Zombie

Die drei ??? Kids (54) – Zombie-Alarm

Titel: Die drei ??? Kids (54) – Zombie-Alarm / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 61 min / Sprecher: Jannik Schürmann, Achim Schülke, Ingo Abel, Jürgen Heimüller ua

ddfkids54Inhalt: Justus, Bob und Peter haben ein Wochenende auf Sandy Island gewonnen! Dort können sie das Geisterwrack der gesunkenen Antonia Five ganz genau unter die Lupe nehmen. Angeblich treibt sich dort ein Zombie herum und sucht seine Verlobte. Und tatsächlich finden die drei Detektive im Wrack eine geheime Botschaft. Können die drei Freunde das Geheimnis des Zombies lösen?


Zombies sind ja gerade so in Mode, da kommt auch diese Serie nicht daran vorbei wie es scheint. Natürlich im Rahmen und auf das Alter der jungen Hörerschaft zugeschnitten. Ein bisschen gruselig geht es schon zu, klar, aber Albträume sind nicht zu befürchten. Da wurde ein gutes Maß gefunden.
Ansonsten konnte die Folge alleine schon damit dick punkten, dass sie nicht so ewig lang ist. Viele Folgen dieser Serie sind mir einfach zu lang. Diese hier kommt mit einer guten Stunde hin. Und die ist mit der Reise, dem Geschehen am und im Wrack und den späteren Ermittlungen in Rocky Beach spannend und wunderbar abwechslungsreich gefüllt. Keine einzige Länge, keine unnötigen Abschweifungen, alles geradewegs auf den Punkt: auf das Rätsel um das Wrack, den Zombie und ein gewisses Auto.
Einzig dieses dauernde „Die Legende“ ab einem gewissen Punkt hat mich gestört bzw genervt. Man kann es eben auch übertreiben. Aber das ist im Verhältnis wirklich nur eine Kleinigkeit, über die ich gut hinwegsehen kann.

Der Sprechercast fällt recht übersichtlich aus, was mir wie fast immer sehr gut gefällt. Achim Schülke und Ingrid Capelle sind erfreulich viel zu hören und geben wie immer ein uriges  und liebenswertes Pärchen Jonas. Thomas Dehler klingt angemessen raubeinig. Und Stephan Baumecker lässt den Autohändler schon eine gute Ecke schräg und verschroben rüberkommen. Das steht dieser Figur.

In Sachen Musik und Geräusche ist alles in Ordnung. Besonders hat es mir gefallen, dass man den Szenen im Wrack auch anhört, dass sie eben dort spielen. Der Klang ist ganz anders, eben dem Schauplatz angemessen. Feine Artbeit für ein Hörspiel für so junge Hörer. Und eine Reihe von Melodien begleiten das Geschehen und sorgen für den Wiedererkennungsfaktor. So klingt diese Reihe eben, und das ist gut so!

Auf dem Cover ist natürlich das Wrack zu sehen und der Zombie auch. Das trägt dem Titel Rechnung und passt tadellos zur Geschichte. Ein bisschen unheimlich wirkt das alles auch. So macht das Cover direkt auf sich aufmerksam und neugierig.

Fazit: Eine spannende und abwechslungsreiche Folge, die sich nicht unnötig in die Länge zieht. Mir hat das so knackig wirklich gut gefallen. Und außerdem mag ich einen gewissen Gruselfaktor immer ganz gerne.

Gespenster Krimi (03) – Hollywood-Horror

Titel: Gespenster Krimi (03) – Hollywood-Horror / Verlag: Contendo Media & Audionarchie / Spielzeit: ca. 68 min / Sprecher: Eva Michaelis, Martin May, Norbert Langer ua

gespkrimi03Inhalt: Hollywood verfilmt die grauenhaften Taten des Serienmörders Gordon Gloom. Kurz darauf ereignet sich am Set die erste Bluttat, die nicht im Drehbuch steht. Hauptdarsteller Ryan Swann scheint die Rolle des Killers etwas zu ernst genommen zu haben. Auf der Flucht vor der Polizei versucht Ryan, den wahren Täter zu finden. Es scheint, als wäre der echte Gordon Gloom seinem Grab entstiegen, um blutige Rache zu nehmen – und versetzt dabei die gesamte Traumfabrik in Angst und Schrecken!


Über diese Folge wollte ich ursprünglich erst schreiben nachdem ich Earl Warrens Vorlage aus dem Jahr 1974 gelesen habe. Scheinbar ist es jedoch so gut wie unmöglich an dieses Heft zu kommen. Mich hätte nämlich interessiert, inwieweit die Geschichte für das Hörspiel modernisiert worden ist bzw wieviel von der alten Geschichte noch übrig ist. Denn es muss modernisiert worden sein, denn 1974 gab es zB defintiv noch kein Internet.
So kann ich nun nur vermuten, dass man sich soweit wie möglich an die Vorlage gehalten hat. Dafür spricht vor allem der Trash-Faktor der Story um den von den Toten zurückgekehrten Serienmöder Gordon Gloom. Damit würde man heute kaum noch einen Horrorfan hinter dem Ofen hervorlocken. Doch in diesem Oldschool-Stil wie hier klappt das ganz gut. Da macht gerade das Trashige die Geschichte so „charmant“. Da kann man beim blutigen Auftritt des Killers sogar noch grinsen, und das hat mir gefallen. Eine Gänsehaut hat mir „Hollywood-Horror“ aus diesem Grund widerum nicht beschert.
Für Spannung sorgt vor allem die Frage, ob Ryan und Sheila dem Bösen Einhalt gebieten werden, oder ob es am Ende doch triumphiert. Ich traue diesen Geschichten immer auch ein böses Ende zu, was sie für mich zusätzlich reizvoll macht. Hier steht selbst im großen Finale lange nicht fest, wie es ausgehen wird. Für meinen Geschmack zog sich dieses Finale allerdings ziemlich hin, das hätte ruhig etwas kürzer ausfallen dürfen.
Außerdem hätte ich mir mehr Handlung am Filmset gewünscht. Das ist für mich ein Schauplatz, an dem man ideal mit Realität und Fiktion spielen und so für Verwirrung und auch Grusel sorgen kann. Doch das scheint die Vorlage nicht herzugeben, leider.

Tobias Schmidt und Eva Michaelis ergeben in den Hauptrollen ein feines Doppel. Sie lässt Sheila selbstbewusst und energisch klingen. Ihm nimmt man Ryans zunehmende Verzweiflung auf Anhieb ab. Martin May übertreibt mir als untoter Gordon Gloom oft eine Spur zu sehr. Ich weiß nicht, ob das so gewollt ist um es schräger wirken zu lassen. Mir war er jedenfalls wahlweise zu bösartig, zu blutrünstig, zu jammervoll und und und. Schaurig kam er dafür nie rüber. Die Folge ist recht erzählerlastig, was mich aber noch nie gestört hat. Reent Reins trifft den richtigen Ton dafür und oft hört man ihm nahendes Unheil bereits an, sodass man neugierig auf das folgende Geschehen wird.

Die eingesetzten Musikstücke scheinen oft einem altmodischen Gruselfilm entsprungen zu sein. Das steht der Story sehr gut! Lauter wird es nur selten, aber wenn, dann hat das Geschehen auch sofort die Aufmerksamkeit des Hörers. So sollte das in meinen Ohren sein. Dauerhafte laute Beschallung verleitet zum Weghören. Das kann hier nicht passieren.

Das Covermtoiv gefällt mir prima mit dieser Hand, die sich aus dem Erdboden gegraben hat. Vor dem dunklen Hintergrund und mit den schiefen Grabkreuzen wirkt das durchaus unheimlich. Den Hollywood-Schriftzug dagegen habe ich erst beim dritten Hinsehen entdeckt.

Fazit: Hier hat man eine Gruselgeschichte aus den 70ern ins Heute geholt. Entsprechend trashig wirkt die Story. Fans dieses Stils kommen hier klar auf ihre Kosten, echten Grusel darf man aber nicht erwarten. Ich habe die Folge als eine Ecke schwächer als die Mörder-Bäume empfunden.

 

Die drei !!! (32) – Party des Grauens

Titel: Die drei !!! (32) – Party des Grauens / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min  / Sprecher: Liza Ohm, Daniel, Kirchberger, Sonja Stein, Tim Kreuer ua

dda32Inhalt: Kim, Marie und Franzi stecken mitten in den Vorbereitungen für die große Halloweenparty des Jugendzentrums, doch plötzlich passieren seltsame Dinge: Alle Wünsche, die die drei aussprechen, gehen auf einmal in Erfüllung! Leichtfertig dahingesagte Dinge haben plötzlich ungeahnte gefährliche Folgen.  Lastet ein Fluch auf den drei Detektivinnen?


Etwas sehr verfrüht kommt die Serie mit einer Halloween-Folge daher. Und was erwartet man von einer Geschichte mit dem Titel „Party des Grauens“? Genau, eine Party des Grauens eben. Doch auf die muss man bis zu den letzten drei Tracks warten, und grauenvoll ist es dann beim bezten Willen nicht. Höchstens leidlich spannend mit einer nicht allzu großen Überraschung bei der Auflösung.
Bis dahin aber weiß man gar nicht so wirklich, um was es in dieser Episode eigentlich geht. Um den Zombieangriff auf die Brüder von Franzi? Um die Wünsche der der drei Detektivinnen, die plötzlich in Erfüllung gehen? Lastet etwa ein Fluch auf ihnen? Oder doch um Sabotageakte auf der Skaterbahn? Die drei Freundinnen ermitteln überall ein bisschen, aber das Gefühl, dass all diese Ereignisse zusammenhängen, hatte ich bis zuetzt nicht. Und ich finde, wenn ein Fall gelöst wird, dann sollte sich nach und nach ein Bild ergeben, das zwar nicht sofort die Auflösung verrät, aber doch darauf hin arbeitet. Dieser rote Faden hat sich hier für mich jedoch leider nicht ergeben. Ein wenig mehr Schwung hätte ich mir von der Geschichte ebenfalls erwartet. Da ändert die kleine Jagd am Ende auch nichts dran.

Neben den drei Hauptsprecherinnen mischen hier vor allem Liza Ohm und Sabrina Becker als Lina und Greta mit. Liza Ohm hat mir dabei prima gefallen. Und das Lina nun mit Marie in einem Haushalt lebt, dürfte man von ihr sicher noch häufiger hören. Darauf freue ich mich. Sabrina Becker konnte mich dagegen nicht so recht überzeugen. Sie klingt mir häufig zu gestelzt. Gefreut hat es mich, mal wieder etwas von Tim Kreuer zu hören. Michi scheint zurück zu sein! Sehr schön!

Ich frage es zum siebenunddrölfzigsten Mal, ich weiß, aber bitte, was soll dieses Geklimper, wenn beispielsweise Kim an ihrem Detektivtagebuch schreibt?! Und was ist das für ein Surren im ersten Track? Soll das Maries PC sein? Klingt wie ein Akkuschrauber, der sich in drei Wohnungen entfernt einen Wolf dreht! Ich habe die CD im Auto angehört und mir schon Sorgen um den Wagen gemacht… Ansonsten gibt es an der Geräuschkulisse zum Glück nichts weiter auszusetzen. Musikalisch geht es zu wie eh und je. Mit den typischen Stücken der Reihe und ein paar eingestreuten Songs der Roman Michaels. Tanzmusik ist das für mich aber nicht. Speziell auf der Party hätte ich gerne ein paar rockigere Songs gehört.

Das Covermotiv ist gruseliger als die ganze Geschichte. Zwar passen die Kostüme zu einer Halloweenparty, aber um was es in dem Fall gehen könnte, das lässt das Motiv nicht mal im Ansatz durchblicken. Genau genommen sieht es gar nicht nach einer Detektivgeschichte aus. Schade.

Fazit:  Die Party lässt sehr lange auf sich warten. Das wäre zu verschmerzen, wenn sich aus den Ereignissen zuvor nach und nach ein Bild formen würde. Leider ist das nicht der Fall. Für mich ließ sich da überhaupt kein Zusammenhang erkennen. Die Auflösung ist keine echte Überraschung. Insgesamt ist dies eine der schwächsten Folgen der Reihe.

Gruselkabinett (82) – Der Zombie

Titel: Gruselkabinett (82) – Der Zombie / Verlag: Titania Medien / Spielzeit: ca. 78 min / Sprecher: Gerd Holtenau, Mogens von Gadow, Fabian Oscar Wien, Peter Lontzek, Eckart Dux ua

gk82Inhalt: Mitte der 1930er Jahre: Mr. Granville Lee, ein Gentleman aus Virginia, USA, ist gezwungen, sich eines Lungenleidens wegen im würzig-milden Klima der Kleinen Antillen aufzuhalten. Auf der karibischen Insel Saint Thomas gerät er schon bald mit dem gefährlichen Voodoo-Kult der dortigen Eingeborenen in Berührung.


Vermutlich kommt jedem bei diesem Titel sofort eine bestimmte Vorstellung von der Geschichte in den Sinn. Mir ging es jedenfalls so.
Anfangs sah es auch ganz danach aus. Ich fühlte mich schnell auf die Plantage auf der karibischen Insel versetzt und ebenso schnell kam das Thema „Zombies“ auf den Tisch. Zunächst berichtet Jaffray Da Silva von seinem Erlebnis mit einem Zombie. Das ist eine nette kleine Geschichte um einen Zombie, wie man ihn sich vorstellt. Ein kleines bisschen unheimlich ist es ebenfalls. Quasi zum Warmwerden.
Die eigentliche Geschichte dieser Folge ist allerdings die von Granville Lee. Bis es darin zum ersten Schaudern kommt, dauert es allerdings geraume Zeit. Vor allem war ich aber ganz auf eine Story um Zombies im klassischen Sinne eingestellt. Entsprechend verwirrt habe ich das Geschehen hier verfolgt, bei dem zwar ab und zu mal Voodoo erwähnt wird, bei dem aber weit und breit kein Untoter auf der Bildfläche erscheint.
Spannung kam für mich also nur in dem Sinne auf, dass ich gespannt darauf war, wann es denn mal zombie-voodoo-mäßig zur Sache gehen würde. Da hätte ich lange warten können. Irgendwann habe ich kapituliert und eingesehen, dass mir so etwas nicht geboten werden würde. Nichtsdestotrotz hat die Geschichte ihre unheimlichen bis gruseligen Momente und lebt -als es an die Auflösung geht- zudem ganz gut vom Ekelfaktor. Die Vorstellung von dem Geschöpf, das hier sein Unwesen treibt, ist also zwar scheußlich, aber unter einem *Morgen* Zombie Rentier150-1 habe ich definitiv eine andere Vorstellung. Die Lösung des „Problems“ wurde mir nach der vorigen Handlung, die ihre Längen hat, zu schnell abgehandelt. Sie erschien mir einfach zu leicht.

Als Granville Lee ist Gernd Holtenau zu hören, dem man den Gentleman schnell abnimmt. Seiner angenehmen Stimme habe ich gerne gelauscht. Und es hat mir gefallen, dass er Lee -wenn nötig- durchaus streng, aber immer auch menschlich klingen lässt. Peter Lontzek und und Fabian Oscar Wien übernehmen die Rollen der beiden Bediensteten von Lee. Beide klingen passend jung, und Fabian Oscar Wien bringt die Verzweiflung und Angst seiner Figur Brutus glaubhaft rüber.

In dieser Folge erlebt man tatsächlich mal Szenen, die nicht von Musik begleitet werden. Aber es sind wenige. In dieser Hinsicht lässt sich Titania Medien halt nicht lumpen. Die eingesetzten Stücke kommen meist leise daher und unterstreichen die schaurigen Szenen ebenso gut, wie die dramatischen Momente. Die Geräuschkulisse hat mir in erster Linie ein gutes Bild vom Schauplatz vermittelt. Das klingt tropisch-exotisch. So wie man es erwartet, wenn der Dschungel nebenan ist.

Das Covermotiv zeigt eine Szene aus Da Dilvas anfängliche Erzählung. Es weckt mit dem Titel zusammen unweigerlich eine bestimmte Vorstellung von der Geschichte. Man sollte sich davon nicht allzu sehr leiten lassen.

Fazit: Die Story hat ihre Längen, und eine klassische Zombie-Geschichte darf man hier -Titel und Cover hin oder her- nicht erwarten. Dennoch gibt die Gelegenheit für ein wohliges Schaudern. Und wer ein Faible für Ekliges in Gruselgeschichten hat, der dürfte sich eh gut bedient fühlen.

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Rezension – I kissed a zombie and I liked it (Adam Selzer)

Die 18-jährige Alley Rhodes braucht kein »Twilight«, um zu wissen, wie das so läuft mit Vampiren. Schon vor Jahren sind Vampire, Werwölfe und andere untote Kreaturen aus ihren Särgen gekrochen und Teil ihres Alltags geworden. Ein Vampirfreund ist das ultimative Statussymbol, der Gothic-Look absolut in – doch nicht für Alley. Denn mal ehrlich: Wer will schon einen Kerl, der nie erwachsen wird? Der völlig egozentrisch ist und dabei auch noch launisch? Doch dann begegnet ihr Doug. Der ist vor vier Jahren gestorben, trägt immer noch denselben Anzug und erobert ihr Herz. Alleys Vorsätze sind dahin, und sie muss sich entscheiden, ob sie einen Zombie lieben kann.

Bei diesem Buch war es mal nicht das Cover, sondern der Titel, der mich ansprach. Ich halte Zombies immer noch für eine besondere Spezies inmitten der Vampire und Werwölfe in der Bücherwelt. Eine Liebesgeschichte mit einem Zombie war für mich obendrein ziemlich undenkbar. Diese Wesen kennt man ja doch eher als unappetitlich.
So gesehen bietet diese Geschichte also durchaus Erfrischendes.
Trotzdem hat sie bei mir einen sehr zwiegespaltenen Eindruck hinterlassen. Das liegt in erster Linie daran, dass ich zu Alley lange keinen Draht fand. Sie erzählt zwar ganz witzig, aber vom Wesen her war sie mir eine ganze Spur zu obercool, naseweis, großmäulig und arrogant. Allesamt Eigenschaften, die ich nicht schätze.
Da kam mir Zombie Doug ganz gelegen, denn indem dass sich Alley in ihn verliebt ändern sich ihr Verhalten und ihre Sichtweisen deutlich.
Verblüfft war ich allerdings auch. Alley kam mir zuvor nicht wie ein Mädchen vor, dass sich nur wegen gutem Aussehen und der Tatsache, dass ein Typ zwei ihrer Lieblingslieder singt, Hals über Kopf in ihn verliebt.
Und mehr bietet Doug auch nicht, wenn man es genau betrachtet. Er ist noch nett und aufmerksam, aber viel Charakter findet man bei ihm sonst nicht.
Ebenso vergeblich sucht man bei dieser Geschichte nach einer gewissen Romantik. Es muss für mich gewiss nicht zwischen den Seiten hervor triefen, aber wenn man so verknallt ist wie Alley es stets betont, dann wäre die eine oder andere romantische Passagen doch ganz passig und völlig gerechtfertigt!
Von Doug geht in dieser Hinsicht noch weniger aus. Aber dass er charakterlich so blass daher kommt wie seine Hautfarbe, das erwähnte ich ja schon. Wie soll so jemand Romantik heraufbeschwören?
Dennoch: ab Alleys und Dougs Lovestory kam ich mit der Geschichte wesentlich besser klar als zuvor. Das war viel wert, denn wäre sie so geblieben wie zu Beginn, hätte ich das Buch womöglich abgebrochen.

Da die 18jährige Alley selber erzählt, ist ein jugendlich-lockerer Erzählstil gegeben. Das macht das Lesen ausgesprochen leicht und die Geschichte liest sich so flott weg. Für einen Teenie-Roman ist das so ideal.

Mal ehrlich: Doug hat eine geradezu erstaunliche Ähnlichkeit mit einem gewissen glitzernden Vampir, oder? Wo ist bitte der in der Geschichte so oft erwähnte Gothic-Look? Nein, mit diesem Foto kann ich nichts anfangen. Da bekommt man mal etwas über eine noch wenig behandelte übersinnliche Spezies zu lesen und dann guckt einen vom Cover her ein Edward-Double an! Da hätte ich das Cover der englischen Version klar beevorzugt.

Fazit: Insgesamt eine ganz vergnügliche Lektüre für junge Fans von Geschichten um die Liebe zu einem übersinnlichen Wesen. Ich musste mich mit Alley erst anfreunden, was mich anfangs gut ausgebremst hat, aber vielleicht sind die jungen Leser ja weniger kritisch was ihre Darstellung anbetrifft. Dann dürfte nichts schief gehen.


Titel: I kissed a zombie and I liked it
Autor: Adam Selzer
Seiten: 240
Verlag: Piper Verlag
ISBN: 978-3492267878
Preis: 8,95 (TB)

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