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Scary Stories (04) – Während die Welt noch schläft

Titel: Scary Stories (04) – Während die Welt noch schläft / Verlag: Soundtales Productions / Spielzeit: ca. 26 min / Sprecher: Jennifer Reif, Mario Gießler, Werner Wilkening ua

Scary4Inhalt: Zeitungsausträger, kein Traumjob, aber ein lukrativer Nebenerwerb. Das denkt sich auch die junge Johanna, als sie diesen Job annimmt. Doch dann geschehen unheimliche Dinge, die sie zu einem abgelegenen Hof führen. Und sie erblickt ein Mädchen, das dort offensichtlich gegen ihren Willen gefangen gehalten wird.


Ich bin im Moment irgendwie im “Scary Stories”-Fieber und so habe ich mir kürzlich “Während die Welt noch schläft” heruntergeladen. Der Titel klingt täuschend romantisch, daher war ich gespannt, was man Gruseliges daraus machen könnte.
Besonders gruselig im Sinne von übersinnlich fand ich diese Folge jedoch nicht. Es gibt zwar ein übersinnliches Element, doch das spielt keine allzu große Rolle. Ich würde mir einen zweiten Teil zu “Während die Welt noch schläft” wünschen, der darauf näher eingeht. Immerhin hat Johanna am Ende der Geschichte vor, dieser Sache noch näher auf den Grund zu gehen.
Doch auch ohne eine Geisterschar hat die Story schnell einen Schreckmoment in petto als Johannas Zeitungskollege seine bisherige Lebensgeschichte anschneidet. Genau wie Johanne ist man dabei erstmal ziemlich entsetzt. Allerdings mochte ich Helmut zu sehr um komplett darauf hereinzufallen.
Spannend wird es erst in der zweiten Hälfte des Hörspiels, denn Johannas erster Tag als Zeitungsausträgerin hält einige böse Überraschungen für sie bereit. Mir hat es gefallen, wie das Geschehen immer wieder eine neue Richtung einschlägt bis es für Johanna und ein anderes Mädchen wirklich ziemlich hoffnungslos aussieht. Das darf doch nicht wahr sein, habe ich da manches Mal gedacht. So bleibt es spannend bis zum Schluss.

Ich weiß es natürlich nicht genau, aber ich denke, Jennifer Reif spricht normalerweise mit einem ziemlich deutlichen (süddeutschen?) Dialekt, den sie hier an der kurzen Leine hält. Das klingt manchmal etwas angestrengt, aber die angehende, junge Studentin habe ich ihr trotzdem abgenommen. Ich mochte das mutige und forsche Mädel gerne. Werner Wilkening klingt angemessen schaurig und boshaft, da kann man schon eine Gänsehaut bekommen. Und Mario Gießler hat schnell dafür gesorgt, dass ich Helmut wirklich mochte. Auch wenn er oft sicher nicht nach einem lieben, netten Onkel klingt. Ganz im Gegenteil.

Außer etwas Discomusik am Anfang und einem stimungsvollen Stück am Ende kommt das Hörspiel ohne Untermalung aus. Ich habe aber nichts vermisst. Spannung und Gänsehautfaktor brauchen hier keine musikalischen Gehhilfen.

Das Cover gefällt mir, auch wenn ich nicht weiß, wer die beiden Mädels da sein sollen. Johanna und Lena? Oder Johanna und das unheimliche andere Mädchen? Es ist jedenfalls keine Szene aus der Geschichte. Der radioaktiv grün leuchtende Stil der Reihe sagt mir immer wieder zu.

Fazit:  Gruselig im Sinne von übersinnlich geht es hier eher weniger zu. Dennoch ist die Geschichte spannend und hält in der zweiten Hälfte so manchen Schrecken bereit. Eine meiner Lieblingsfolgen.

Die drei ??? Kids (38) – Stunde der Wahrheit

Titel: Die drei ??? Kids (38) – Stunde der Wahrheit / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 70 min/ Sprecher: Jannik Schümann, Lutz Riedel, Achim Schülke, Margot Rothweiler ua

ddfkids38Inhalt: Auf dem Schrottplatz taucht plötzlich ein sonderbarer Kunde auf. Dieser will unbedingt eine große Menge Konservendosen kaufen. Justus, Peter und Bob haben einen Verdacht: Hinter den unscheinbaren Dosen steckt sich ein Geheimnis. Die drei ??? Kids müssen tief in die Trickkiste greifen, um die Wahrheit ans Licht zu bringen.


Das Cover dieser Folge machte mich schnell neugierig. Was leuchtet da aus der Dose heraus? Und auch der Titel sprach für einen ordentlichen Fall für die jungen drei Fragezeichen.
Die Idee ist auch nicht schlecht und neben dem Fall können die jungen Hörer sogar noch ein bisschen was lernen. Allerdings hatte ich vor allem zwei Probleme mit dieser Geschichte. Erstens wirkte mir der Fall nicht präsent genug. Da wird viel Zeit aufs Dosenwerfen verwendet, oder auf Diskussionen mit Tante Mathilda und Onkel Titus. Das hätte man für mich gerne etwas kürzer fassen dürfen, dann hätte es nicht so vom Fall an sich abgelenkt.
Zweitens war mir das Ende bzw die Auflösung zu einfach gestrickt. Jedenfalls, wenn man sie im Verhältnis dazu sieht, dass die jungen Herren Detektive gerade schon ihren achtunddreißigsten Fall lösen! Mit soviel Erfahrung kommen sie im Laufe von 70 Minuten Spielzeit nicht auf die Idee, einfach mal nachzuschauen? Gut, man müsste sich dafür über ein Verbot hinwegsetzen, aber zumindest die Gedanken sollten doch schon in diese Richtung gehen.
Mich hat die Auflösung jedenfalls nicht überraschen können. Die stand für mich schon sehr früh fest. Und ich wage zu behaupten, dass auch jüngere Hörer schnell ahnen, wohin der Hase hier läuft. So richtig spannend geht es also leider dieses Mal nicht zu.

Lutz Riedel erweckt einen seltsamen und schrägen Mr. Miller zum Leben, versteht es aber später auch, einen ruhigen und ziemlich arroganten Sekretär zu mimen. Margot Rothweiler hat mir mit ihrer rauhen Stimme besonders gut gefallen. Ich konnte mir die Witwe des Verlegers gut vorstellen. Die drei Hauptsprecher sind in gewohnt guter Form und ergänzen sich auch dieses Mal prima.

Die Untermalung besteht dieses Mal hauptsächlich aus Stücken, die sehr an das Titellied erinnern. Das fand ich etwas dürftig. Vielleicht lag es auch daran, dass bei mir keine Spannung aufkommen wollte? Dafür sind diese Melodien einfach zu flott und munter. Die Geräuschkulisse geht soweit in Ordnung, da fehlt es an nichts.

Ich denke, ich werde nicht die einzige sein, die sich beim Anblick des Covers fragt, was da aus der Dose herausleuchtet. Das macht neugierig auf die Folge. Und auch der Titel klingt schön krimimäßig.

Fazit:  Leider habe ich es der Story nicht abgenommen, dass die drei Detektive der Lösung wirklich erst am Ende auf die Spur kommen. So schwierig ist sie nicht, darauf hätten sie lange vorher kommen müssen. Außerdem lenkte mir das Drumherum um den Fall zu sehr davon ab, sodass es nicht wirklich spannend war.

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