Zauberer

Skulduggery Pleasant (01) – Der Gentleman mit der Feuerhand (Derek Landy)

Er ist kein gewöhnlicher Detektiv. Er ist Zauberer und Meister der kleinen schmutzigen Tricks, und wenn die Umstände es erfordern, nimmt er es mit dem Gesetz nicht so genau. Er ist ein echter Gentleman. Und … er ist ein Skelett. Als Stephanie Skulduggery Pleasant das erste Mal sieht, ahnt sie noch nicht, dass sie ausgerechnet mit ihm eines ihrer größten Abenteuer erleben wird. Denn um den mysteriösen Tod ihres Onkels aufzuklären, muss sie ihn in eine Welt voller Magie begleiten – eine Welt, in der mächtige Zauberer gegeneinander kämpfen, Legenden plötzlich zu Leben erwachen und in der das Böse schon auf Stephanie wartet.

Diesen ersten Band habe ich bereits vor Jahren einmal gelesen, die Reihe dann aber als Hörbuch weiterverfolgt. Die Bücher habe ich dennoch weiterhin gekauft und nun plane ich, die Reihe nach und nach auch zu lesen. Seit geraumer Zeit bin ich für Fantasy allerdings kaum bis gar nicht mehr zu begeistern, von daher könnte das Unternehmen durchaus scheitern. Wir werden sehen.
Mit diesem ersten Teil und mir lief es aber erstmal ganz gut. Ich mag auch einfach so Vieles an der Serie. Ich finde die Idee mit dem Skelett super genial und Pleasants Humor ist genau mein Fall. Somit habe ich mich mit ihm schnell angefreundet. Mit Stephanie bin ich auch am Ende dieses Buches noch nicht so richtig gut Freund. Sie wirkt mir für eine Zwölfjährige zu erwachsen, zu abgeklärt bis überheblich und ist mir für ein Mädchen diesen Alters auch eine ganze Ecke zu mutig, taff und zu talentiert in einigen Dingen.
Wiederum muss ich zugeben, so eine typische Zwölfjährige hätte Pleasant an seiner Seite auch beim besten Willen nicht brauchen können. Denn es geht durchaus rund in der magischen Welt. Ein bereits ausgeschaltet geglaubter, böser Magier drängt zurück in die Welt und an die Herrschaft darüber. Er hat nicht weniger im Sinn, als die nutzlose Menschheit auszurotten. Und dabei geht er auch häufig gerne mal über Leichen. Das ist hier wörtlich zu nehmen, es gibt mehr als einen Toten in diesem ersten Band. Da ist eine Einstufung der Leserschaft ab zwölf Jahren schon ziemlich gewagt, wie ich finde. Genau das mag ich aber auch so gerne: wenn Jugendbücher sich so etwas Gewagtes trauen.
Auch Pleasant ist nicht gerade zimperlich bei seinen Unternehmungen, jedoch hat das bei ihm halt irgendwie einen gewissen Charme, und nie trifft es bei ihm unbeteiligte, unschuldige Menschen. Da kann man seinem Einsatz in so mancher deftigen Prügelei also kaum übelnehmen. Und man sorgt sich halt schnell auch um ihn, denn zum Glück ist er kein Held, der immer am längeren Hebel sitzt. Zumindest vorübergehend kann man ihm durchaus mal schaden. Das macht seine Figur glaubhafter. Soweit man das bei einem Skelettdetektiv überhaupt sagen kann.
Die Geschichte ist spannend, jedes Kapitel hat für sich schon einen kleinen Höhepunkt, und es geht rasant und actionreich zur Sache. Langeweile hat da rein inhaltlich keine Chance. Während man mit Pleasant, seinen Verbündeten und Stephanie mitfiebert, wenn sie ermitteln oder eben auch handfest kämpfen, fragt man sich gleichzeitig auch, was mal aus Stephanie werden wird. Ob sie es schaffen kann, halb in der realen, halb in der magischen Welt zu leben. Vor allem, weil ihr in beiden häufig nach dem Leben getrachtet wird.
Zuletzt mag ich an der Story (und der ganzen Reihe) einfach, wie einfallsreich und unverbraucht so viele Ideen daran sind. Obwohl es um Zauberer geht, kam mir nie “Harry Potter” in den Sinn. Die Zauberer in Pleasants Gefolge und bei seinen Gegnern sind deutlich anders erdacht. Zum Glück -denn ich kann der Reihe gar nichts abgewinnen- kommt auch nie eine “Herr der Ringe”-Stimmung auf. Dafür spielt Pleasants Reihe viel zu sehr in der realen Welt, was mir immer einen Pluspunkt wer ist. Sämtliche Figuren sind, auch wenn es zig Magier in der Literatur gibt, eben so ganz anders und deshalb so besonders. Und auch die Figuren nebenher, wie Vampire, die Hohlen oder der Troll sind von ihrer Art, ihren Eigenschaften und dem Aussehen her schön weit weg von den gängigen Vertretern ihrer Art. Phantasie hat Derek Landy defenitiv massig, und das zum Glück!
Ach so, ich hab den Humor vergessen. Denn nicht nur Pleasants Sprüche sind oft zum Totlachen, auch zahlreiche Formulierungen haben mich zum Grinsen und Lachen gebracht.

Ich habe das Buch in drei Etappen gelesen, was bei 344 Seiten auch kein Problem war. Die Kapitel haben genau die richtige Länge, sind weder zu kurz, noch zu lang und haben sehr einladende Titel. Zahlreiche Dialoge machen das Lesen angenehm und lassen schon mal zwei, drei Seiten im Rekordtempo dahinfliegen. Es gibt aber auch Abschnitte, die ich persönlich etwas anstrengend fand. Nämlich die Schilderungen der Kämpfe. Da bräuchte ich weit weniger Details und wäre trotzdem noch zufriden. Das hat mich dann wieder etwas ausgebremst. Ich hoffe sehr, dass solche Passagen in den weiteren Bänden nicht Überhand nehmen.

Das Cover liebe ich einfach heiß und innig. Die Figur Skulduggery Pleasant sieht schlichtweg cool aus und mit dem freundlichen Grinsen kein Stück gruselig. Dazu der düstere Hintergrund mit dem kontrastreichen Orange, das ist ein Hingucker durch und durch. Übrigens: das Buch hat ein ebenfalls orangefarbenes Lesebändchen! Lesebändchen finde ich immer toll.

Fazit: Obwohl ich mit Fantasy nicht mehr viel anfangen kann, so lief es mit diesem ersten Band von Pleasant und mir doch wirklich gut. Ich finde die Idee dieses ungewöhnlichen Detektivs cool und mag seinen Humor total. Die magische Welt wirkt unverbraucht und neuartig, nie hat man das Gefühl solche ähnlichen Figuren irgendwo anders schon mal angetroffen zu haben. Das ist heute auch schon viel wert und echt selten. Die Geschichte hat Spannung, Tempo und Action und schont die (junge) Leserschaft keineswegs! Hier gibt es Mord und Totschlag, das ist einfach so. Das muss man wissen, wenn man dem Nachwuchs das Buch in die Hand geben möchte. Ich mag solch mutige Jugendbücher.


Titel: Skulduggery Pleasant (01) – Der Gentleman mit der Feuerhand
Autor: Derek Landy
Seiten: 344
Verlag: Loewe Verlag
ISBN: 978-3-7855-5922-2
Preis: € 16,90 (HC)

Potz Blitz – Die Zauberakademie (06) – Gefahr für das Wunderland

Titel: Potz Blitz – Die Zauberakademie (06) – Gefahr für das Wunderland / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 77 min / Sprecher: Celina Walter, Reent Reins, Stephan Chrzescinski, Tim Caspers ua

Inhalt: In der Bibliothek der Potz Blitz Zauber-Akademie für junge Hexen und Hexer geschieht Seltsames. Stimmen hallen durch die Gänge und Bücher fliegen wie von Geisterhand umher. Als die drei Freunde Flo, Finn und Jazz nachts auf der Lauer liegen, sehen sie eine Gestalt, die in einen alten Baum steigt. Als sie ihr folgen, finden sie sich plötzlich mitten in der Geschichte von Alice im Wunderland wieder! Dort sind sie in großer Gefahr, denn eine dunkle Macht droht, das Wunderland zu zerstören. Können die drei Freunde die Geschichte retten?


Obwohl die Welt an der Zauberakademie auch eine Art Wunderland ist, so kommt einem bei diesem Titel doch sofort Alice und ihr Wunderland in den Sinn. Genau darum geht es dann auch. Nach einem turbulenten Start in der Akademie, bei ich wieder manches Mal schmunzeln musste, geraten Finn, Jazz und Flo auf bekannte Weise hinüber ins Wunderland. Dort gilt es, einen bösen Zauberer zu erwischen und an seinen Untaten zu hindern. Unterwegs begegnen sie vielen Gestalten, die man als Hörer aus “Alice im Wunderland” kennt, aber auch aus “Alice hinter den Spiegeln”. Die Szenen, in denen die Freunde dem Zauberer begegnen, sorgen für Spannung, ebenso die Begegnung mit der Herz-Königin und die Gerichtsverhandlung.
Das Zusammentreffen mit anderen Figuren wie zB der Grinsekatze, dem verrückten Hutmacher oder auch Meister Raupe sind dagegen meist eher unterhaltsam. Als sie an den Gärtner geraten, musste ich wirklich lachen über dessen schräge Flora.
Ich liebe “Alice im Wunderland” (wobei ich nur den Disneyfilm kenne), daher hat es mir sehr gut gefallen und viel Spass gemacht, wie die Geschichte mit der um die drei Zauberschüler verknüpft wurde. Es wirkt gleichermaßen harmonisch, wie auch ein bisschen schräg, und diese Mischung macht den Reiz dabei aus. Dass die Zauberakademie dabei dieses Mal keine so große Rolle spielt, hat mich nicht gestört. Das darf auch mal sein und solange es nicht zur Gewohnheit wird, ist für mich in dieser Hinsicht alles gut.

Die Sprecherliste ist mehr als umfangreich angesichts der zahlreichen Figuren im Wunderland. Jannik Endemann verleiht dem weißen Kaninchen genau die Hektik in der Stimme, die man von dieser Figur kennt. Reent Reins bringt den wirren Charakter des Hutmachers gekonnt rüber. Gordon Piedesack erweckt die Grinsekatze mit weicher und warmer Stimme zum Leben. Und über Robert Missler als Gärtner musste ich schmunzeln als er zum französischen Akzent wechselt um seine Mauerblümchen zu bezirzen.

Das Geschehen im Wunderland wird vor allem durch seine aufwendige und vielfältige Geräuschkulisse lebendig. So fühlt man sich direkt dorthin versetzt. Aber natürlich sind auch wieder viele stimmungsvolle Musikstücke zu hören, die für magisches Flair sorgen und bereits nach sechs Folgen charakteristisch für die Serie sind.

Von dem bösen Zauberer abgesehen, hält sich das Covermotiv an “Alice im Wunderland”. Das weiße Kaninchen ist zu sehen, die Grinsekatze ebenfalls und sogar Alice ist mit dabei.  Mit den kräftigen Farben, dem Nebel und den schimmernden Lichtpunkten ist es ein wirklich schönes Motiv und ein echter Hingucker.

Fazit: Eine rundum gelungene Verknüpfung von “Alice im Wunderland” und einem neuen Abenteuer für Finn, Flo und Jazz, die gleichermaßen spannend, wie unterhaltsam ist. Phantastisch magisch!

Die drei ??? Kids (52) – Mächtige Magier

Titel: Die drei ??? Kids (52) – Mächtige Magier / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 69 min / Sprecher: Jeffrey Wipprecht, Ernst Walter Siemon, Jannik Schürmann ua

ddfkids52Inhalt: In Rocky Beach findet ein großer Zauberwettbewerb statt. Doch irgendjemand will dem mächtigen Magier Harris schaden. Aber wer steckt dahinter? Um den Fall zu lösen, müssen die drei ??? Kids selbst ein paar Zaubertricks anwenden. Hokuspokus Fidibus!


Fast hätte ich diese Folge übersehen. Woran man vielleicht erkennen kann, wie gut sie mir gefallen hat bzw wie gut sie mir im Gedächtnis geblieben ist.
Dabei beginnt es gar nicht mal so übel, auch wenn ich mir so einen Magierkongress nur schwer vorstellen kann. Aber das erste kleine Rätsel gewährt immerhin einen Blick in vermeintlich magische Rätsel. Und das große Rätsel später nach der Show hätte durchaus auch etwas taugen können. Aber leider macht man rein gar nichts daraus.
Der Übergang zu den Nachforschungen der Freunde ist arg holprig und bemüht den Zufall so sehr, dass es der Glaubhaftigkeit nicht eben gut tut. Man jagt also mit den drei Detektiven ein paar Fragen nach, bekommt dann und wann Einblicke in die angebliche Zauberei und letztlich endet alles mit einem scheußlich moralträchtigen Finale. Und einer Zauberei, bei der die drei Jungs mitwirken um selbige zu unterstreichen.
Also nein, das ist nun wirklich kein Detektivfall wie man sie sonst aus der Reihe kennt. Das wirkt alles wie mit der heißen Nadel gestrickt.
Von den zahllosen Unterhaltungen, ganz zu schweigen. Die wirken teilweise wirklich mehr als angestrengt. So als wäre es selbst den Sprechern mühsam vorgekommen, die Story zu Gehör zu bringen.

Ernst Walter Siemon macht seine Sache als Harris nicht übel, hätte aber anfangs gerne noch etwas rauher und ruppiger rüberkommen können. Dagegen hat mir Jeffrey Wipprecht als Adam meist ganz gut gefallen. Seine junge Stimme steht dem jungen Magier. Allerdings werden ihm dann und wann Sätze in den Mund gelegt, über die selbst es mal stolpert.
Die drei Hauptsprecher machen ihre Sache in gewohnt guter Manier. Wobei ich mir einbilde, sie auch schon mal mit mehr Schwung gehört zu haben.

An bemerkenswerte Musikstücke erinnere ich mich schon gar nicht mehr. Die Folge setzt im Zuge der verschiedenen Zaubervorführungen mehr auf Geräusche, was ich nachvollziehbar finde. Dafür fehlten mir widerum an bestimmten Ecken außerhalb dieser Szenen die Geräusche. Wie kann es zB sein, dass die Freunde den Saal betreten und es ist zunächst nichts zu hören, wo doch so viel los sein soll?

Mit der Mumie, der Verkleidung und dem Sarg verspricht das Cover mehr als die Story hält. Denn all das wirkt durchaus spannend und interessant und macht neugierig. Da wird mancher beim Hören enttäuscht sein.

Fazit: Eine leider sehr schwache und unspannende Folge mit holprigem Verlauf, der an mehreren Stellen kaum bis gar nicht nachvollziehbar ist.

Die drei ??? (181) – Das Kabinett des Zauberers

Titel: Die drei ??? (181) – Das Kabinett des Zauberers / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 73 min / Sprecher: Jürgen Thormann, Karin Lieneweg, Oliver Rohrbeck, Tobias Diakow ua

ddf181Inhalt: Wie kann es sein, dass ein Zauberer während einer Vorstellung verschwindet? Ist er Opfer seiner eigenen Magie geworden? Alles andere als Hokuspokus, sind sich die drei ??? einig. Auf ihrer Suche nach dem verschwundenen Zauberer Pablo müssen Justus, Peter und Bob mehr als nur ein Zauberkabinett durchsuchen, und offenbar gefällt das jemandem überhaupt nicht.


Zu dieser Folge gibt es bereits so viele positive Stimmen, da wage ich es kaum, mit meiner Meinung um die Ecke zu kommen. Aber es nützt ja nichts, und ich will mal mit dem wirklich Positiven anfangen, das auch ich gefunden habe.
Abgesehen davon, dass die Auftraggeber dieses Mal ein paar Kinder sind -sorry, aber mir sind Erwachsene da doch deutlich lieber-, beginnt die Geschichte bzw der Fall nämlich gar nicht übel. Ich war durchaus neugierig, was es mit dem Verschwinden des Zauberers auf sich hat. Und ich habe die Nachforschungen der drei Detektive zunächst auch interessiert verfolgt. Schon alleine, weil sie zwar nicht allzu spektakulär sind, aber eben sehr klassisch detektivisch. So mag ich das wirklich gerne.
Aber nun kommt eben auch das große Aber: mir dauerte das mit den Ermittlungen erheblich zu lange. Noch eine Erkenntnis, noch eine Erkenntns und noch eine Erkenntnis und noch…irgendwann habe ich mich ehrlich gefragt, wann das wohl endlich mal ein Ende finden würde. Die Sache zieht sich mächtig. Knapp 73 Minuten Spielzeit sind schon nicht ohne.
Und dann kam das Ende und ich konnte wieder nur den Kopf schütteln. Nachdem die Handlung bis dahin zwar langatmig, aber wenigstens schlüssig war, versinkt die Auflösung im verwirrenden Chaos. Plötzlich sind gewisse Gegenstände eigentlich etwas ganz anderes, Personen sind nicht die, für die man sie bis dahin gehalten hat und die Zusammenhänge dazwischen wirken wie mit der heißen Nadel gestrickt. Wirr, auf Biegen und Brechen zusammengereimt und wenig schlüssig.

An den Sprechern gibt es weiter nichts auszusetzen. Die Hauptsprecher sind souverän dabei, was man nach so vielen Folgen auch nicht anders zu erwarten hat. Und Tobias Diakow hat mir als Quinn ebenfalls wirklich gut gefallen. Er bildet eine prima Ergänzung zu den drei Detektiven. Weiterhin sind besispielsweise Volker Bogdan, Jürgen Thormann und Karin Lienweg mit von der Partie.

Musikalisch ist mir die Folge weder besonders positiv, noch negativ aufgefallen. Die eingesetzen Stücke fügen sich gut ein und verleihen gewissen Szenen durchaus Flair. Große Musiken und Effekte sucht man allerdings vergeblich, was ich nicht weiter schlimm finde. Was die Geräusche angeht, frage ich mich vor allem, was das für ein Knirschen im Hintergrund sein soll als Justus sein Telefon als “Journalist” führt. Ich habe die Folge im Auto gehört und panisch leiser gedreht, weil ich dachte, das Auto macht dieses Geräusch. Was soll das bitte darstellen?

Das Covermotiv gefällt mir. Es ist schön düster mit kräftigen Farben als Kontrast dazu. Und mit dem Zauberer ist auch die Figur zu sehen, die im Mittelpuntk dieses Falles steht.

Fazit:  Die Folge fing eigentlich ganz interessant und spannend an, zog sich dann aber für mein Empfinden ewig in die Länge um zu einem -im Vergleich zum Rest- wirren Ende zu finden. Somit kann ich mich den mehrheitlich positiven Stimmen zu der Story nicht anschließen.

Der kleine Zauberer Wackelzahn und die verlorene Königskrone (Ralf Leuther / Santiago Ziesmer)

Titel: Der kleine Zauberer Wackelzahn und die verlorene Königskrone / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 80 min / Buch: Ralf Leuthe / gelesen von: Santiago Ziesmer

zaubererInhalt: Oh nein! König Schläfchen hat seine Krone verloren und ohne die kann kein Fest gefeiert werden. Dabei hatte sich Prinzessin Pustilla schon so darauf gefreut. Zum Glück ist der kleine Zauberer Wackelzahn zur Stelle und versucht, die Krone wiederherzuzaubern. Doch leider geht bis zu dem Zeitpunkt, an dem er seinen ersten Wackelzahn verliert, beim Zaubern häufig etwas schief. Also machen sich der kleine Zauberer und die Prinzessin auf den Weg, um die Krone zu finden. Schaffen sie es rechtzeitig?


Vielleicht ahnt es der eine oder andere bereits: dieses Hörbuch war Pflicht wegen des niedlichen Drachen auf dem Cover, der mich an “Elliot, das Schmunzelmoster” erinnert.
Die Geschichte wird für Kinder ab 4 Jahren empfohlen, war ich so unterschreiben würde. Ältere Hörer dürfen sich daher nicht allzu viel Spannung erwarten, denn die gibt die Story schlicht nicht her. Für kleine Kinder ist das Maß an Spannung aber sicher prima, denn der kleine Zauberer und die Prinzessin erleben auf ihrer Suche nach der Köngkrone schon so einiges. Mir hat dabei der Ideenreichtum prima gefallen. Sei es der Flugdrache namens Faltterich oder der Fisch namens Aurelius oder Borstel, der Bär. Sie alle sind wirklich liebenswert und goldig. Und mit jedem Kapitel lernt man jemand Neues kennen. Somit dürfte sich das Hörbuch auch gut dazu eignen, es Abend für Abend kapitelweise zu hören. Bei gut 80 Minuten Spielzeit ist das bei einem Hörbuch für kleine Kinder ohnehin empfehlenswert so.
Und natürlich bleibt man auf diese Weise durchweg neugierig, wie und ob die Freunde die Krone wiederfinden. Und so sehr sich der kleine Ritter Rübe seinen ersten Kampf wünscht, selbst am Ende bekommt er ihn nicht. Das darf man wohl verraten. Das Ende gäbe es zwar her, aber die Handlung bleibt friedlich. Ganz so, wie es sich für ein Hörbuch mit dieser Altersempfehlung gehört. Und auf gewisse Weise kann man dabei sogar noch etwas lernen. Nämlich, wie man Konflikte lösen kann.

Santiago Ziesmers Stimme ist so markant, dass man ihn -egal, wie er sie verstellt- überall heraushören würde. Somit klingen die Figuren hier durchweg sehr ähnlich. Dafür kann man die Charaktere gut am Ton unterscheiden. Santiago Ziesmer liest locker und fröhlich, sodass man ihm leicht zuhören kann. Und Spass macht es auch noch.

Wie schon geschrieben, gefällt mir das Cover wegem dem goldigen Drachen so gut. Doch auch die Prinzessin und der kleine Zauberer sind gut getroffen und liebenswert dargestellt. Der Ritter hinten am Drachenschwanz natürlich ebenfalls. Und wenn ich das sage, dann muss das so sein. Denn sonst kann man mich mit Drachen, Zauberern, Prinzesinnen usw meilenweit jagen 😉

Fazit:  Ein schönes, abwechslungsreiches und lustiges Hörspiel für Kinder ab etwa 4 Jahren. Mit seinen stattlichen 80 Minuten Spielzeit eignet es sich prima dazu, es Abend für Abend kapitelweise zu hören.

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