach vor. Und auch Lowther wirkte kaum bedrohlich. Wenn es nur immer so leicht wäre, solche Menschen dranzukriegen! Und wenn sie doch immer so naiv wären. Schade eigentlich, das hat mich ziemlich enttäuscht. Andererseits könnte man es auch so sehen, dass die Handlung bis dahin auch eher ruhig verläuft. Womöglich hätte ein lauteres Ende dazu nicht gepasst? Schwer zu sagen. Mir wäre es auf den Versuch angekommen.

Aushängeschild dieser Reihe ist es nachwievor, dass die Sprecher der TV-Serie aus den 80ern zu hören sind. Da kommen einem sofort Erinnerungen daran in den Kopf und einen Punkt Nostalgiebonus sichert die Reihe sich damit ebenfalls. Zwar hört man den Sprechern teilweise an, dass seither doch einige Jährchen in die Lande gezogen sind, doch der Leistung schadet das natürlich nicht. Diesen Stimmen lauscht man gerne, auch nach Jahren noch.  Engelbert von Nordhausen gibt einen angemessen grimmigen Mr. Lowther. Und Gordon Piedesack habe ich Careys Entsetzen und Verzweiflung ebenfalls sofort abgenommen.

Der Soundtrack sorgt natürlich ebenso für nostalgische Gefühle. Im Vergleich zu den Musiken, die andere SciFi-Hörspiele begleiten, mag sie wohl etwas sehr einfach wirken, aber für mich kommt dabei immer noch am schnellsten Science Fiction-Atmosphäre auf.

Das vertraute Covermotiv kommt dieses Mal mit einem rötlich-violett angehauchten Hintergrund daher. Diese dezente Abwechslung gefällt mir. So bleibt das Hauptaugenmerk auf das goldene F gerichtet. Deutlicher kann sich eine Serie kaum als solche zeigen.

Fazit:  Den Teil um Mr. Lowther hatte ich mir etwas spannender und am Ende spektakulärer gewünscht. Dafür konnte mich der Part um Carey überzeugen, der ohnehin eher mein Fall war. Somit hat die Folge bei mir einen recht positiven Eindruck hinterlassen.

Faust Jr. – Die Wissensdetektei (06) – Der einsame Astronaut

Titel: Faust Jr. – Die Wissensdetektei (06) – Der einsame Astronaut / Verlag: Igel Records / Spielzeit: ca. 72 min / Sprecher:

Inhalt: Bei Frank Fausts neuem Fall geht es um nichts Geringeres als um die Zukunft der bemannten Raumfahrt.
Nach dem Ende der Space-Shuttle-Ära ist ein harter Konkurrenzkampf entbrannt. Die entscheidende Frage: Wer bringt die Astronauten in Zukunft zur Internationalen Raumstation ISS: die russischen Sojus-Kapseln oder Raumschiffe von privaten Firmen? Faust findet sich zwischen den Fronten wieder: Wer steht auf seiner Seite? Und dann muss er sich auch noch sportlichen Herausforderung stellen! Er durchläuft das knallharte Trainingsprogramm für Astronauten: Kann er die Psycho-Tests bestehen? Findet er sich in der Schwerelosigkeit zu Recht?
Schließlich muss Faust ganz allein eine Entscheidung treffen und fühlt sich wie der einsamste Astronaut auf Erden.


Nach Fausts bisher sehr irdischen Abenteuern, verschlägt es ihn  dieses Mal beinahe ins Weltall. Im Bochumer Planetarium, erteilt ein Unbekannter ihm einen Auftrag. Die bemannte Raumfahrt steht auf dem Spiel und Faust soll dies verhindern. Undercover macht er sich an die Arbeit. Seine Nachforschungen führen ihn zum Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum, zur ESA, er wird als Pilot getestet und macht ein Astronautentraining mit. Dabei lernt man so ganz nebenbei eine ganze Menge über die Raumfahrt, die Arbeit der Experten dort und die Anforderungen, die an einen Astronauten gestellt werden. So mancher junger Hörer, der unbedingt Astronaut werden will, wird dabei gespannt und mit Staunen zuhören. Doch auch der Fall ist spannend. Wird Faust seinen Auftrag erfüllen können? Was hat sein alter Erzfeind damit zu tun? Und am Ende wird es dann richtiggehend dramatisch! Diese Mischung aus Lernen und Unterhaltung gelingt dieser Reihe mit jeder Folge wieder vortrefflich. Wie gewohnt, kommt auch der Humor nicht zu kurz. Nicht nur Faust mit seinen flapsigen Sprüchen und den bissigen Dialogen mit dem Erzähler sorgen für Heiterkeit, auch seine Nichte Luna hat es faustdick hinter den Ohren. Eine gute Portion Situationskomik fehlt ebenfalls nicht.

Neben Ingo Naujoks, Luna Jahrreiss in den Hauptrollen, und Bodo Primus als Erzähler, mischt in dieser Folge Jochen Malmsheimer mit. Er spricht Fausts Auftraggeber mit dunkler und geheimnisvoller Stimme, hat später aber auch einen ausgesprochen befehlsgewohnten Ton auf Lager. Dabei weiß man nie so ganz genau, ob man diesem Insider trauen kann. Bemerkenswert fand ich -mal wieder- die Passagen der Experten, die sich zwischen den Sprechern prima einfügen.

Musikalisch setzt man auf typische Science Fiction – Klänge, die sofort Weltraumflair aufkommen lassen. Es sind aber auch leisere Stücke zu hören, die die Spannung bestimmter Szenen zusätzlich unterstreichen. Gelacht habe ich über die Kirmesmusik als Faust seine Fahrt in der Zentrifuge absolviert. Zu schön! 😀 Eine ganze Reihe authentischer Geräusche runden den postitiven Eindruck in diesem Bereich schließlich ab.

Das Cover gewährt einen Blick ins All. Mit dem Astronauten, der Rakete und dem Satlliten sind wichtige Elemente der Geschichte zu sehen. Da kommt alleine beim Anschauen schon Weltraum-Stimmung auf.

Fazit: Es ist ganz egal, ob Faust auf der Erde ermittelt oder ins All geschossen wird, mit diesen Hörspielen macht Lernen einfach Spaß. Auch “Der einsame Astronaut” hat mir wieder sehr gut gefallen. Eine absolut stimmige Mischung aus Lernen, Spannung und Humor. Nicht nur ein Hörvergnügen für Kinder!

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