Hörspiele

Die drei ??? Kids (66) – Geheimnis im Meer

Titel: Die drei ??? Kids (66) – Geheimnis im Meer / Verlag: Europa / Spielzeit: ca 75 min / Sprecher: Yoshij Grimm, Anke Reitzenstein, Martin Gleitze, Jochen Drechsler ua

Wer macht der Hauptdarstellerin des Unterwasser-Musicals am Strand von Rocky Beach nur das Leben schwer? Die kleine Meerjungfrau gerät von einer Gefahr in die nächste. Natürlich sind die drei ??? Kids zur Stelle, um den Fall zu lösen.


Wenn es bereits so viele Folgen einer Reihe gibt wie hier, muss man sich schon mal etwas Neues einfallen lassen. Also bekommt Rocky Beach ein Musical angedichtet. Stilecht Open Air und am Strand natürlich. Somit ist das Musical durchaus etwas Besonderes. Passend zum Schauplatz ist es  “Die kleine Meerjungfrau”, die aufgeführt wird. Gesungen wird dabei auch. Was sowas angeht, habe ich immer Bedenken, doch die Darbietung ist hier ganz brauchbar gelungen. Und vor allem, es wird nicht alle naselang gesungen.
Soweit ist also alles in trockenen Tüchern, doch leider bin ich an dieser Stelle mit dem Posititven dieser Folge  schon angekommen. Schon wie die drei Jungs die junge Schauspielerin kennenlernen und wie sie ihr Tun erklärt, habe ich als weit hergeholt empfunden. Dass die Jungs später kleinere Rollen im Musical bekommen, von mir aus. Doch die Szene mit den Kostümen war für mich Fremdschämen pur und einfach albern. Natürlich müssen sie irgendwie in die Musical-Szenerie gelangen, sonst funktioniert der Fall nicht, aber so?!
Der Fall beginnt mit kleineren Zwischenfällen und Anschläge auf das Musical und die Leute, die rund darum herum mitwirken. Gar nicht so übel eigentlich, nur haben mir die Ermittlungen der Jungs dieses Mal nicht  zugesagt. Es macht sehr den Eindruck als stolperten sie mit mal mehr und mal weniger Hilfe von Kommissar Zufall durch das Geschehen. Das hat mit Kombination und Nachforschungen nicht viel zu tun, leider. Und als Hörer steht man auch lange ratlos da, weil es keinerlei Hinweis gibt, wer der Täter sein könnte und / oder wieso er dem Musical schaden will.

Anke Reitzenstein vermittelt einem mit energischem, oft auch zickigen Ton ein gutes Bild von der Kostümbildnerin und ihrem Charakter. Einen gelungenen Gegenpart bildet dazu Eva Thärichen alias Helen. Sie präsentiert die junge Schauspielerin ausgesprochen fröhlich und voller Energie.

Wie schon erwähnt wird in dieser Folge gesungen. Das ist eine schöne Abwechslung zum Rest der eingesetzten Musik, denn die kennt man meistenteils schon in- und auswendig aus der Serie. Auch wenn es nur eine kurze Gesangseinlage ist, vor diesem Hintergrund fällt es deutlich auf. Im Guten, wohlgemerkt!

Möglich, dass es nur mir so geht, doch ich habe die Meerjungfrau nicht sofort erkannt, weil das komische Gelbe unten links für mich nicht so richtig nach Haaren aussieht. Etwas mehr vom Kopf wäre schon schön gewesen. Insgesamt ist es aber ein passendes Motiv für die Folge, mit viel Meeresflair.

Fazit: Die Idee mit dem Musical fand ich gar nicht schlecht. Doch leider konnte mich der Fall an sich nicht überzeugen. Die Zwischenfälle, okay, die sind ein brauchbarer Auftakt, aber von Ermittlungen kann man hier nicht wirklich sprechen. Viel zu oft ist Kommissar Zufall zur Stelle und so bleibt die Spannung schnell auf der Strecke.

Die drei ??? (194) – …und die Zeitreisende

Titel: Die drei ??? (194) – …und die Zeitreisende / Verlag: Europa / Spielzeit: ca 77 min / Sprecher: Lutz Mackensy, Katja Brügger, Oliver Rohrbeck, Rosemarie Wohlbauer ua

Was hat es mit dem geheimen Zeitreise-Experiment von Quentin Kurtz auf sich? Weshalb wurden er und seine Tochter Aurora vom CIA gesucht? Und wohin verschwanden die beiden vor mehr als 30 Jahren spurlos? Als die drei ??? sich dieses mysteriösen Falles annehmen, scheinen die Gesetze der Logik außer Kraft gesetzt zu sein. Denn plötzlich steht die verschollene Aurora leibhaftig vor ihnen – ohne auch nur einen Tag gealtert zu sein.


Natürlich kommen mir oft Bewertungen anderer Hörer unter und ja, die lese ich teilweise auch. Darum weiß ich, dass ich mit meiner Meinung zu dieser Episode etwas verlassen auf weiter Flur stehe. Ich mache es kurz und knapp: mir hat die Folge richtig gut gefallen! Und dabei bin ich kein ausgewiesener Fan der drei Detektive.
Einmal finde ich das Thema einfach interessant und spannend. Zeitreisen, das wäre doch mal was! Sicher, sowas gibt es nicht, über die Glaubwürdigkeit der Story muss man also nicht diskutieren. Doch wird hier so lange die Theorie hochgehalten, dass es ja vielleicht doch jemandem gelungen sein könnte, Zeitreisen möglich zu machen, dass man es irgendwann wirklich in Erwägung zieht. Und das auch ganz schön lange! Erst spät findet die Geschichte zurück auf den Boden der Realität, doch selbst dann gibt es noch Momente, wo man denkt aber vielleicht ja doch… Das fand ich einfach cool, manchmal sogar ein bisschen spooky und obendrein sind viele Momente und Dialoge auch noch stimmig in Szene gesetzt.
So rätselt man gemeinsam mit den drei Detektiven geraume Zeit, was für ein Spiel da mit der Theaterdiva gespielt wird und es bleibt lange spannend. Selbst das an vielen Stellen kritisierte Ende hat mir zugesagt. Mich stört sowas nämlich nicht, wenn es gut gemacht ist. In meinen Ohren ist das hier der Fall. Geschmackssache, natürlich!

Rosemarie Wohlbauer findet für die abgehalfterte Theaterdiva genau den richtigen überheblichen und exzentrischen Ton. Manchmal übertreibt sie aber auch, wobei ich vermute, dass das bewusst so gemacht ist. Mich hat sie an diesen Stellen dann aber doch mehr genervt als unterhalten. Lutz Mackensy gibt einen wunderbar gelackten Frank Firhaus und Katja Brügger darf sich als resolute Conchita Dominguez austoben, was ihr einwandfrei gelingt. Man sieht die tobende und sicher wild gestikulierende Conchita sofort vor sich.

Zugegeben, der Soundtrack der Folge ist gewöhnungsbedürftig und bestimmt nicht jedermanns Sache. Mir hat er gefallen, auch wenn er ungewöhnlich ist. Vielfach wird auf Geräusche statt auf Musik gesetzt und diese Geräusche könnten tatsächlich aus einer Sciencefiction Geschichte stammen. Sie klingen fremd, oft durchdringend und stehen der Story so ausgezeichnet. In meinen Ohren jedenfalls. Und auch die eingesetzten Melodien schlagen diesen Weg ein, was gut zusammenpasst.

Das Covermotiv mag ich ebenfalls. Das leuchtende Ziffernblatt wirkt wie ein Strudel, in den das schattenhafte Mädchen hineingeht. Der Strudel in eine andere Zeit vielleicht?

Fazit:  Es lässt sich nicht ändern: mir hat die Folge wirklich Spass gemacht. Die Geschichte schafft es tatsächlich, dass man so etwas Unmögliches wie Zeitreisen in Erwägung zieht und hält diese Spannung auch lange hoch. Nenebei ist es auch noch eine Spur spooky. Über die Glaubwürdigkeit muss man nicht diskutieren, die ist quasi nicht existent. Aber das Unglaubliche wird in meinen Ohren sehr gut verkauft.

Fünf Freunde (129) – …und die kleinen Detektive

Titel: Fünf Freunde (129) – …und die kleinen Detektive / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 53 min / Sprecher: Jannik Endemann, Tim Kreuer, Lelio Fontanges, Alexandra Garcia ua

In ihrem neuen Abenteuer verschlägt es die Freunde in ein Zeltlager. Als zwei geplante Betreuer ausfallen, übernehmen sie die Verantwortung für drei jüngere Kinder, die sich “Die kleinen Detektive” nennen. Doch dann verschwinden die Kleinen und die Lagerleitung erhält eine beunruhigende anonyme Botschaft. Jetzt heißt es klug zu handeln! Mit höchster Aufmerksamkeit und raffinierten Tricks gehen die Fünf Freunde in dieser Sache vor. Und mit der Hilfe der schlauen Kinder wird schließlich einer gemeinen Bande das Handwerk gelegt.


Vermutlich erinnert sich außer mir kaum noch jemand an die Kiosk Hörspielserie “Die kleinen Detektive” aus den Achtzigern. Falls doch, dürfte zumindest diesen Leuten einleuchten, dass ich angesichts des Titels dieser Folge ganz schön irritiert war.
Doch natürlich hat beides nichts miteinander zu tun. Die Geschichte beginnt in einem Zeltlager, an dem die fünf Freunde in den Ferien teilnehmen. Relativ schnell lernt man gemeinsam mit ihnen die besagten kleinen Detektive kennen, und die sind wirklich noch sehr klein bzw jung. Ich befürchtete schon das Schlimmste was Nerverei naseweiser Kinder angeht. Glücklicherweise sind die kleinen Detektive aber wirklich ganz schön schlau und vernünftig für ihr Alter und heulen nicht bei der erstbesten Gelegenheit herum. Ganz im Gegenteil, sogar als es ernsthaft brenzlig wird, handeln sie sehr besonnen. Wie wahrscheinlich das ist, darüber kann man geteilter Meinung sein. Aber in dieser Hinsicht sind mir zu vernünftig geratene Kinder ehrlich lieber als heulende.
Die fünf Freunde übernehmen es, auf die kleinen Detektive aufzupassen, doch dann geschieht das Unglück: die Kleinen gehen im Wald verloren. Auch wenn ich es seltsam fand, dass die Großen sich auf den Deal mit den Kleinen einlassen, so verantwortungsbewusst sie sonst immer sind, aber ein bisschen kann man es auch nachvollziehen.
Und als wäre das noch nicht schlimm genug, geraten die Kleinen auch noch an zwei ganz gemeine Kerle, die sie entführen. Das ist der einzige Moment, wo die Vernunft der Lütten mal kurz aussetzt. Doch das braucht es halt um die eigentliche Story in die Gänge zu bringen. Mir hat sie trotz anfänglicher Bedenken wirklich gut gefallen. Die Großen müssen die Angelegenheit besonders schlau und vorsichtig angehen und die Kleinen müssen all ihren Grips zusammenkratzen um mitzuarbeiten. Das ergänzt sich auf spannende Weise und einige ernsthaft bedrohliche Situationen steuern nochmal einen Schuss Dramatik bei.

Lelio Fontanges, Viviana Brunner und Sten Brettschneider sind in den Rollen der kleinen Detektive zu hören. Mit ihren hellen Stimmen und dem aufgeweckten Ton bringen sie viel frischen Wind in die Geschichte. Tim Kreuer  gibt Betreuer Tom einen überzeugend pflichtbwussten Ton.

Musik und Geräusche sind sorgfältig aufeinander abgestimmt. So kommt leicht die passende Stimmung auf und das Geschehen ist wunderbar anschaulich.

Von den kleinen Detektiven ist auf dem Cover keine Spur zu sehen. Man erkennt aber auf Anhieb, dass die fünf Freunde etwas oder jemanden suchen und der Hintergrund mit den Containern und dem großen Kran stimmt neugierig.

Fazit: Ich hatte ernste Bedenken, die aber glücklicherweise unbegründet waren. Die kleinen Detektive nerven kein Stück. Stattdessen erlebt man hier schlaue und spannende Zusammenarbeit zwischen ihnen und den fünf Freunden, die mit einer wirklich ausgesprochen gefährlichen Lage zurechtkommen müssen.

Johnny Sinclair (03) – Beruf: Geisterjäger

Titel: Johnny Sinclair (03) – Beruf: Geisterjäger / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 59 min / Sprecher: Dirk Petrik, Tim Kreuer. Lène Calvez, Bert Franzke, Sven Plate ua

Johnny Sinclair hat seine erste Aufgabe als Geisterjäger gelöst und dem armen Uhrmacher Mr Hopkins seinen Seelenfrieden zurückgegeben. Aber noch treiben auf Greyman Castle der bösartige Highlander und das namenlose Geistermädchen ihr Unwesen. Und dann hat Johnnys Kindermädchen Cécile auch noch ein Burgfest geplant! Bald ist das Chaos perfekt und die Geister spuken mitten in der Menschenmenge.


In der vorigen Folge hat Johnny dem ersten Geist von Greyman Castle seine Ruhe zurückgegeben, doch auf der Burg treiben noch weitere Geister ihr Unwesen. Nämlich der gemeine Highlander und das rätselhafte Geistermädchen. Um sie muss sich Johnny in dieser Episode kümmern und hat damit zwei ganz verschiedene Aufgaben vor sich. Bei dem Highlander muss geklärt werden, wo er überhaupt damals begraben wurde. Nach einer langwierigen Suche in der Burgchronik, kommt Johnny die Erleuchtung ausgerechnet mitten im Chaos der Highlandgames, die auf seiner Burg abgehalten werden. Und als wäre das Chaos durch die Feier noch nicht groß genug und der Schrecken über besagte Erkenntnis noch nicht tief genug, da treiben sich die verbliebenen Geister plötzlich auch noch auf der Feier herum. Es geht bei Johnnys Aufgaben eben nie ohne einen gehörigen Schuss Chaos. Das macht Spass, das bringt Schwung ins Geschehen und es sorgt natürlich auch dafür, dass es nie allzu schaurig wird. Trotzdem erleben Johnny und sein Assistent Russell so manche brenzlige Situation, bei der man mitfiebern kann. Speziell die Sache mit dem Highlander hat es in sich und wird zu Johnnys bisherigem Meisterstück.
Das Rätsel um das Geistermädchen schlägt andere Wege ein, was eine schöne Abwechslung darstellt. Es gilt zunächst herauszufinden, wer das Mädchen überhaupt ist und wie es zu ihrem Tod kam. Dabei müssen Johnny, Russell, Cécile und Erasmus ganz schön Köpfchen beweisen. Und erst anschließend können sie es in Angriff nehmen, dem Mädchen seinen Seelenfrieden zurückzugeben. Im Gegensatz zum wirklich handfesten Kampf gegen den Highlander geht es hier um Cleverness und die Auflösung hat durchaus etwas Romantisches an sich.
Schön, dass Johnny es bereits mit drei ganz unterschiedlichen Geistern zu tun bekommen hat. Wären sie alle gleich geraten, wäre es wohl schon langweilig. Doch so ist man eher neugierig, mit welcher Sorte Geist er es als nächstes aufnehmen muss. Und den nächsten Auftrag hat er am Ende dieser Geschichte bereits in der Tasche.
Auch wenn es hier hauptsächlich darum geht, den Highlander und das Geistermädchen zu bannen, so geht es auch in Johnnys normalem Leben turbulent wie immer zu. Die Schulflegel lassen keine Gelegenheit aus, ihm Ärger zu machen, Russells Mutter schießt gegen ihn und Cécile ist nachwievor der Meinung, Erasmus sei der böse Baron Samedi. Es ist also wirklich immer etwas los hier.

Die Geisterstimmen sind erneut mit Effekten unterlegt, wodurch sie zusätzlich Wirkung erzielen. Johannes Steck klingt das Highlander wirklich böse und bedrohlich, während Luzie Buck dem Geistermädchen vor allem einen traurigen Ton gibt, der hier und da plötzlich ins Gruselige umschlägt. Ich fand, das Geistermädchen wirkte so tatsächlich schauriger als der Highlander. Dirk Petrick als Johnny und Leon Blaschke alias Russell ergänzen sich wunderbar. Beide bringen ihre Figuren ausgesprochen locker und überzeugend rüber.

Auch in diesem dritten Teil zeigt der Soundtrack sich abwechslungsreich und aufwendig, was für ein Kinderhörspiel echt ganz großes (Hör)kino ist. Da Johnny gleich zwei Geister in ihre Schranken weisen muss, geht es klanglich eine Spur düsterer zu als bei den Vorgängerfolgen.

Auf dem Cover haben die Farben des Totenschädels im Hintergrund ein weiteres Mal gewechselt, aber sie leuchten immer noch wunderbar vor der übrigen schwarzen Scherenschnittszenerie.

Fazit:  Dieser dritte Teil schließt die Einstiegsgeschichte würdig ab. Johnny bekommt es gleich mit zwei Geistern zu tun, was für Spannung und kindgerechten Grusel sorgt. Gleichzeitig herrscht oft das bereits vertraute Chaos, was einfach Spass mach und für Tempo sorgt. Die Hauptfiguren kennt man nun auch schon ganz gut und jede von ihnen hat ihren ganz eigenen, liebenswerten Charme. Ich freue mich bereits auf den nächsten Besuch auf Greyman Castle.

Die drei ??? Kids (64) – …in der Schatzhöhle

Titel: Die drei ??? Kids (64) – …in der Schatzhöhle / Verlag: Europa / Spielzeit: ca 65 min / Sprecher: Yoshij Grimm, Eva Michaelis, Christian Stark, Otto Strecker, Rainer Gerlach ua

“Die drei ??? Kids” machen einen Tauchkurs. Ein verdächtiger Teilnehmer verlässt unerlaubt die Gruppe und führt die Detektive in eine Schatzhöhle voller Geheimnisse.


In dieser Serie gab es immer Folgen, die mir gut gefallen haben, aber auch viele, die mich nicht von sich begeistern konnten. Dabei ist das gar nicht so schwer, wie diese Episode beweist. Ein ungewöhnlicher Schauplatz gleich am Anfang macht schon eine ganze Menge aus. Der ist mit der gefluteten Höhle, in der die Kids eine Schnupperstunde im Höhlentauchen erleben, auf jeden Fall gegeben und auch gelungen in Szene gesetzt. Für mich sogar ein wenig unheimlich, denn Schwimmen, geschweige denn Tauchen ist nicht so mein Fall. An einem so gefährlichen Ort schon gleich gar nicht. Ich habe die Jungs richtig bewundert.
Die Geschichte kostet diese Situation eine ganze Weile aus, aber nicht zu lange. Bald schon geht es hinein ins Wasser und das Abenteuer Höhlentauchen beginnt. Auf die drei Freunde wartet dann aber noch ein weiteres Abenteuer. Ein Taucher aus der Gruppe ist auf Abwegen unterwegs und ein seltsames Leuchten unter Wasser gibt Rätsel auf. Hat es etwas damit zu tun, dass es in der Höhle (die als ausgebeutet gilt) doch noch einige Edelsteine zu finden sein könten? Der Spürsinn der drei Jungs ist natürlich sofort geweckt und sie ermitteln über und unter Wasser weiter. Dabei bringen sie sich dann auch durchaus in gefährliche Situationen.
Mit ein wenig Hilfe von Kommissar Reynolds kommen sie der Sache schließlich auf die Spur. Dabei fällt besonders auf, dass es hier zwar mehrere Bösewichte gibt, dass aber zumindest bei einem auch darauf geschaut wird, wie es zu seinem Mitwirken kam. Genauso wie auf seine Vergangenheit. Und dabei stellt sich heraus, dass er eigentlich gar nichts mit der Sache zu tun haben wollte und gezwungen wurde. Plötzlich kann man ihn nicht mehr so recht verurteilen und so ist es nachvollziehbar, dass ihm eine zweite Chance eingeräumt wird. Die übrigen Verbrecher erhalten natürlich ihre gerechte Strafe.

Die drei Hauptsprecher hinterlassen hier einmal mehr einen guten Eindruck. Yoshij Grimm übertreibt es für meinen Geschmack manches Mal und klingt dann eher seltsam als überzeugend. Doch das kommt mir in jeder Folge so vor. Christian Stark weiß als Tim Miller zu überzeugen. Mal als strenger Leiter des Schnupperkurses, mal freundlich und dann wieder als höchst verärgerter (Mit)besitzer der Höhle.

Lobenswert ist auch der Klang der einzelnen Szenen. In der Höhle gibt es einen passenden Hall, bei den Tauchgängen sind die Atemgeräusche zu hören und die Stimmen leicht verzerrt. Das ist gut und sorgfältig gemacht und sorgt alleine schon für Aufmerksamkeit und Atmosphäre. Musikalisch hält man sich zurück, aber es sind ohnehin nur die längst bekannten Stücke zu hören. Da ist das nicht weiter tragisch.

Auf dem Cover sieht man die Freunde bei einem Tauchgang und unter ihnen einen geheimnisvollen Schacht. Das passt tadellos zum Titel der Folge und stimmt neugierig.

Fazit:  Eine rundum gelungene Folge, die neben einem coolen und ungewöhnlichen Schauplatz auch eine spannende Handlung ins Rennen schickt. Für mich hebt sie sich klar von ihren Vorgängern ab. So darf es gerne weitergehen.

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