Yoda

Yoda ich bin! Alles ich weiß! (Tom Angleberger / Maximilian Artajo u.a.)

Titel: Yoda ich bin! Alles ich weiß! / Verlag: Lübbe Audio / Spielzeit: ca. 124 min / Buch: Tom Angleberger / gelesen von: Maximilian Artajo, Patrick Mölleken, Maximiliane Häcker u.a.

Inhalt: Dwight gibt seinen Mitschülern plötzlich verblüffend kluge Ratschläge. Er kann das, weil er eine Yoda-Fingerpuppe aus Papier gebastelt hat. Mit der rennt er jetzt durch die Schule – und diese altkluge Origami-Figur berät die Schüler von nun an in allerlei Fragen: Wann steht der nächsten Test an? Und wer hat die Shakespeare-Figur gestohlen? Plötzlich glauben einige an Origami-Yoda, andere meinen, es sei nur ein Stück Papier. Bald ist klar: Wer die Puppe hat, hat die Macht. Aber ein Kind will die Wahrheit herausfinden …


Benkanntermaßen bin ich wirklich kein „Star Wars“-Fan. Entsprechend skeptisch bin ich an dieses Hörbuch herangegangen. Allerdings klang für mich der Inhalt doch recht interessant und vor allem nicht danach, als müsse man sich im „Star Wars“-Universum auskennen. Das trifft soweit auch zu. Meister Yoda kenne selbst ich, seine verschrobene Redeweise entsprechend ebenfalls. Und die Handlung hat mit „Star Wars“ tatsächlich nichts zu tun, von der Yoda-Puppe abgesehen. Allerdings hat sich mit der Sinn der Story nicht erschlossen. Da ist also ein Außenseiter, der eine Yoda-Fingerpuppe hat, welche allen Kids schlaue Ratschläge gibt. Ja, und? Es ist zwar ganz unterhaltsam anzuhören, wie die Kids in einzelnen Kapiteln von ihren Erlebnissen mit „Yoda“ berichten, aber von Handlung kann da nicht die Rede sein. Auch, dass eines der Kinder der Sache auf den Grund gehen will, stellt sich so richtig erst auf den letzten paar Kapiteln heraus. Spannung irgendwelcher Art kommt zuvor also auch nicht auf, obwohl man es mit Recht hätte erwarten dürfen. Und das Ende kommt dann holterdipolter daher mit einer Auflösung, die den langen Vorlauf mit den zahlreichen Berichten nicht wirklich gebraucht hätte.

Neun junge Sprecher sind bei diesem Hörbuch am Werke. Das passt sehr gut, denn auch die Charaktere der Geschichte sind Kinder bzw Jugendliche. Das wirkt so also sehr glaubhaft. Zudem lockern die verschiedenen Sprecher das Hörbuch auch prima auf. So bleibt es abwechslungsreich und man kann die Geschichte gut in einem Rutsch hören. Allerdings gibt es neben wirklich schon guten Sprechern wie Maximilian Artajo und Patrick Mölleken auch solche, die hörbar noch nicht so viel Erfahrung haben. Da klingt mancher schon mal ein wenig hölzern und abgelesen.

Ohne mich auf dem Gebiet nennenswert auszukennen, vermute ich, dass die eingesetzten Musikstücke und Geräusche sich mindestens an die Klänge von „Star Wars“ anlehnen. So wird man mit dem Hörbuch der Verbindung zu dieser Saga gerecht. Außerdem lockern auch die Geräusche und Musikstücke die Lesung auf, was der Geschichte nur gut tut.

Beim Covermotiv muss man schon einmal mehr hinschauen um die erkennen, was man da sieht. Ich jedenfalls habe es nicht sofort erkannt. Mit dem kräftigen Grün fällt die CD im Regal auf jeden Fall sofort auf.

Fazit:   Die Idee der Geschichte ist nicht schlecht und sie ist auch ganz unterhaltsam anzuhören. Ich hätte mir allerdings eine andere Aufteilung gewünscht, und ein wenig Spannung wäre auch nicht schlecht gewesen. So plätschert die Story mehr vor sich hin, als dass sie wirklich Interesse weckt.

Star Wars – The Clone Wars (02) – Der Schatten der Malevolence / Die Zerstörung der Malevolence

Titel:  Star Wars – The Clone Wars (02) – Der Schatten der Malevolence / Die Zerstörung der Malevolence / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 45 min / Sprecher: Uli Krohm, Philip Moog, Klaus Sonnenschein, Norbert Gescher u.a.

Der Schatten der Malevolence

Nur die, die nicht durch ihr Selbst geblendet sind, erkennen den Pfad zur Weisheit.
Das separatistische Schlachtschiff Malevolence, eine tödliche Waffe der Separatisten, rückt ohne Gegenwehr immer weiter in Gebiete der Republik vor und zerstört jedes Schiff, das sich ihm in den Weg stellt. Anakin Skywalker bereitet sich auf einen Gegenangriff auf das feindliche Schiff und seinen teuflischen Droiden-Kommandanten General Grievous vor.

Die Zerstörung der Malevolence

Ein Plan ist immer nur so gut, wie die, die ihn ausführen.
Grievous tritt den Rückzug an! Einer Kampftruppe der Republik gelang es, die Malevolence lahmzulegen und dessen Ionenkanone zu deaktivieren. Bei diesem Angriff wurde auch der Hyperantrieb zerstört, sodass sich Grievous und seine Schergen nicht mehr in den Hyperraum retten können. Eine republikanische Sternzerstörerflotte, unter Führung von Jedi-Meister Obi-Wan, versucht diese Schwäche des Gegners zu nutzen …


Und schon geht es weiter mit zwei weiteren Folgen der neuen Hörspiel-Serie von Folgenreich, die das Geschehen der TV-Animationsserie zu Gehör bringt. Die Episoden dieser CD schließen unmittelbar an denen der ersten CD an und setzen die Handlung actionreich fort. Anakin Skywalkers Angriff auf das gegnerische Schiff steht im Mittelpunkt von „Der Schatten der Malevolence“, was bei Fans der Reihe sicher für Spannung sorgen wird, für Nichtkundige wie mich aber immerhin ganz kurzweilig anzuhören ist. In „Die Zerstörung der Malvolence“ steht ein Charakter im Mittelpunkt, den ich zumindest dem Namen nach kannte, Obi-Wan Kenobi. Die Reihe spielt in Zeiten des Krieges, da hat es niemand leicht, auch Obi-Wan nicht. So wird Fans auch hier eine Portion Spannung geboten, und unterhaltsam geht es ebenfalls zu. Das liegt vor allem daran, dass es dann und wann auch mal etwas humorig zugeht, was mir das Hören sehr erleichtert hat.

Auf der Sprecherliste tummeln sich Namen, die hörspielbegeisterten Leuten ein Glänzen in die Augen zaubern werden. Das ist auch gut so, denn ohne solch namhafte Stimmen würden diese O-Ton-Hörspiele kaum funktionieren. Als Obi-Wan Kenobi ist Philip Moog zu hören, der das unstete Wesen dieses Charakters überzeugend rüberbringt. Wanja Gerick leiht Anakin Skywalker seine Stimme, die vordergründig zwar sympathisch klingt, in der aber immer auch eine gewisse Bedrohung und Düsternis mitschwingt.

Der Untermalung und der Geräuschkulisse hört man die TV-Herkunft klar an, aber wenigstens klingt sie nicht so übertrieben wie es bei Animations-Serien oft der Fall ist. So ist für eine ordentliche Weltraum-Atmosphäre gesorgt und das Geschehen wird so anschaulich gemacht, dass man sich inmitten des Krieges versetzt fühlt.

Auf dem Cover haben sich Anakin Sykwalker und Ahsoka Tano in kämpferische Pose geworfen, selbstverständlich mit den berühmten Lichtschwertern. Vom Stil her ist man dem der Animations-Reihe treu geblieben, was für O-Ton-Hörspiele passend ist. Im Booklet trifft man noch weitere Charaktere an. Übrigens hätte ich mir für die CDs selber eine andere Gestaltung gewünscht als diesen Neon-Look. Der passt zu „Jack Slaughter“, aber bei „Clone Wars“ ist er fehl am Platze.

Fazit: Es gilt auch weiterhin: Fans werden ihren Spass an den Hörspielen haben. Allen, die meinen, die Serie könnte ihnen einen Einstieg ins „Star Wars“-Universum ermöglichen, sei dringend abgeraten. Sie werden hoffnungslos verloren sein.

Star Wars – The Clone Wars (01) – Der Hinterhalt / Der Angriff der Malevolence

Titel:  Star Wars – The Clone Wars(01) – Der Hinterhalt / Der Angriff der Malevolence / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 45 min / Sprecher: Uli Krohm, Claudia Urbschat-Mingues, Philip Moog, Klaus Sonnenschein u.a.

Der HinterhaltGroße Führungsqualität ruft auch in Anderen Größe hervor. Es ist eine unruhige Zeit in einer vom Krieg geteilten Galaxis. Republik und Separatisten buhlen um die Gunst neutraler Planeten, die sich für eine Seite entscheiden müssen … oder Gefahr laufen, besetzt zu werden. Auch das Toydaria-System ist betroffen. Die Republik möchte hier eine Versorgungsbasis errichten. Aus diesem Grund ist Jedi-Meister Yoda auf dem Weg zu geheimen Verhandlungsgesprächen mit König Katuunko auf dem Mond Rugosa. Doch Count Dooku und seine Abgesandte Asajj Ventress scheinen ihm zuvorgekommen zu sein …

Der Angriff der MalevolenceGlaube ist keine Frage der Wahl, sondern der Überzeugung. Die Klonflotte steht unter Beschuss. Dutzende republikanischer Kriegsschiffe sind gnadenlosen Überraschungsangriffen zum Opfer gefallen. Gerüchte über eine neue Waffe der Separatisten mehren sich. Angesichts der wachsenden Bedrohung entsendet der Rat der Jedi-Meister Plo Koon, um diese schreckliche Waffe aufzuspüren und zu vernichten.


Die „Star Wars“-Saga hat seit Jahren ihre Fan-Gemeinde. Diese Fans wird es also sicher freuen, dass es „The Clone Wars“ bei Folgenreich nun ins Hörspiel-Format geschafft hat. Bei den Hörspielen handelt es sich um Mitschnitte der entsprechenden Animationsserie. Mich haben die Hörspiele kalt erwischt, denn „Star Wars“ ist absolut nicht meine Baustelle. Entsprechend überfordert war ich auch von der ersten Folge, denn hier werden gute Kenntnisse der Episoden II und II vorausgesetzt. Erklärungen gibt es so gut wie keine, dabei hat Erzähler Uli Krohm ohnehin alle „Hände“ voll zu tun, da wäre es auf den einen oder anderen Hinweis kaum angekommen. Wer aus „Star Wars“ also kaum mehr als ein paar Namen kennt, der muss bei diesen Hörspielen das akzeptieren, was er zu hören bekommt. Und was bekommt er zu hören? Zwei Geschichten mitten im Krieg, die Einblicke in die Politik geben, und die ballernd zu Gehör bringen, wie Politik im „Star Wars“-Universum offenbar funktioniert und umgesetzt wird. Für Kenner sicher eine spannende Angelegenheit. Für Quereinsteiger für mich in erster Linie verwirrend.

Wie schon erwähnt ist Uli Krohm als Erzähler zu hören und er kommt zwar einerseits viel zu oft zum Einsatz, andererseits geht es ohne ihn nicht, denn immerhin muss er schildern, was man sonst im TV sieht, im Hörspiel aber eben nicht. Bemerkenswert finde ich es, wie leicht ihm die oft sehr kruden Namen der Charaktere über die Lippen gehen. Meister Yoda bekommt seine Stimme und seine urige Redeweise von Tobias Meister geliehen, den ich hinter dieser Rolle niemals vermutet hätte, der mir aber diese Hörspiele zumindest eine Spur sympathisch gemacht hat.
Claudia Urbschat-Mingues beweist als Asajj Ventress, dass sie auch in bösen Rollen glänzen kann. Weitere Sprecher sind u.A. Wanja Gerick, Philip Moog, Erich Räuker und Friedhelm Ptok.

Die Untermalung sorgt für das nötige Weltraum-Flair und die „Star Wars“-Atmosphäre und ergänzt sich gut mit der Geräuschkulisse. Die besteht in erster Linie in Kampfgeräuschen und klingt oft wie ein Computerspiel. Trotzdem, die Kombination macht das Geschehen vorstellbar.

Eine Hörspielserie nach einer TV-Reihe, da bietet sich der Stil der Animations-Reihe auch für die Gestaltung von Cover und Booklet an. Meister Yoda sieht einem kampfbereit vom Cover an, im Booklet sind noch weitere Gestalten mit Bild und Bezeichnung aufgeführt.

Fazit: Allenfalls für Fans und Kenner eine Empfehlung. Auf alle anderen dürften die beiden Folgen auf dieser CD nur verwirrend wirken.

 

reziratte.de © 2014 Frontier Theme