Zaubermond Verlag

Dorian Hunter (14) – Jagd nach Paris

Titel: Dorian Hunter (14) – Jagd nach Paris / Verlag: Zaubermond Audio / Spielzeit: ca. 67 min / Sprecher: Thomas Schmuckert, Oliver Kalkofe, Robert Kotulla, Frank Gustavus  u.a.

Inhalt Dorian Hunter hat im Haus der Werwölfin Jennifer Jennings in London den vorletzten seiner dämonischen Brüder zur Strecke gebracht. Bleibt nur noch der Vampir Frederic de Buer, der rechtzeitig fliehen konnte. Hunter folgt de Buer ohne Absprache mit dem Secret Service zum Bahnhof St. Pancras, wo der Dämon den Eurostar nach Paris nimmt. Hunter springt im letzten Moment auf das Dach des Zuges – und erlebt eine Fahrt ohne Wiederkehr …


Hunter ist auf der Jagd nach Frederic, seinem letzten noch lebenden, dämonischen Bruder, seines Zeichens Vampir. Als Schauplatz der Geschichte dient dieses Mal ein Zug, genauer der Eurostar zwischen England und Europa. Ein Zug als Handlungsort ist zwar nicht die neueste Idee, mir mit meiner Vorliebe für solch eingeschränkten Spielraum gefällt sie aber immer wieder sehr gut. Und in dieser Folge wirkt es auch nicht eine Sekunde lang abgenutzt, sondern wird im Gegenteil sehr anschaulich und authentisch umgesetzt. Die Geschwindgkeit des EuroStars findet sich in der Geschichte wieder, denn auch hier geht es ausgesprochen tempo- und actionreich zu. Da bleibt kaum Zeit zum Durchatmen. Die vergleichsweise kurze Spielzeit von knapp 67 Minuten tut einer Story dieser Reihe also nur gut. Zuletzt sei noch der oft schwarze und böse, aber auch sehr listige Humor gelobt, der sich vor allem durch die Dialoge zieht. Das lädt immer wieder zum Schmunzeln ein.

Den Sprechern kann man wie gewohnt absolut nichts ankreiden. Thomas Schmuckert gibt erneut den coolen Dämonenjäger. Robert Kotulla leiht dem Vampir Frederic seine Stimme und klingt dabei angemessen bedrohlich und auch ein wenig irre. Als Armand Melville mischt Comedian Oliver Kalkofe mit, der den französischen Akzent sehr gut imitiert, und dabei so eigenwillig-markant klingt, dass er sich bestens in die Reihe der übrigen, ebenfalls sehr speziellen Charaktere einfügt.

Ich mag den Soundtrack dieser Serie mit seiner Mischung aus elektronischen und gitarrenlastigen Stücken wirklich sehr. Er passt gut zur Reihe und sorgt stets für Atmosphäre. Ich würde mir nur wünschen, man würde sich mit der Lautstärke mal einig werden. Das gilt übrigens auch für diverse Dialoge. Mal geht es so leise zu, dass man sich genötigt fühlt, die Lautstärke hochzudrehen um etwas zu verstehen , im nächsten Moment donnert die Musik bereits wieder aus den Boxen. Ich höre Hörspeile zum Entspannen, nicht um dauernd am Regler drehen zu müssen.

Das Cover stellt natürlich den Zug in den Mittelpunkt, begleitet von den Suchscheinwerfern der Hubschrauber. Die Szene wirkt wunderbar düster und gehört für mich zu den besten Motiven, die man in der Reihe bislang bewundern durfte.

Fazit:   Eine spannende und temporeiche Story, wie immer exzellent umgesetzt und zu Gehör gebracht.

Dorian Hunter (12) – Das Mädchen in der Pestgrube

Titel:   Dorian Hunter (12) – Das Mädchen in der Pestgrube / Verlag:   Folgenreich / Laufzeit:   ca. 75 min / Sprecher: Thomas Schmuckert, Andreas von der Meden, Katja Brügger, Michael von Rospatt, Patrick Bach, Marco Göllner u.A.

Inhalt:   In Wien hofft Dorian Hunter einen Hinweis zu finden, wie er seinen Erzfeind und „Vater“ Asmodi, dem Lord der Schwarzen Familie, zu Leibe rücken kann. Angeblich existiert ein Pfand, das Asmodi vor vielen Jahren in die Obhut der Schwestern Elisabeth und Marie Reichnitz legte. Doch als Hunter in der Wohnung der Schwestern eintrifft, erwartet ihn eine böse Überraschung – und die Erkenntnis, dass Asmodi ihm stets einen Schritt voraus zu sein scheint…


Grundsätzlich bietet diese Folge wieder alles, was die Fans an dieser Serie so sehr schätzen: eine interessante, spannende  Geschichte, in der man Hunter auf seiner Jagd nach der Schwarzen Familie begleitet. Sehr düster, sehr atmosphärisch und mit hohem Gruselfaktor. Und natürlich ist auch wieder für eine gewisse Prise finsteren Humors gesorgt. Es gibt aber doch einen wesentlichen Unterschied zu den Vorgangängerfolgen, die man -auch wenn man es natürlich nicht tun sollte- ruhig mal nebenbei hören und trotzdem gut verstehen konnte. Davon sei bei „Das Mädchen in der Pestgrube“ dringend abgeraten, sonst ist man nach längstens 10 Minuten hoffnungslos verloren. Denn die Geschichte spielt auf verschiedenen Zeitebenen und an verschiedenen Orten und erst nach und nach kristallisiert sich heraus, worin die Zusammenhänge genau bestehen. Darauf muss man sich hier einlassen können, dann kann man auch diese Folge von der ersten bis zur letzten Minute genießen. Mir hat dieser Ablauf prima gefallen, es ist einfach eine schöne Abwechslung und Auflockerung, die der Reihe sehr gut steht.

Hinsichtlich der Sprecher gab es ja noch nie Grund zum Klagen, dabei bleibt es selbstverständlich auch in dieser Folge. Thomas Schmuckert hat mir in dieser Folge besonders gut gefallen, da man deutlich hört, wie sehr Hunter die Erkenntnisse mitnehmen, zu denen er unlängst gekommen ist, wie aber nachwievor der Wunsch in ihm existiert, die Schwarze Familie zu vernichten. Ein Wiederhören gibt es mit Luise Lunow und Jessy Rameik alias Schwester Hercy und Schwester Mercy, die so unglaublich harmlos und nett klingen, aber bis zum Hals in bösen Machenschaften stecken.

Musikalisch geht es im vertrauten, düsteren Stil weiter mit kriechenden Stücken, die der Spannung und Atmosphäre zusätzlich auf die Sprünge helfen. Da sind die Melodien in den Szenen aus der Vergangenheit ein ganz überraschender Kontrast, denn sie klingen im Vergleich geradezu fröhlich.

Das Covermotiv gefällt mir dieses Mal besonders. Der düstere Blick in den Dom, das ist sehr wirkungsvoll. Im Booklet findet man Informationen dazu, wie einige der Sprecher zu der Serie gefunden haben, was ganz interessant  zu lesen ist.

Fazit:   Vom Ablauf her eine ungewöhnliche Folge, auf die man sich einlassen muss. Hat man das geschafft, darf man eine weitere spannende und amtosphärische Geschichte genießen.

Goldagengarden (09)

Titel:  Goldagengarden (09) / Verlag: Zaubermond Verlag / Laufzeit:  ca. 40 min / Sprecher:  Gisela Trowe, Udo Schenk, Jürgen Thormann, Brigtte Grothum, Philipp Moog, Peter Schiff u.a.

InhaltDas Rätsel ist gelöst. Das Ziel scheint klar: Tore Poulsen, Chap Hillman und die Polizei machen sich auf den Weg, um das lang gesuchte Gemälde aus dem Erbe Johannessons sicherzustellen. Doch wieder einmal scheint jemand anderes schneller zu sein…


Nun ist es also da, das Finale, auf das man acht Folgen lang hingefiebert hat. Und selbst die letzte Folge präsentiert sich noch äußerst unterhaltsam. Es ist keineswegs so als liefere diese Folge einfach nur die Auflösung. Natürlich fügen sich hier endlich alle Puzzelteile nach und nach zusammen, aber es bleibt weiterhin nägelknabbernd spannend. Die Auflösung selbst ist absolut schlüssig, es bleiben keinerlei Fragen offen, und wenn man fleißig mitgeknobelt hat, dann erlebt man dabei womöglich sogar das eine oder andere detektivische Erfolgserlebnis. Ansonsten ist das Ende für so manche Überraschung gut. Interessanterweise darf man nach Folge 9 spekulieren, ob es eventuell mal ein Widerhören mit Tore Poulsen und Chap Hillman geben wird, denn ganz am Ende, da…nein, das wird nicht verraten 🙂

Was sollte bei einer Sprecher-Truppe, die acht Folgen lang eine absolut überzeugende Arbeit geleistet hat, ausgerechnet in der letzten Episode noch schiefgehen? Na eben!  Da kann man wirklich ganz unbesorgt sein.

Die eher düsteren Klänge, die vor zwei Folgen in die Reihe Einzug hielten, untermalen auch diese letzte Folge sehr stimmig. Leise und eher dezent, aber wirkungsvoll. Das gilt auch für die Geräuschkulisse, die ebenso überzeugen kann.

Optisch schließt sich der Kreis mit der neunten Folge. Nach dem überraschend farbigen Cover der Vorgängefolge, zeigt sich dieses Cover wieder sehr schlicht.

Fazit:   Wer die vorigen acht Folgen gehört hat, der wird sich dieses Finale sicher auf keinen Fall entgehen lassen. Allen Thriller-Fans, die „Goldagengarden“ noch nicht kennen, denen lege ich die Reihe wärmstens ans Herz. Rückblickend ist die Serie für mich im Hörspielbereich DIE Überraschung 2010.

Goldagengarden (06)

Titel:  Goldagengarden (06) / Verlag: Zaubermond Verlag / Laufzeit:  ca. 45 min / Sprecher:  Gerlach Fiedler, Gisela Trowe, Udo Schenk, Jürgen Thormann, Brigtte Grothum, Philipp Moog, Peter Schiff u.a.

InhaltDie Kommissare Hanna Friedlund und Nild Edmundson verfolgen eine Spur, die sie zu dem Mann führen soll, der bereits fünf Menschen ermordert hat. Doch dieser ist im gleichen Moment ganz woanders. Weit draußen in den Wäldern Kronobergs. In einem Haus am See… Die zwei verbliebenen „Erben“ ds Kunstsammlers Peer Johannesson glauben sich ihrem Ziel ebenfalls ganz nah. Sie scheinen kurz davor, das vertrackte Rätsel zu lösen und das verschollene Gemälde zu finden. Sie sind irgendwo weit draußen. In den Wäldern Kronobergs.


Nach dem Ende der vorigen Folge musste es mit Folge 6 temporeich und extrem spannend weitergehen, und das tut es auch. Immerhin sehen sich Chapman und Paulsen noch immer mit dem Killer konfrontiert, und die Kommissare sehen sich nach 5 Toten gezwungen, auch mal den weniger offiziellen Dienstweg einzuschlagen als bisher. Allerdings geht es in dieser Folge auch mit dem Rätsel weiter, das Johannesson seinen Erben aufgegeben hat. Die nächste Aufgabe darin hat es wirklich in sich und Chapman und Paulsen müssen sie unter Zeitdruck lösen, zumal sich der Killer ja noch um das Haus herum treibt. Da knabbert man wirklich vom Anfang bis zum Ende der Folge vor Nervosität an den Fingernägeln. Es ist immer wieder verblüffend, wie in solch kurzer Spielzeit eine solche Spannung und Atmosphäre aufgebaut und gehalten wird. Natürlich hält auch Folge 6 wieder einige neue Fragen bereit und das Ende ist von gewohnt gemeiner Art…

Die Sprecher habe ich bislang fünfmal über den grünen Klee gelobt und das kann ich bei dieser Folge eigentlich nur wiederholen. Hier leistet sich niemand auch nur den allerkleinsten Schnitzer. Alle sind mit hörbarem Engagement bei der Sache und vermitteln dem Hörer ein klares Bild ihrer Rollen. Sei es nun der wunderbar fiese Killer, gesprochen von Udo Schenk, Marco Göllner als undurchsichtiger Museumsangestellter oder Gabriele Leidloff als burschikose Kommissarin Friedlund, sie und auch alle anderen Sprecher liefern hier einen erstklassigen Job ab.

Auch in dieser Folge mischt sich der Soundtrack aus den seit Anfang her vertrauten Stücken und den kürzlich neu dazu gekommenen dumpfen, herzschlagähnlichen Musiken zusammen. Eine Mischung die sich hören lassen kann und Spannung und Atmosphäre noch zusätzlich unterstreicht. Was mich aber seit Hanna Friedlunds erstem Auftritt immer wieder verblüfft: so wie sich das anhört, ist die Kommissarin ständig auf hochhackigen Schuhen unterwegs… Im Wald? Beim Rennen? Bemerkenswert.

Es wirkt so als zeige das Cover dieses Mal einen Ausschnitt aus einer Landkarte. Vielleicht die Gegend um Goldagengarden? Dort ist ja ein See ganz in der Nähe. Im Booklet gibt es wieder einige Gemälde zu sehen, im Hintergrund Zahlen, die man aber nur versteht, wenn man das Hörspiel kennt.

Fazit:   In Schulnoten wäre das eine Eins mit Sternchen. Hochspannend, temporeich und clever.

Goldagengarden (05)

Titel:  Goldagengarden (05) / Verlag: Zaubermond Verlag / Laufzeit:  ca. 39 min / Sprecher:  Gerlach Fiedler, Gisela Trowe, Udo Schenk, Jürgen Thormann, Brigtte Grothum, Philipp Moog, Peter Schiff u.a.

InhaltPeer Johannesson regelte seinen Nachlass auf ungewöhnliche Weise. Seine gesamte illegal erworbene Kunstsammlung ließ er in alle Welt verschicken. Zurück an die Lute, die ihm die Stücke einst beschafften. Aber ein bestimmtes Gemälde will er den rechtmäßigen Besitzerin zurückgeben. Doch er hat es versteckt. Und die viel von hm bestimmten „Erben“ sollen es finden. Aber von diesen sind nur noch zwei am Leben. Denn ein unbekannter Attentäter ist dem Bild offenbar ebenfalls auf der Spur – und bereit, dafür über Leichen zu gehen.


Die von Peer Johannesson mit dem Gedicht angezettelte Schnitzeljagd nach dem Erbe tritt in dieser Folge etwas in den Hintergrund. Hier geht es in erster Linie darum, neue Erkenntnisse zu sammeln und bereits bekannte Informationen zu deuten. Sowohl auf Seiten der beiden verbliebenen Erben, als auch seitens der Polizei. Das nimmt anfänglich zwar etwas Tempo aus der Handlung, macht sie aber keineswegs uninteressant, denn als Hörer hat man ja auch seit Anfang her mitgerätselt, was es mit diesem umkämpften Erbe auf sich haben könnte. Und so lauscht man dieser Folge ebenso gebannt wie auch ihren Vorgängern.

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