Wolf

Fünf Freunde (117) – …und der Wolf in den Highlands

Titel: Fünf Freunde (117) – …und der Wolf in den Highlands / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Jannik Endemann, Celine Fontanges, Reent Reins, Daniel Kirchberger ua

ff117Inhalt: Mit einer alten Schatzkarte im Gepäck reisen die Fünf Freunde nach Inverness, um dort die Sommerferien auf der Schaffarm von Onkel Quentins Cousin Edward zu verbringen. Sie können es kaum erwarten, sich auf die Suche nach einer geheimen Höhle zu machen, wo vor vielen Jahren ein echter Piratensäbel versteckt worden sein soll. Doch ein neugeborenes Lämmchen, ein zahmer Wolf und ein ziemlich hinterlistiger Plan sorgen dafür, dass ihr Ausflug in die schottischen Highlands zu einem so aufregenden Abenteuer wird, dass sie den Piratensäbel um ein Haar vergessen hätten.


Immer häufiger geht es in den Folgen dieser Reihe um Themen wie die Natur und / oder Tiere. Diese Gewohnheit setzt sich mit dieser Episode fort. Allerdings hat sie mit den Wölfen eine Thema als Kernpunkt, das mir persönlich wirklich sehr am Herzen liegt. Ich kann nämlich den Horror gewisser Menschen überhaupt nicht nachvollziehen angesichts der Rückkehr des Wolfs nach Deutschland.
Genau damit setzt sich die Geschichte auch klar auseinander. Da gibt es das eine Lager, das für die erneute Ansiedlung von Wölfen in den Highlands stark macht, aber eben auch das andere besorgte und änstliche Lager. Erfreulicherweise hat man dabei genau das richtige Maß gefunden. So wird sowohl auf die Gefahren eingegangen, die vom Wolf ausgehen, als auch auf die Möglichkeiten eines Zusammenlebens der Menschen und Tiere. Dabei wird nichts verharmlost und nicht beschönigt, sondern man orientiert sich an Tatsachen. Und gibt so speziell den jungen Hörer so manche wichtige Botschaft an die Hand.
Den Fall für die Freunde -rund um gewisse verschwundene Tiere- fand ich dieses Mal leider etwas zu leicht zu durchschauen, aber unterhaltsam und abwechslungsreich ist er allemal. Und hinter oben erwähnter Botschaft darf er für mich auch gerne mal ein bisschen zurückstehen.

Reent Reins hat mir als Kevin Dunbar hier am besten gefallen mit seiner leicht brummigen, aber keineswegs unsympathischen Stimme. Das passt so prima zu seiner Rolle. Celine Fontanges ist als Julie zu hören und vermittelt dem Hörer ein gutes Bild von der selbstbewussten und engagierten Tierschützerin. Joachim Kretzer blieb für mich neben den beiden leider etwas blass in seinem Part als Edward Haley.

Musikalisch und in Sachen Geräusche muss sich die Episode nichts vorwerfen lassen. Sie passt klanglich einwandfrei in die Reihe und lässt so schnell die nötige Stimmung aufkommen.

Auf dem Cover ist neben den Freunden natürlich auch der Wolf zu sehen. Die nächtliche Szene gefällt mir gut. Sie wirkt durchaus ein wenig gefährlich, was sofort auf eine spannende Geschichte hoffen lässt. Der Folge liegt eine Infobroschüre rund um den Wolf bei. Darin erhält man Informationen, einige schöne Bilder und auch ein Rätsel zum Wolf.

Fazit:  Der Fall für die Freunde bleibt ein wenig hinter der Aufklärungsarbeit zurück, den diese Geschichte zum Thema Wolf leistet. Für mich geht das so völlig in Ordnung, da ich absolut „pro Wolf“ bin und es immer gut finde, wenn jemand oder etwas zweifelnden Menschen Informationen an die Hand gibt. Und das gelingt dieser Folge auf ganzer Linie.

 

Gruselkabinett (107) – Der weiße Wolf von Kostopchin

Titel: Gruselkabinett (107) – Der weiße Wolf von Kostopchin / Verlag: Titania Medien / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Anja Kruse, Hans Bayer, Pascal Breuer ua

gk107Inhalt: In den Karpaten 1845: Im Grenzland zwischen Polen und Russland sind die Winter hart, bitterkalt, schneereich und lang. Manche Geschöpfe der Nacht wissen dies geschickt für ihre Zwecke zu nutzen.


Ich bleibe meiner „Tradition“ treu: Rezis zum „Gruselkabinett“ gibt es fast immer in falscher Reihenfolge. Aber erstens langweilt mich Folge 106 noch dermaßen, dass ich sie nie bis zum Ende durchhalte, und zweitens fällt das durch die Altlasten kaum auf, die ich durch meine Schlamperei 2015 habe aufkommen lassen.
Der weiße wolf aus dem Ort mit dem unaussprechlichen Namen hat mich ganz gut unterhalten. Ich habe ihn direkt noch ein paar mal mehr angehört als üblich. Das will bei dieser Reihe schon etwas heißen. Dabei ist die Story nicht gerade der große Wurf. Sie ist mir in erster Linie viel zu durchschaubar und vorhersehbar. Es ist nie ein Geheimnis, was mit der seltsamen Frau nicht stimmt. Das geht natürlich irgendwo zu Lasten der Spannung. Und unheimlich oder gar gruselig geht es nicht eine Minute kang zu.
Und trotzdem, die Geschichte lebt ganz gut von ihrer Atmosphäre, die durch das Geschehen wabert. Und vom Flair des russischen Hauses und des Landstrichs, in dem es steht. Und nicht zuletzt von dem sympathischen, leicht kauzigen Hausdiener, den ich sofort ins Herz geschlossen habe.
Obendrein war ich auch vom Finale mehr als angetan. Da wird plötzlich jemand in den Mittelpunkt gerückt, den man bis dahin noch nicht mal wirklich als Nebenfigur hätte bezeichnen können. Doch ist er es, der das Problem letztlich löst. Auf eine Weise, die ganz nach meinem Geschmack war.

Meine Lieblingsfigur -der Diener- wird von Hans Bayer gesprochen. Seine markante Stimme hat mir sehr gut gefallen. Er kommt eine Spur brummig rüber, dabei aber super sympathisch. Pascal Breuer weiß in der Rolle des Pawel Sergejewitsch ebenfalls zu überzeugen. Es ist beeindruckend, wie freundlich er in einem Moment klingt und wie herrisch und aggressiv in der nächsten Szene. Von Anja Kruse hätte ich mir -bei allem Verständnis für ihre geheimnisvolle Rolle- wenigstens hin und wieder etwas mehr Schwung gewünscht.

Die Musik hält sich hier sehr zurück. Es sind leise, stimmungsvolle Stücke zu hören, die der Atmosphäre allgemein sehr zuträglich sind. Meiner Ansicht nach ist dies auch die einzige Untermalung, die zu dieser Geschichte passt. Denn auch inhaltlich gibt es kein lautes Getöse oder lautstark dramatische Szenen. Die Geräuschkulisse ist wie üblich einwandfrei, da fehlt es an nichts.

Das Covermotiv ist genau mein Fall. Kein Wunder bei dem schönen, weißen Wolf. Mit der winterlichen Waldszenerie und den flüchtenden Menschen fasst das Cover nahezu alles zusammen, was die Story ausmacht.

Fazit: Spannend, nein. Unheimlich oder gar gruselig, nein. Aber stimmungsvoll, unterhaltsam und mit einem -für meinen Geschmack- großartigen Finale. Ich bin ganz zufrieden damit soweit.

Isegrim (Antje Babendererde / Carla Swiderski, Berd Stephan)

Titel: Isegrim / Verlag: Goya Libre / Spielzeit: ca. 290 min / Buch: Antje Babendererde / gelesen von: Carla Swiderski, Bernd Stephan ua

isegrimInhalt: Der Wald ist Jolas Zuflucht. Seit sie ein kleines Mädchen ist, kennt sie hier jeden Winkel, jeden Baum, jedes Tier. Doch in der letzten Zeit gehen Veränderungen im Wald vor sich. Irgendetwas oder irgendjemand treibt hier sein Unwesen, beobachtet sie, folgt ihr. Als Jola auf einen fremden Jungen trifft, der sie seltsam fasziniert, scheint das Rätsel gelöst. Sie ahnt nicht, welches düstere Geheimnis der Wald noch hütet, und dass alle Fäden bei einem furchtbaren Verbrechen zusammenlaufen, das Jola seit fünf Jahren zu vergessen versucht.


Dieses Hörbuch hatte mich mit seinem Cover im Nu am Haken. Ich mag Wölfe sehr gerne! Entsprechend neugierig war ich auf diese Geschichte, bei der ich vermutete, sie könne vielleicht in Richtung Fantasy gehen. Es muss an dem Fabelnamen „Isegrim“ gelegen haben. Das vermutet man wohl schnell etwas Phantastisches.
Das stellte sich schnell als Irrtum heraus, worüber ich aber nicht allzu enttäuscht war. So ein großer Fantasy-Fan bin ich nicht.
Was aber genau will diese Geschichte sein? Ich kann es nicht sagen, dafür ist sie zu sehr vollgestopft mit den verschiedensten Elementen. Sie ist ein wenig Liebesgeschichte, ein wenig dörflicher Krimi, ein wenig ein Blick in die Vergangenheit Deutschlands, ein wenig ein Aufrütteln was das Wissen der Menschen um den Wolf anbetrifft, ein wenig Familiendrama und auch ein wenig eine Liebeserklärung an den Wald. Und das sind nur ein paar Dinge, die in „Isegrim“ eine Rolle spielen. Der Wolf selber nimmt dabei leider nur einen sehr kleinen Teil ein, und ist nur für einen Bruchteil der Geschichte der Aufhänger. Dass ausgerechnet er den Titel der Hörbuchs einnimmt, kommt mir da schon seltsam vor. Vor allem leitet es einen in die Irre. Ich habe immer gewartet, dass der Wolf bald eine größere Rolle spielt, doch sein Part lief ziemliche am Rande ab.
Erschwerend kam noch hinzu, dass ich mich mit Jola kaum anfreunden konnte. Ihre innige Liebe zum Wald fand ich schon gewöhnungsbedürftig. Natürlich ist ein Wald schön, aber so vernarrt darin zu sein? Ich weiß ja nicht. Vielleicht bin ich dazu zu wenig Naturbursche, das kann gut sein. Und wie Jola sich ihrem Freund Kai gegenüber aufführt, das fand ich ebenfalls ziemlich daneben. Statt ihm gleich zu sagen, was Sache ist, da drückt sie sich ewig drum herum und Kai, der arme Kerl, weiß gar nicht, was er noch von Jola denken soll. Dabei gibt er sich redlich Mühe und sieht ihr Vieles nach, bei dem andere Typen sie längst in die Wüste geschickt hätten.

Drei Sprecher sind in diesem Hörbuch zu hören. Der kleinste Teil kommt Berd Stepahn zu, der zwischen den einzelnen Kapiteln immer mal wieder mit einem Kinderreim oder Kinderlied zu hören ist, das er mit tiefer, unheimlicher Stimme vorträgt. Jona Mues hat da schon mehr zu tun, dafür darf man bei ihm rätseln, wem man da zuhört, denn das wird nicht deutlich. Dazu schlägt er einen ruhigen Ton an. Den größten Teil trägt Carla Swiderski vor. Ihre Stimme hat mir gefallen, aber sie hätte ruhig eine gute Spur jugendlicher klingen dürfen. Jola ist schließlich siebzehn Jahre alt! Außerdem -Umgangssprache hin oder her- heißt es auseinander, nicht aussenander, genau wie es nicht mittenander heißt, sondern miteinander. Das ist mir hier unangenehm aufgefallen. Genau wie der eine oder andere Fehler beim Lesen. So heißt es zB einmal, Jola bliebe mit einem rechten Fuß hängen. Wie viele rechte Füße hat das arme Mädchen denn?

Das Covermotiv gefällt mir immer noch. Diese Silhouette eines heulenden Wolfs mit den Waldelementen darin. Es ist ziemlich schlicht, aber eben einfach schön.

Fazit:  Mir war die Geschichte zu vollgepackt mit verschiedenen Themen, sodass ich gar nicht genau weiß, welche Art Geschichte sie nun sein will bzw sein soll. Außerdem hatte ich mit Jolas Vorlieben und ihrem Verhalten oft meine Schwierigkeiten, wodurch es mir schwer fiel, mich mit ihr anzufreunden.

MIG 2 – Men in Red

Titel: MIG 2 – Men in Red / Verlag: Wolfy Office / Spielzeit: ca. 52 min / Sprecher: Tommi Piper, Michael Grumptmann, Joschi Hajek ua

mig2Inhalt: Seit Jahrhunderten verlassen sich die Menschen auf der ganzen Welt darauf, dass jedes Jahr der Weihnachtsmann die artigen Kinder beschenkt. Jedes Jahr steigt er auf seinen Schlitten und verteilt unter jedem Weihnachtsbaum die Geschenke für die Kinder immer pünktlich, damit jedes Kind auf der Welt an Heiligabend oder am ersten Weihnachtsfeiertag seine Geschenke öffnen kann. Doch nicht dieses Mal. Der Weihnachtsmann leidet nicht nur unter der Kunstbutterkrise, sondern hat auch noch einen Unfall mit Folgen! Bewusstlos im Krankenbett liegend ist für Knecht Ruprecht klar, es muss Ersatz her! Doch wer kann den Weihnachtsmann vertreten? Und wer traut es sich zu, diesen Job überhaupt zu übernehmen? Da können nur noch die Men in Green helfen, eine geheime Gruppe im Herzen Underworlds. Doch können sie mit Hilfe des kleinen grünen Lykaners Wolfy das Weihnachtsfest noch retten?


Ich weiß, Weihnachten ist längst vorbei, aber bei diesem Hörspiel muss man gleich aus mehreren Gründen ganz stark sein. Da kommt es auf diesen kleinen Zeitsprung nun wirklich nicht weiter an.
Natürlich sind alle Geschichten Geschmackssache. Immer und überall! Aber diese hier ganz besonders. Dabei ist die Idee gar nicht mal so verkehrt. Der Weihnachtsmann reicht den Gelben Schein ein und nun muss man in der phantastischen Welt um ihn herum zusehen, wie man Weihnachten noch retten kann. Dabei geht es turbulent bis chaotisch zu und langweilig wird es auch nicht wirklich. Da hätte etwas draus werden können, da bin ich sicher!
Aber dann kam das, was man bei den Machern scheinbar unter Humor versteht, und damit war der Untergang des Hörspiels -zumindest für mich- im Nullkommanix besiegelt. Humor ist eine Sache, Albernheit eine ganz andere, und gegen die habe ich ganz gewaltig etwas!
Ich konnte weder über die Agenten 1 bis 666 lachen, noch über den obercoolen Wolfy auf seiner Weihnachtsmission oder die meckernden Schafen mit ihrem Hang zu rauhen Sitten. Die Vorstellung eines grünen Wolfs amüsiert mich ebenso wenig wie „Schwarzeneggers Auftritt“, bei dem ich mich regelrecht fremdgeschämt habe. Ich bin echt kein Arnie-Fan, aber sowas muss nicht sein. Ich könnte noch ewig weiter so unlustige Elemente aufzählen, aber ich will es mal bei diesen paar Punkten belassen. So ziemlich alles an dieser Story ist so dermaßen überzogen, dass man eigentlich nur den Kopf schütteln kann, und der berühmte Rote Faden bleibt dabei auch nicht immer in Sichtweite.

Bei den Sprechern fuhr das Hörspiel einen kleinen Pluspunkt bei mir ein. Tommi Piper -ALF- ist in der Rolle des Knecht Ruprecht zu hören. Ich mag seine Stimme einfach und der rauhe Klang und Ton passt auch ganz gut zu dieser Figur. Auch Erzähler Michael Grumptmann macht seinen Job ganz ordentlich. Was die übrigen Sprecher angeht -und da gibt es eine ganze Mannschaft- lohnt es sich nicht, jemanden speziell hervorzuheben. Oder doch! Den kleinen Jungen unter dem Weihnachtsbaum! Gesprochen von Damian Raphahn (?)! Andererseits lässt es tief blicken, dass ein Kindersprecher den Großen so leicht den Rang abläuft.

Es sorgt bei mir ebenfalls nicht für Heiterkeit, wenn ich beim Hören alle naselang am Lautstärkeregler hantieren muss. Manche Szene ist so leise, dass man lauter drehen muss um sie zu verstehen, andere brüllen einen daraufhin geradezu an. Musik bekommt man -falls ich es nicht schon verdrängt habe- so gut wie gar nicht zu hören. Stattdessen setzt man während der Handlung auf schrille, cartoonige Geräusche. Das Intro, das eine spannende und dramatische Story verspricht, wirkt dagegen geradezu exotisch. Aber die rockige Version von „Jingle Bells“ am Schluss, die mochte ich.

Das Cover geht in Ordnung. Einfach weil mir keine Szene aus dem Hörspiel einfällt, die sich als Motiv lohnen würde. Rot-weiß wirkt es einigermaßen weihnachtlich und das Schlittengespann ist ganz niedlich. Um im Schriftzug den Wolf zu erkennen, muss man schon sehr, sehr gut hinschauen.

Fazit:  Die Idee der Geschichte ist nicht übel, was daraus gemacht wurde allerdings schon. Selten so viele Albernheiten am Stück gehört. Es mag Leute geben, die diese Art „Humor“ teilen, aber ich gehöre klar nicht dazu. Die Sprecher bekleckern sich größtenteils auch nicht gerade mit Ruhm und die unstete Lautstärke nervt obendrein.

Mord in Serie (02) – Wolfsnacht

Titel: Mord in Serie (02) – Wolfsnacht / Verlag: Contendo Media / Spielzeit:  ca. 60 min / Sprecher: Annina Braunmiller, Claudia Urbschat-Mingues, Tilo Schmitz ua

Inhalt: Eine geklaute Luxuslimousine wird den beiden Ausreißern Daniel und Aylin zum Verhängnis. Im Kofferraum finden sie eine gefährliche Fracht, nach der die Polizei schon seit Stunden fieberhaft sucht. Daniel wittert das große Geld zbd gibt sich als skrupelloser Erpresser aus. Doch er hat nicht mit dem Überlebenswillen der Fracht gerechnet. Was niemand ahnt, der echte Verbrecher ist ihnen bereits dicht auf den Fersen und kann keine Zeugen brauchen. Als aus den Schatten das bedrohliche Knurren eines Wolfes ertönt, kommt es in den Wäldern an der deutsch-dänischen Grenze zu einem dramatischen Kampf auf Leben und Tod.


Es gibt so Tage, da geht einfach alles schief was nur schief gehen kann. Das müssen die beiden Außreißer Daniel und Aylin in dieser Folge auf die ganz harte Tour lernen. Dabei beginnt das Verhängnis vergleichsweise harmlos mit dem gestohlenen Wagen. Doch damit beginnt der große Ärger erst…
Ich muss ja zugeben, dass mich die Geschichte ganz schön zum Schmunzeln gebracht hat. Alleine die Vostellung, was da alles auf die beiden einprasselt, mit welchen Schwierigkeiten sie plötzlich zu kämpfen haben und welchen Gefahren sie sich ausgesetzt fühlen, das geht auf keine Kuhhaut. Mir taten sie sehr bald ganz schön leid. Aber solche Wendungen und neue Entwicklungen halten einen natürlich auch neugierig und so bin ich der Geschichte zwar amüsiert, aber auch gespannt gefolgt. Immer der Frage hinterher, was Daniel und Aylin noch erwartet und wie sich das turbulente und gefährliche Geschehen später auflösen wird. Wirklich überrascht hat mich die Auflösung dann zwar nicht, aber ich habe doch auf eine unterhaltsame Hörspielstunde zurückgeblickt.

In den beiden Hauptrollen Daniel und Aylin sind Johannes Raspe und Annina Braunmiller zu hören. Beide haben mir ein gutes Bild der jungen Leute vermittelt und waren mir so seit Anfang an symapthisch. Doch gewisse Umstände ändern einen Menschen und so klingen sie später mitunter gar nicht mehr so sympathisch. Eine schöne Wandlung. Claudia Urbaschat-Mingues übernimmt den Part der widerspenstigen Kofferraum-Fracht Katja Marquardt und hat mir in der Rolle prima gefallen. Sie lässt sie Millinoärsgattin zwar ein wenig arrogant klingen, gibt ihr aber auch einen sehr resolutenTon.

Die Untermalung zeigt sich erfreulich abwechslungsreich. Da gibt es leise, bedrohliche Stücke zu hören, die die Spannung anspornen, dann und wann klingt es aber auch mal lauter aus den Boxen, so dass man sich auch mal erschreckt. Eine feine Mischung für einen Thriller. Ein großes Lob gilt dem Bonustrack „Sleepy Angels“, den man teilweise während der Geschichte zu hören bekommt, der sich als letzter Track aber auch komplett auf der CD befindet. Ein schönes und stimmungsvolles Stück.

Bisher mein Lieblingscover der Serie. Ich mag Wölfe! Und dieses Exemplar schaut wunderbar finster aus dem Pelz. Schön düster ist es auch. Hinter der CD kann man ebenfalls einen Wolf finden, der den Mondanheult. Und auch im Booklet hat man den Hintergrund dem Schauplatz im Wald angepasst.

Fazit:  Eine abwechslungsreiche und spannende Geschichte, in der bis zum Ende etwas los ist. In meiner Top-3 der ersten Folgen belegt diese Folge Platz 1.

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