Zoo

Vom kleinen Elefanten Bippo, der ganz einsam war

Titel: Vom kleinen Elefanten Bippo, der ganz einsam war / Verlag: Hörspielprojekt / Spielzeit: ca. 30 min / Sprecher: Jamie Leaves, Helmut Buschbeck, Andy Suess, Dagmar Bittner, Karsten Sommer ua.

bippoInhalt: Der kleine Elefant Bippo lebt im Zoo und ist ziemlich einsam. Denn während alle anderen Tiere mindestens zu zweit sind, ist er ist der einzige Elefant hier. Doch eines Tages vergisst der Wärter, die Türe zum Gehege abzuschließen – und Bippo macht sich auf die Suche nach einem Freund.

* zum Download *


Bei einem so niedlichen Titel konnte ich dem Titel natürlich einfach nicht widerstehen. Schon alleine der Trailer hatte mich zum Lachen gebracht, da war ich auf die komplette Geschichte gespannt. Die hat einerseits eine ganz ernste und wichtige Moral mit an Bord. Nämlich, dass viele Tiere Artgenossen und somit Freunde brauchen um wirklich glücklich zu sein. Das wird gleich zu Beginn deutlich aufgzeigt. Und da bekommt man leicht Mitleid mit dem einsamen Bippo. Da die meisten Kinder Tiere mögen, werden sie das sicher auch gleich verstehen. Im gewissen Sinne lässt es sich aber natürlich auch auf die Menschen(kinder) übertragen, denn welches Kind / welcher Mensch ist schon gerne alleine?
Andererseits macht die Geschichte aber auch einfach nur Spass. Sei es die Froschpolizei, der verzweifelte Wärter mit seinen Sprüchen oder auch die tolle Kapelle am Schluss, ein Schmunzeln ist da immer drin. So richtig gelacht habe ich über die “rasante Action” in Gestalt eines relativ unaufgeregten “tatütata” und vor allem über die Dialoge in der Großtierhandlung. Wobei ich hier an einer Stelle einmal dachte, da wäre ein Track doppelt, da das zweite Gespräch genauso beginnt wie das erste. Viele Szenen hier muss man sich einfach mal bildlich vorstellen und schon kommt man aus dem Kichern kaum heraus. Dabei sollte man selbstverständlich imemr im Hinterkopf behalten, dass das Hörspiel sich in erster Linie an sehr junge Hörer richtet. Man sollte also mit beispielsweise einer Froschpolizei leben können oder auch mit einer solchen Großtierhandlung, in der es zugeht wie in einem Geschenkeladen. So etwas gibt es natürlich nicht. Wobei mir das speziell bei dem Laden sehr leid tut. Ich wäre gerne mal in eine Großtierhandlung gegangen, hätte einen Elefanten gekauft und ihn mir als Geschenk einpacken lassen. Einfach um zu sehen, wie das dann aussähe 😉

Auch die Sprecher sind oft für einen Lacher gut. So habe ich über Thomas Kramer Einsatz als runzlige Oma spontan lachen müssen. Und auch über Dagmar Bittner als Kaugummi kauende und sehr lässige Großtierverkäuferin. Als erwachsener Hörer hört man sicher auch Andy Suess mit einem gewissen Vergnügen zu, vor allem als er das Krokodil aus dem Angebot empfiehlt. Als Wärter ist der Anfang 2012 verstorbene Helmut Buschbeck zu hören, und obwohl sich mir bei diesem Dialekt alles sträubt, fand ich es doch knuffig wie diese Figur rüberkommt. Jamie Leaves hat für Bippo eine schöne helle und sehr niedliche Stimme auf Lager. Damit wird Bippo sich leicht in Kinderherzen schleichen.

Verschiedene muntere und fröhliche Stücke begleiten Bippo auf seinem kleinen Abenteuer. Das ist abwechslungsreich und voller Leben, sodass man immer wieder mal aufhorcht. Und vom Titellied hatte ich nach zweimal Anhören bereits einen dicken Ohrwurm. Die Geräusche sind unüberhörbar handgemacht, was dem Hörspiel ein ganz eigenes Flair verleiht. Da hört man, dass Einsatz und Liebe zum Hörspiel dahinterstecken.

Der kleine Bippo auf dem Cover ist ausgesprochen niedlich geraten und zusammen mit den Herzchen (nicht nur) für Kinder sicher ansprechend. Mir gefällt vor allem der Schriftzug richtig gut. Eine Schöne Idee mit dem elefantischen B!

Fazit:  Ein sehr niedliches und ausgesprochen witziges Hörspiel, das außerdem eine ganz wichtige Botschaft mitbringt. Ein Hörvergnügen sicher nicht nur für junge Hörer.

Pingu-Power – die tollste Show der Welt (Jeanne Willis / Stefan Kaminski)

Titel: Pingu-Power – die tollste Show der Welt  / Verlag: Sauerländer Audio / Spielzeit: ca. 93 min / Buch: Jeanne Willis / gelesen von: Stefan Kaminski

pingupowerInhalt: Der Zoo steht vor dem Ruin, denn immer weniger Besucher kommen. Als die Pinguine ein Gespräch des Zoowärters mit seiner Tochter belauschen, wissen sie, dass sich die Pforten des Tierparks bald unwiederbringlich schließen werden. Doch in den kleinen Vögeln schlagen große und vor allem mutige Herzen. Kurzerhand nehmen sie ihr Schicksal selbst in die Flügel und inszenieren eine Talentshow, die die Welt beislang noch nicht gesehen hat.


“Zwei hoffnungslos unbegabte Küken, drei schrullige Künstler und keine Sänger. Nicht gerade ein tolles Programm bislang.” So lautet Pinguin Robbies Bilanz am Ende der ersten CD. Um den Zoo vor dem Ruin und die Tiere vor einem ungewissen Ende zu retten, hat er beschlossen, eine Talentshow auf die Beine zu stellen, die neue Besucher in den Zoo zu locken. Eine äußerst undankbare Aufgabe, wie sich schnell herausstellt. Auch wenn mir Robbie ganz schön leid tat, so habe ich doch immer wieder darüber lachen müssen, mit welche unterschiedlichen und schrägen tierischen Kollegen er es zu tun hat. Sei es sein wenig cleverer Kumpel Eddie, das zickige Pinguinmädchen Mandy oder den berühmten Pinugin-Zauberer Alaskadabra. Mit solchen Talenten kann so ein Unternehmen nur im Chaos enden und das macht einfach so richtig Spass. Übrigens sicher auch älteren Hörern, denn auch wenn es eine Kindergeschichte ist, so gibt es doch eine ganze Reihe Ausdrücke, Sprüche und gewitzte Formulierungen, die einen selbst als Erwachsenen noch schmunzeln lassen. Gleichzeitig darf man gespannt sein, ob unter diesen Voraussetzungen überhaupt eine Show auf die Beine gestellt werden kann. Ich habe mich gerne mit den Pinguinen und einigen anderen Zootieren durch die Vorbereitungen für die Show gewurschtelt, bei der man außerdem auch noch etwas über Freundschaft und Zusammenhalt lernt. Denn letztlich lässt sich immer nur gemeinsam wirklich etwas erreichen, selbst wenn die Truppe ein solcher Haufen Chaoten ist.

Eine Geschichte wie geschaffen für Stefan Kaminski, der hier einmal mehr aus dem Vollen schöpfen kann. Ganz gleich ob es darum geht, dem unterbelichteten Eddie zu einer Stimme zu verhelfen, die brummigen Bären singen zu oder die eingebildete Mandy affektiert herumzicken zu lassen. Und das sind nur drei Beispiele. Da fällt es ganz leicht zu erkennen, welches Tier sich gerade zu Wort gemeldet hat. Und es ist ausgesprochen witzig anzuhören ohne dass es jemals platt oder albern wirkt.

Das Hörbuch beginnt mit einem überraschend rockigen Gitarrenstück. Das hatte ich bei einem Kinderhörbuch zwar nicht erwartet, aber es hat mir gefallen. Am Ende einiger Tracks gibt es weitere Musikstücke zu hören. Sie sind ebenfalls modern und passen sich der Stimmung der vorigen Szene an. Mal munter und spaßig, aber auch schon mal ruhig und dezent, wenn gerade irgendwas schiefgegangen ist.

Ich mag Blau, das hat mir am Cover sofort gefallen. Allerdings finde ich die Pinguine nicht so solle. Stände es nicht dran, hätte ich in den Figuren auf Anhieb keine Pinguine erkannt. Da könnte ich mir niedlichere und trotzdem witzige Figuren vorstellen, denen man die Pinguine auch ansieht. Im Booklet findet man weitere Zeichnungen von anderen Zootieren und allen Pinguinen, die an der Show beteiligt sind.

Fazit:  Eine turbulente und witzige Geschichte, an der sicher nicht nur Kinder großen Spass haben werden. Gleichzeitig wird hier vermittelt, wie wichtig Freundschaft und Zusammenhalt sind. Eine schöne Mischung um eine grandiose Show, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

 

TKKG (180) – Alarm im Raubtierhaus

Titel: TKKG (180) – Alarm im Raubtierhaus / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 63 min / Sprecher: Niki Nowotny, Eckart Dux, Peter Weis, Gustav Adolf Artz ua

tkkg180Inhalt: Aufregung in der Millionenstadt! Ein Unbekannter hat nachts die Käfige der Zootiere geöffnet und nun spazieren Elefanten durch die Stadt und Affen plündern die Marktstände. Die Bewohner der Stadt reagieren gelassen und der Zoo tut alles, um die Tiere schnell wieder einzufangen. Doch als auch die gefährlichen Geparden aus ihrem Gehege verschwinden, breitet sich. Angst und Schrecken aus. Klar, dass TKKG wissen wollen, wer dahintersteckt! Schon bald haben sie eine heiße Spur, die sie direkt in die Fänge der Geparden treibt…


Tja, es war irgendwie noch nie so schwierig, über eine TKKG-Folge zu schreiben wie in diese Falle. Denn ich bin hin- und hergerissen. Eines ist aber trotzdem sicher: an sich zählt diese Folge zu den stärkeren der Reihe. Das liegt vor allem daran, dass man über die Zusammenhänge der Ereignisse und die Verbindungen unter bestimmten Charakteren lange im Unklaren gelassen wird. Endlich mal kein Bösewicht, dem man das beim ersten Satz anhört. Stattdessen fällt es sogar leicht, Sympathie für die meisten Personen aufzubringen, sodass es einem noch schwerer fällt, jemanden zu verdächtigen. Auch die Auflösung geht in Ordnung und ist nachvollziehbar. Ich hatte lange Schlimmes befürchtet, von wie weit her die Geschichte schließlich ihre Auflösung holen würde. Zum Glück ist das nicht der Fall. Woran ich mich auf der anderen Seite aber massiv gestoßen habe, das ist die Darstellung der ermittelnden Polizei. Was Tim und seinen Freunden auf einem Foto auffällt, darauf werden die Ermittler nicht aufmerksam? Also bitte! Und dieses ewige Gewese und Rumgetue um Karls tolles Handy hätte ich in diesem Maß auch nicht gebraucht. Davon abgesehen hätte die Folge auch gerne etwas kürzer sein dürfen. Hier und da zieht sie sich doch ganz schön.

Bei den Sprechern tut sich für meinen Geschmack Mario Grete hervor, der mir ein gutes Bild von Tierpfleger Niebert vermittelt hat. Zwar ein wenig brummig, aber dennoch ganz symapthisch. Eckart Dux bringt die Würde des Zoodirektors gut an den Hörer. Die Hauptsprecher machen ihre Sache natürlich auch hier wieder gut. Lediglich Nicolai Munoz Möller klang mit etwas unangenehm gestelzt in den Ohren.

Musikalisch kann man  mit der Folge ebenfalls zufrieden sein. Bei den Geräuschen hat es mir besonders gefallen, dass die eingesetzten Tiergeräusche wirklich ganz authentisch klingen. Da hatte ich bereits Schlimmes befürchtet.

Das Covermotiv wird dem Titel der Folge gerecht. Ich finde nur irgendwie, dass die Geparden überhaupt nicht bedrohlich, sondern eher amüsiert wirken. Der ganz links scheint richtig zu grinsen…

Fazit:  Wie gut, dass die Polizei so dödelig ist! Davon aber abgesehen ist “Alarm im Raubtierhaus” eine sehr ordentliche Folge, da man lange Gelegenheit hat, sich selbst eine Theorie über die Vorgänge im Zoo zurechtzulegen, und weil auch die Auflösung das nicht verpatzt.

Rezension – Ausgefressen (Moritz Matthies)

»Gestatten? Mein Name ist Ray. Seit ich denken kann, will ich Privatdetektiv werden. Im Grunde, das wird jedem einleuchten, gibt es keinen Job, für den ein Erdmännchen besser geeignet ist. Überwachen und Observieren gehören quasi zu unserer genetischen Grundausstattung. Gleiches gilt für Spuren lesen und Herumschnüffeln. Ich bin der geborene Schnüffler. Nur dass meine Fähigkeiten hier im Zoo völlig verkannt werden. Besser gesagt: wurden. Denn heute ist Phil aufgetaucht. Und so, wie es aussieht, braucht er unsere Hilfe.«
Die Erde unter dem Berliner Zoo gleicht einem Schweizer Käse. Denn Erdmännchen Ray und sein Clan ermitteln in einem Vermisstenfall – an der Seite von Phil, Privatdetektiv, der nach genügend Schluck aus seinem Flachmann Erdmännisch versteht.

Wie so oft wurde ich durch das niedliche Cover auf dieses Buch aufmerksam. Die Erdmännchen sind hier nicht nur Blickfang, sondern spielen in der Geschichte die Hauptrolle! Allen voran Ray, der sich im Zoogehege mit seinen geistig eher minderbemittelten Artgenossen und sonstigen Tieren ziemlich langweilt. Als eines Nachts Schüsse im Zo fallen und ein Privatdetektiv auftaucht, der sich wundersamerweise mit Ray unterhalten kann, wird der Traum des cleveren Erdmännchens wahr: er wird professioneller Schnüffler!
Sein erster Fall hat es in sich! Er lässt sich zwar relativ harmlos an, zieht aber sehr bald weite und speziell für Ray auch gefährliche Kreise.
Mir hat die tierische Detektivarbeit sehr viel Spaß gemacht. Es ist urkomisch und äußerst turbulent wie Ray und sein Clan diesen Job angehen. Bei mir überwog der Spass ganz klar gegenüber der Spannung. Aber natürlich war ich neugierig, was sich nachts im Zoo abgespielt hat, was dieses Ereignis noch an Folgen nach sich ziehen würde und ob und wie der Fall gelöst werden würde, doch das Vergnügen stand klar im Vordergrund.
Am meisten habe ich darüber gelacht wie Ray die Mitglieder seines Clans und die übrigen Tiere im Zoo beschreibt. So habe ich diese Tiere bisher nie gesehen. Beim nächsten Zoobesuch werde ich gewisse Bewohner sicher mit anderen Augen sehen und mich dabei an dieses Buch erinnern. Es ist einfach zum Totlachen!
In diesem Zusammenhang habe ich Moritz Matthies’ Einfallsreichtum bewundert. Auf solch schräge Ideen muss man erst mal kommen! Und den Blickwinkel eines -wenn auch cleveren Erdmännchens- muss man auch erst mal einnehmen können.

Ray erzählt sein Abenteuer s locker-flockig und mit manch rotzfrechem Spruch gewürzt, so dass sich das Buch im Nu lesen lässt. Ich habe mich sehr zusammengerissen um wenigstens zwei Abende meinen Spass damit zu haben. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und so hat man mit “Ausgefressen” eine ideale Urlaubslektüre vor der Nase.

Das Cover mit den witzigen und coolen Erdmännchen ist auffällig und so ein echter Hingucker im Ladenregal. Auf den Innenseiten der Buchdeckel kann man sich einmal Rays Stammbaum und einmal einen Plan des Zoos anschauen.

Fazit: Ich hatte mit “Ausgefressen” richtig Spass! Wer mit witzigen Tierkrimis etwas anfangen kann und eine coole Erdmännchen-Bande kennenlernen möchte, der darf bei diesem Buch unbesorgt zugreifen.

Vielen Dank an den Scherz Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!


Titel: Ausgefressen
Autor: Moritz Matthies
Seiten: 272
Verlag: Scherz by Fischer Verlage
ISBN: 978-3651000261
Preis: € 13,99 (Broschiert)

Benjamin Blümchen (117) – Die Zoo-Schwimmschule

Titel: Benjamin Blümchen (117) – Die Zoo-Schwimmschule / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 41 min / Sprecher: Jürgen Kluckert, Marie Bierstedt, Katja Primel, Gisela Fritsch, Till Hagen

Inhalt: Stella gesteht Benjamin und Otto, dass sie nicht schwimmen kann. Sofort beschließen die beiden, ihrer Freundin im Zoosee Schwimmunterricht zu geben. Robby Robbe und Quaki Quakfrosch machen vor, wie es geht. Und plötzlich gibt es noch mehr Schüler: drei kleine Krokodile. Ob am Ende alle ihr Schwimmabzeichen bekommen werden?


Ich habe nun schon öfters gesagt bekommen, ich könne diese Serie nicht mit meinen erwachsenen Maßstäben messen, die sich an den alten Folgen orientieren, sondern müsse die Alterseinstufung “ab 3 Jahren” berücksichtigen. Das sehe ich ein. Daher sage ich: für 3jährige geht die Folge völlig in Ordnung. Trotzdem frage ich mich, ob diese Alterseinstufung es verbietet, dass eine Geschichte eben auch eine Geschichte hat? Denn die hat diese Folge nicht. Außer dass Stella und ein paar Tiere das Schwimmen lernen, gibt es keine Entwicklung. Zudem heißt die Reihe doch “Benjamin Blümchen”…wird es da nicht auch den Kleinsten seltsam vorkommen, dass der Elefant praktisch nur eine Nebenrolle einnimmt? Alleine sein Sprech-Anteil steht weit hinter dem von Stella und Otto zurück. Und zuletzt sei noch erwähnt, dass sicher auch die Kids Karla Kolumna als engagierte Person kennen, die sich gerne auch den großen Problemen der Stadt annimmt und diese in ihr Abendblatt setzt. Und hier ist es jetzt schon die Titelseite wert, dass Stella das Schwimmen gelernt hat? Das hätten die Tiere, die es lernen, viel eher verdient, aber die spielen gerade mal in den letzten 10 Minuten eine Rolle, also quasi am Rande. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Dreijährige die Charaktere nur als “Hauptsache, sie sind dabei” sehen und sie nicht “erleben” wollen. Und vor allem kann das doch nicht der Sinn von Kinderhörspielen sein…

Die Sprecher schlagen sich tapfer durch die seichte Handlung. Ob sie sich auch manchmal fragen, welche Entwicklung die Reihe genommen hat? Trotzdem sind sie natürlich DER Pluspunkt der Serie, denn aus der Reihe tanzt hier niemand. Für mein Empfinden sind aber alle Sprecher der neuen Zielgruppe (früher waren die Hörspiele ab 5 Jahren empfohlen) angepasst worden. Da muss ich Marie Bierstedt als Stella mal ein Lob aussprechen, denn sie klingt wenigstens jung und locker und redet in normalem Tempo. Alle anderen Sprecher bringen ihren Text sehr deutlich und oft etwas zu langsam zu Gehör. Reden denn alle Eltern in diesem Ton mit ihren Kleinkindern?

Außer dem Titellied gibt es an Musik weiter nichts zu hören. Und die Geräuschkulisse beschränkt sich auf die typischen Zoogeräusche im Hintergrund und einer Handvoll Tier”geräusche”, die eindeutig von Sprechern stammen. Nun gut, das mag 3jährigen recht sein. Mir kommts aber schon etwas seltsam vor, dass die Krokodile viel eher nach Ente klingen als die Ente selbst.

Das Cover fängt das Wesentliche der Folge ein. Die Planscherei der Freunde im Zooteich. Der Hintergrund ist mir dieses Mal etwas zu schlicht. Wo ist die Detailverliebtheit geblieben, die man bei den vorigen Covers noch bewundern durfte?

Fazit:   Die Folge ist so seicht wie der Zoosee. Knapp 40 Minuten Berieselung, mehr leider nicht.

© 2019 Frontier Theme